Göttingen in alten Ansichten

Göttingen in alten Ansichten

Autor
:   Dr. Günther Meinhardt
Gemeinde
:   Göttingen
Bundesland
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0780-8
Seiten
:   144
Preis
:   EUR 19.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Göttingen in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Die Universitätsstadt Göttingen ist mit der Ansichtskarte besonders eng verbunden, denn hier wurde sie im Jahre 1870 erfunden. Die ersten handgezeichneten Exemplare fanden schnell Nachahmer. Das neue Hilfsmittel der Fotografie machte die Ansichtskarte bald zu dem, was sie heute darstellt, die Erinnerung an den Besuch eines Ortes, den Gruß aus der alten Heimat und nicht zuletzt ein wertvolles Werbemittel.

Es ist verständlich, daß die Gewerbetreibenden und vor allen Dingen der Verlag der 'Vereinigung Göttinger Papierhändler' die Aussichten, die der neue Werbeträger zu bieten schien, nutzten. Sie hatten Erfolg und man darf heute sagen, daß bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Göttingen alle Wege erprobt waren, Ansichtskarten werbend einzusetzen, weit früher als in anderen Städten.

Gleichzeitig waltete ein glücklicher Zufall In Göttingen wurde 1861 Ernst Honig geboren, der Bäcker-

meister und Besitzer einer der größten Feinbäckereien seiner Heimatstadt wurde. Uber fünfundzwanzig Jahre gehörte er dem kommunalen Parlament als Bürgervorsteher an. Seine Liebe galt der Malerei, er zeichnete zeitlebens gern, besaß aber auch eine schriftstellerische Ader, die ihn befähigte, Bücher im heimatlichen Dialekt zu verfassen, die bis heute einen großen Leserkreis haben.

Fast bis zu seinem 1930 erfolgten Tode sammelte Honig und trug, was ihm natürlich unbewußt blieb, alles zusammen, was vor 1914 in Göttingen an Ansichtskarten aus den verschiedensten Anlässen erschien. Damit hinterließ er eine Dokumentation von eigenartigem Reiz, die Geschichte der Ansichtskarte als Zeuge der Entwicklung ihres Entstehungsortes und als Werbemittel seiner Gewerbebetriebe.

Dem Verfasser dieses Buches gelang es, im Jahre 1962 den älteren vor 1914 zusammengetragenen Teil der

Göttinger Ansichtskartensammlung Honigs zu erwerben. Er ergänzte einige fehlende Stücke. Gern kommt er dem Wunsche nach, diesen noch nie veröffentlichten Teil der Honig'schen Sammlung den Heimatfreunden zugänglich zu machen.

Die Motive der Göttinger Ansichtskarten sind in vielen Fällen bis heute die gleichen geblieben. Die Idylle der geruhsamen alten Zeit sind dagegen unwiederbringlich verloren. Viele alte Bauten machten Hochhäusern Platz, kein Droschkenpferd benötigt mehr am Marktplatz Tränkwasser und der Obststand auf dem Fahrdamm einer Straßenkreuzung würde binnen Minuten einen Verkehrsunfall zur Folge haben. Wir können auch nicht mehr so harmlos und unbeschwert Feste feiern und das fröhliche Studentenleben hat der verzweifelten Anstrengung, gute Examensnoten zu erarbeiten, weichen müssen.

Die Karten zeigen ein Bild des alten Göttingens, das

längst versunken ist, aber in den Herzen und Träumen seiner Bürger weiterlebt.

INHALTSVERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN

Historische Ansichten Rathaus und Marktplatz Straßen der Innenstadt Gang um die Wälle

Ausbau der Stadt 1880-1930 Erste Luftaufnahmen Werbe-Ansichtskarten Karten auf Feste Ausflugsziele Hainberganlagen

Am Rande des Stadtkreises

1 - 6 7 - 11 12 - 44 45 - 65 66 - 100

101 - 102 103 - 114 115-122 123 - 125 126 - 137 138 - 140

1. Vor einhundertfünfzig Jahren hatte Göttingen rund 9 000 Einwohner, die sich größtenteils als Handwerker und Ackerbürger ernährten. Die Bebauung hatte die Grenzen der Wallanlagen kaum überschritten. Der auf dem Bild sichtbare Jäger steht auf der heutigen Merkelstraße.

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Alt-Göttingen.

IJi. Bibliothek.

2. Die Georg-August-Universität genoß damals bereits Weltruf und ihr Bibliotheksgebäude beherbergte eine der größten Büchersammlungen Deutschlands.

3. Von der Anatomie reichte der Bliek über die jetzige Goethe-Allee bis zu dem damals noch kahlen, als Viehweide genutzten Hainberg.

4. In einem Winkel des Wilhelmsplatzes entstand 1834 ein Theater, das mit einem Konzert Paganinis eröffnet wurde.

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Alt-Görtingen.

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5. Einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt nach der Eröffnung der Eisenbahnlinie Göttingen-Hannover am 31. Juli 1854.

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6. Die Stadt wuchs, blieb aber so eng begrenzt, daß 1910 ein thüringischer Verlag einen Stadtplan in Postkartenform herausbrachte, der den Anforderungen völlig genügte.

7. Das 1369 erbaute Rathaus gehört zu den ältesten Deutschlands.

Göltingen Rathaus

Göttingen.

Rathaushalle.

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8. Mit der Ausmalung der Rathaushalle wurde Professor Schaper beauftragt, der bereits an der Ausgestaltung der Kaiserpfalz in Goslar mitgewirkt hatte.

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