Bad Bramstedt in alten Ansichten

Bad Bramstedt in alten Ansichten

Autor
:   Jan-Uwe Schadendorf
Gemeinde
:   Bad Bramstedt
Bundesland
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3498-9
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

Lieferzeit: 2-3 Wochen (unverbindlich). Der gezeigte Umschlag kann abweichen.

   


Auszüge aus dem Buch 'Bad Bramstedt in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

69. Eine Militärkolonne der kaiserlichen Armee hält Einzug in Bad Bramstedt. Aus Richtung Brokstedt kommend marschieren die Soldaten den Schäferberg herab. Ganz links erkennt man die Straße Dahlkamp und halblinks ist der Eingang des 'Herrenholzes' oder wie es damals hieß 'der Anlagen' zu sehen. In jenen Tagen zierte noch ein gußeisernes Gitter den Eingang der Anlagen.

70. Ein wahrhaft prachtvoller Bau entstand im Jahre 1907 auf dem Bissenmoor. Der damalige Besitzer Breckwoldt baute vor das bereits vorhandene Haus ein richtiges Herrschaftshaus. Die 'Bramstedter Nachrichten' meldeten damals, daß das Haus 'seinesgleichen in der weiteren Umgebung nicht finden' würde. Doch der Zahn der Zeit hat auch dieses Gemäuer besiegt, - vor einigen Jahren wurde es abgebrochen. Aber illustre Namen begleiten die Geschichte des Hauses: so wuchs hier der heute weltweit bekannte Modeschöpfer Karl Lagerfeld auf und manch älterer Bramstedter erinnert sich noch an 'Karlchen' .

71. Im Jahre 1898 war für Bramstedt ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen, der Bahnanschluß nach Hamburg war fertiggestellt. Auf dem Bild haben sich die Herren Bahnbeamten und das Personal zu einem Gruppenfoto zusammengefunden. Wenn man es recht deutet, scheint der Anlaß für dieses Bild eine Feier gewesen zu sein (25 Jahre AKN, 1909?), denn wie ist es sonst zu erklären, daß Gläser voller Bier auf dem Tisch stehen.

72. Um die Jahrhundertwende ist in Bramstedt bereits ein reges Vereinsleben in den Annalen festzustellen. Das Bild zeigt den 1893 gegründeten Radfahrverein. Manch Gesicht ist auf diesem Bild wiederzuentdecken, das man auch auf Fotos anderer Vereine finden kann. Die Chronik weiß zu berichten, daß der damalige Bürgermeister Freudenthal ein Förderer mehrerer Vereinsgründungen gewesen ist. So ist es nicht verwunderlich, daß Freudenthals Name in vielen Vereinsunterlagen zu entdekken ist.

tur Erin.D~ an das ßramstedler SäogerffS! am

73. Auf eine Geschichte von mehr als 125 Jahren können die Bramstedter Sänger zurückblicken; und schon immer waren es die Sängerfeste, die besonderen Anlaß zum Feiern und zur Freude boten. Die obige Aufnahme entstand zum Sängerfest 1889, als der Gesangsverein noch das - im Rückblick gesehen - jugendliche Alter von knapp dreißig Jahren hatte. In der Gruppe links sitzend ist als dritter von links Gottlieb Freudenthal zu erkennen, und manch anderer Bramstedter wird seinen Großvater oder Urgroßvater auf diesem Foto entdecken können.

74. Die gute alte Zeit hatte auch unter den sogenannten einfachen Leuten stadtbekannte Personen, wie es heute für sich vielleicht nur der Bürgermeister und die Herren Kommunalpolitiker in Anspruch nehmen können. Das Foto hier zeigt 'Mudder Steckmest', die als Brotfrau im ganzen Ort bekannt war und sicherlich auch beliebt. So verwundert es nicht, daß diese Personen, die wir heute als Originale bezeichnen, oft liebevolle Beinamen erhielten wie z.B. 'Stuten-Trina', 'Trina mit'n Bart' oder ähnliches.

75. Zum Ausklang dieses Buches sollen zwei Aufnahmen stehen, die gleichsam die Vergangenheit Bramstedts und die Gegenwart, bzw. aus Sicht der Jahrhundertwende, die Zukunft symbolisieren. Da ist hier die Aufnahme der Bleeck-Nordseite mit den beiden alten Bauernhäusern der Familien Langhinrichs (links) und vormals Fuhlendorf (rechts). Zwei Namen, die wir in der Bramstedter Geschichte seit dem späten Mittelalter finden, und von denen besonders der letztere noch heute alljährlich bei den Feiern der Fleckensgilde zur Befreiung des Fleckens Bramstedt im Jahre 1685 Erwähnung findet.

76. Ja, und dieses Bild zeigt die damalige Zukunft - die heutige Gegenwart - Bad Bramstedts: das 1929/30 erbaute neue Kurhaus. Das Kur- und Erholungswesen steht heute als einer der Eckpfeiler der Wirtschaft Bad Bramstedts. Und so kann denn zum Abschluß dieses Buches mit Fug und Recht behauptet werden, daß in der Zeit, als die Aufnahmen dieses Buches entstanden sind, viele Weichen für Bad Bramstedts Gegenwart und Zukunft gestellt worden sind.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Kolophon | Privacy | Haftungsausschluss | Allgemeine Geschäftsbedingungen | Lieferbedingungen | © 2009 - 2021 Europäische Bibliothek Verlag