Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2

Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Heinrich Fischer
Gemeinde
:   Neuenkirchen
Bundesland
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5799-5
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Neuenkirchen in alten Ansichten Band 2'

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39. Die Aufnahme zeigt eine Mädchenklasse. Damals waren Mädchen und Knaben streng nach Geschlechtern getrennt. Die Einschulung der abgebildeten Klasse erfolgte im Jahre 1926 in der Feldhofschule. Ab das fünften Volksschuljahr besuchten die Mädchen die sogenannte Mädchenschule bei Heuerrnanns . U nterrichtet wurden sie von den Klassenlehrerinnen Frau Romahn und Frau Brüggemann. Zum Klassenfoto hatten sich viele Madehen sonntäglich angezogen und trugen Lederschuhe. An den Werktagen benutzten sie hauptsächlich Holzschuhe. Das Foto entstand im Jahre 1930 vor dem Haupteingang der Feldhofschule.

40. Nachdem im Jahre 1845 der 'Deutsche Borromäusverein' in Bonn gegründet worden war, kam es in unserer Gemeinde 1851 bereits zu einer Gründung. Ziel und Zweck des Vereins: Kampf gegen die Flut der verderblichen Literatur durch die Verbreitung guter Bücher. Inzwischen hat sich der Name der Bücherei mehrfachgeändert. Über 'Katholische Pfarrbücherei' , 'Volks- und Jugendbücherei' heißt die Bücherei heute 'Katholische Öffentliche Bücherei'. Das Foto zeigt uns die Mitarbeiter aus dem Jahre 1932. Es sind, von links nach rechts: Josef Rohling, Johanna Lüttmann, Änne Sasse , Kar! Base, Ferdi Roß, Antonia Klumps, Vikar Maiboom, Franz Hüweler und Johanna Ebbing.

41. Auf diesem Foto ist ein Teilabschnitt der Straße Pastorskamp, in Höhe des Feuerwehrhauses, abgebildet. Die Aufnahme zeigt im Vordergrund das Haus Rohling (Bosling). Albert Rohling starb irn Alter von 86 Jahren am 5. März 1834 und wurde noch Bosling genannt. Sein Sohn Johann Heinrich Rohling war Uhrmacher. Er reparierte im Jahre 1845 die Kirchturmuhr. Der Enkel verkaufte das Haus und übernahm dafür in Metelen einen landwirtschaftlichen Besitz. In diesem Haus ist auch Prof. Pater Dr. Oswald Rohling geboren. Links ist das Haus Pastorskamp Nr. 1 zu erkennen, das früher von der Familie Wand bewohnt war. Wand war Mitinhaber der Firma Bullermann & Wand, die von 1896 bis 1899 die heutige Pfarrkirche erbaute.

42. Weil das alte Gerätehaus an der Bahnhofstraße viel zu klein und reparaturbedürftig war, beschloß die Gemeindevertretung im Pastorskamp ein neues Gerätehaus errichten zu lassen. Der Rohbau war im Jahre 1927 fertiggestellt. Die Übergabe erfolgte in feierlicher Form ein Jahr später. Ab 1935 wurde mit der Urnstellung auf Motorfahrzeuge begonnen. Man konnte deshalb auf die Gestellung der Pferdegespanne verzichten. 1938 mußte das Gerätehaus durch einen Anbau erweitert werden. Auf Grund weiterer Modernisierungen und Vergrößerung des Fahrzeugparks entsprach das Gerätehaus nicht mehr den Ansprüchen. Daraufhin stellte die Gemeinde der Feuerwehr die alte Knabenschule nach einem entsprechenden Umbau zur Verfügung. Das bisherige Gerätehaus wurde zu Dienstwohnungen umgebaut. Unser Foto zeigt das alte Feuerwehrhaus.

43. Im Jahre 1769 erhielten die Eingesessenen von Neuenkirchen die Erlaubnis eine Windmühle zu erbauen. Die Äbtissin von Langenhorst war schließlich damit einverstanden, weil die Bürger sich bereit erklärten, jährlich einen bestirnrnten Betrag für entgangene Mahlgebühren zu zahlen. Die Verpachtung der Gemeindewindmühle erfolgte in der Regel für zwölf Jahre. Im Laufe der Zeit fielen immer wieder größere Reparaturen an. 1909 ließ der Pächter Lödding eine elektrische Kraftanlage einbauen. Ab 1929 ruhte der Mühlenbetrieb. Danach verfiel die Mühle immer mehr. Um den totalen Verfall zu verhindern und den Stumpf zu erhalten, ist 1937 eine Renovierung vorgenommen worden und zwar so, daß der Mühlenstumpf wie ein Wehrturm wirkte. Als dann 1968 der Friedhof vergrößert werden mußte und der Bau einer Leichenhalle erforderlich wurde, konnte keine Lösung unter Einbeziehung des Stumpfes gefunden werden. Der Turm mußte weichen.

