Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

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Bad Bramstedt

Bei der Wassermühle

59. Vom Lagerschuppen bei der Wassermühle aus entstand diese Aufnahme. Im Vordergrund die Brücke und das Mühlenwehr. Rechts im Hintergrund das Pastorat und in der Mitte die Kirche. Vor der Kirche sieht man den hohen Schornstein des Bramstedter Elektrizitätswerkes, der immerhin stolze 35 m maß. Am 23. September 1906 betätigte um 19.30 Uhr die Tochter des Bürgermeisters, Elise Freudenthal, den Schalthebel und zum ersten Mal erstrahlte in Bramstedt elektrisches Licht. Die alten Gaslaternen hatten damit ausgedient und man verkaufte sie, so z.B. an Bimöhlen.

60. Die Westseite der Rosenstraße. Früher hieß diese Straße Achternhöven oder auf Hochdeutsch Hinter den Höfen; dieser Name war von der Tatsache begründet, daß die Häuser dieser Straße hinter der Bebauung des Landweges und des Maienbeecks erbaut waren. Als man jedoch Anfang dieses Jahrhunderts diesen Namen amtlich machen wollte, sträubten sich die Anwohner und man nahm die Bezeichnung Rosenstraße, weil viele Bewohner vor ihren Häusern Rosen gepflanzt hatten. In Rückbesinnung auf den alten Namen gab man in unseren Tagen einer Seitenstraße die Bezeichnung AchternHöben.

61. Die 'Colonial- u. Fettwaren Handlung, Glas, Porzellan, Hausstandsartikel' des Johannes Schmüser hatte ihr Domizil in der Rosenstraße. Das Gebäude ist uns als reines Wohnhaus bis zum heutigen Tage erhalten geblieben; und noch bis vor wenigen Jahren konnte man unter dem Anstrich des Hauses die ursprüngliche Inschrift erkennen. Im Vordergrund sieht man die langgestreckten Gärten der Anwohner des Maienbeecks.

62. Ein Ausblick von der Altonaer Straße über die Wiesen des Hudautales in Richtung des Bleecks. Links erkennt man schwach im Hintergrund das Meyersche Wehr und die Hudaubrücke im Verlauf der Glückstädter Straße. Die Gebäude in der Bildmitte sind die auseitige Bebauung der Straße Achtern Bleeck. Das Haus in der Bildmitte ist vor einigen Jahren abgebrochen worden und in jüngster Vergangenheit durch einen Neubau ersetzt worden.

63. Das alte Waldbad kurz nach seiner Eröffnung am 22. August 1937 zeigt diese Postkarte. Gut dreißig Jahre diente dieses Gewässer allen Schwimm- und Wasserfreunden als erfrischendes Naß. Und wer sich heute im chlorigen Wasser des neuen Freibades aalt, mag sich manchmal etwas wehmütig an das eigentümlich bräunliche, von Moorpartikeln durchsetzte Wasser erinnern, in dem unsere Väter und Großväter ihre Runden schwammen. Noch heute ist das Gewässer ein beliebter Erholungsort, wenngleich das Wasser nur noch den Anglern bzw. Fischen dient.

64. Die ursprüngliche Wiesensteigbrücke über die Bramau. Auch heute überspannt eine Brücke die Au, doch es ist nicht mehr die alte und sie ist auch nicht an gleicher Stelle, denn im Zuge der Begradigung der sich einst in weiten Bögen schlängelnden Bramau wurde die alte Brücke abgebrochen. Der Wiesensteig wurde übrigens vom damaligen Bürgermeister Freudenthal angelegt und so trägt die heutige Brücke zu recht seinen Namen.

65. Schon vor dem Ersten Weltkrieg erfreute sich Bad Bramstedt als Erholungsort eines guten Rufes. So verwundert es nicht, daB die Wandsbeker Stadtmission den Ort auswählte, um ein Ferienwohnheim für Stadtkinder zu errichten. Hinter dem Kaiser-Wilhelm-Wald (später Stadtwald, heute Kurhauswald) entstand 1913 im Fachwerkstil der Neubau. Das Haus wurde um 1970 abgebrochen und an seiner Stelle ein Hotel, das heute als Altenpflegeheim genutzt wird, errichtet.

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66. Das Gemeindehaus am Schlüßkamp, gebaut im Jahre 1912, wurde am 24. August 1913 seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung hatten der Kirchengemeinde den Neubau ermöglicht. Das Gebäude ist ein Beispiel für die zahlreichen Einrichtungen am Ort, die den Weg vom Dorfvor der Jahrhundertwende (genauer gesagt: vom Flecken) zur Stadt Bad Bramstedt kennzeichnen. Der Anstieg der Bevölkerungszahl und wachsende Ansprüche an kommunale Einrichtungen sind der Ursprung für diese Entwicklung.

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Z ? rm S nützenhof, Hans Böge

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67. 'Zum Schützenhof nannte sich die Gaststätte des Hans Böge an der heutigen Hamburger Straße und für das Foto dieses um 1900 entstandenen Hauses postierte sich eine ganze Hochzeitsgesellschaft vor der Tür. Der Name des Lokals weist daraufhin, daß früher die Schützen ihren Schießplatz auf dem gegenüberliegenden Gelände hatten, etwa da, wo heute eine (verwaiste) Tankstelle steht. Das Hotel besteht noch heute und führt seit vielen Jahren den Namen Hotel 'Stadt Hamburg' , wie ehemals das Hesebecksche Hotel am Bleeck.

68. In großen Lettern prangt die Bezeichnung dieses Bauwerks an den Mauem: Städtisches Elektrizitätswerk. Und die Größe der Schrift ist ein Synonym für die Bedeutung dieser Einrichtung für den damaligen Flecken Bramstedt. Als im Jahre 1906 die Elektrizität Einzug in Bramstedt hielt, war dies nicht nur ein Grund zum Feiern - nein, es war tatsächlich der Beginn einer Entwicklung. Nun konnten auch Maschinen elektrisch betrieben werden. Das Gebäude steht noch heute, wenn auch in veränderter Form, und es gehört den Stromwerken.

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