44. Im Jahre 1927 wurde durch Vikar Maiboom der Jugendverein Neuenkirchen gegründet. Dieser Verein befaßte sich hauptsächlich mit der religiösen Weiterbildung. Liederabende, Wanderungen usw, ergänzten das Bildungsprogramrn. Mitglieder waren hauptsächlich junge Männer, die sich nicht dem Gesellenverein angeschlossen hatten. Eine lange Lebensdauer hatte dieser Verein jedoch nicht. Durch die späteren Gründungen der 'Sturmschar' und der 'Jungschar' , sowie des DJK Sportvereins meldeten sich immer mehr Mitglieder ab, so daß der Verein schließlich aufgelöst werden mußte. Auf dem Foto in der Mitte unten erkennen wir den damaligen Präses, Josef Maiboom.

45. Ein Bliek in die Emsdettener Straße vom alten Markt aus gesehen. Das Foto wird vor der Jahrhundertwende entstanden sein. Auf der linken Seite befinden sich die alten Häuser von Steingröver/Rohling (heute Hagemann). Die nachfolgenden Gebäude sind nicht genau zu erkennen, weil die Häuserfronten zum Teil zurückspringen. Rechts steht das zweistöckigc Haus Veltmann (Hubert Steinsträter). Es folgt die Vorderfront des Hauses Kreienschulte. Vor 1813 befand sich hier der Sitz der Firma Schmitz, Cruse & Comp., die einen lebhaften Handel mit Holland betrieb. Daran schließt sich die Vorderfront eines Hauses an, das später von Steingröver/Rohling als Garage benutzt wurde. Dann folgt die Besitzung Laubuhr. Vor 1821 existierte hier die Firma B. Hermann Rohling&Comp., die Großhandel mit Leinengewebe in Holland betrieb und bis 1845 eine Fabrik für gemischtes Wollen- und Leinenzeug unterhielt.

46. Ursprünglich befand sich in diesem Haus am Kirchplatz eine Schmiede, die von Joseph Schwarte betrieben wurde. Seine Enkelin Maria Anna Elisabeth heiratete den Schuster Gerhard Kershen; nach dessen Tod den Schuster Bernhard Schütte aus Vennhaus. Das Foto zeigt das Haus vom Kirchplatz aus in Richtung Emsdettener Straße. In dem sich links anschließenden Gebäude wohnte vor 1813 die Familie Bernhard Hermann Rohling. 1847 beantragte die Firma Hermann Ve1tman den Abriß und stattdessen die Errichtung eines einstöckigen Fabrikgebäudes. 1862 war hier die Tabakfabrik Friedrich Terbrüggen & Comp. untergebracht. 1895 bat der Schmiedemeister August Brügge um die Genehmigung zur Einrichtung einer Schmiede. Nach Aufgabe der Werkstatt erfolgte wiederum ein Umbau. 1937 zog hier die Kreissparkasse ein. 1970wurden die Räume aufgegeben und es folgte eine weitere Umgestaltung. Heute befindet sich in dem Haus ein Textilgeschäft.

47. Das Haus Wiegbold 42, nachher Wiegbold 181, heute Emsdettener Straße 14, gehörte ursprünglich Gerd Keuhs. Nach seinem Tod ist die Witwe, Theresia Keuhs, nach Holland ausgewandert. Dann übernahm der Kaufmann Bernhard Heinrich Zur!oh, geboren am 20. Oktober 1793 das Haus, der ebenfalls noch im vorigen Jahrhundert nach Holland auswanderte. Neuer Eigentümer wurde dann der 1825 in Wettringen geborene Johann Kaulingfrecks. Kaulingfrecks war Böttcher und Faßbinder. Heute befindet sich in dem umgebauten Gebäude der Friseursalon Kar! Labbi.

48. Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus der Häuserreihe an der Emsdettener Straße. Links ist das Haus Klumps, früher August Ross, zu erkennen. Das Gebäude wurde vor einigen Jahren abgerissen. Heute befindet sich dort ein Parkplatz. 1817 stand an dieser Stelle ein Armenhaus. Weiter sind die Häuser August Herbring (1817: Gerhard Herbring), Gerhard Höltker (1817: Wwe. Zurloh, 1895: Wwe. Lücke), und Fritz Brunster (1817: Wwe. Jan Alb. Rohling, 1895: Bernh, Lau) zu erkennen. Auch hier kragen bei den ersten beiden Häusern die Giebel einige Zentimeter vor.

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