Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2

Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2

Autor
:   Stadtverwaltung Ronneburg
Gemeinde
:   Ronneburg (Thüringen)
Bundesland
:   Thüringen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6593-8
Seiten
:   80
Preis
:   EUR 16.95 inkl. MwSt. *

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Auszüge aus dem Buch 'Ronneburg (Thüringen) in alten Ansichten Band 2'

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39 Ein architektonisches Schmuckstück war und ist das Haus Markt 20. Richard Zieschank war Besitzer einer Buchdruckerei und Papierhandlung in diesem Gebäude, aber auch andere Artikel wie 'Cigarren und Cigaretten' gab es im Angebot. Die Aufnahme entstand in den zwanziger oder Anfang der dreißiger Iahre, genau konnte dies nicht festgestellt werden. Fritz Eitel, ein Fotokunstgeschäft aus Bad Elster, fertigte diese alte Postkarte an. Etwas verwunderlich, da ja die Buchdruckerei Zieschank selbst sehr viele Karten herstellte.

40 Der Altstadtkern Ronneburgs stellt sich von Osten nach Westen majestätisch dar. Von der 'Kastanienallee' kommend, steht

rechts, im einst malerischen Umfeld, das 'Schûtzenhaus' . Es war Vereinslokal des Ronneburger Schützenvereins, aber zu-

gleich auch eine Art 'Bürgersaal' für öffentliche Veranstaltungen. So sprach im Saalam5.Juni 1869August Bebel zu Ronneburger

Arbeitern. Der Vorplatz des Lokals und der Platz an der benachbarten Reithalle dienten den Volksfesten der Stadt.

41 'Gàrtnerei Schellenberg' in Ronneburg - für viele Blumen- und Pflanzenliebhaber sowie Hobbygärtner ein Begriff. Dieses Foto entstand etwa um 1 91 2 und zeigt das Wohnund Geschäftshaus der Familie Schellen berg in der Altenburger Straße 60. Am 2. September 1884 gründete Otto Schellenberg, der Großvater des letzten Besitzers Friedrich Schellenberg, das Geschäft. So wurde die Gärtnerei in drei Generationen der Familie geführt. Die 11 Ojährige Tradition des Gartenbaubetriebes endete am 30. Juni

1 995. In heutiger Zeit wurden vom neuen Besitzer die Gewächshäuser und Nebengebäude abgerissen sowie das Wohnhaus umgebaut.

42 Die Ronneburger Baugenossenschaft GmbH gründete sich am 16. Oktober 1924 beimAmtsgericht Ronneburg; unter der Registernummer 29 kann man den Eintrag finden. Die Gründungsmitglieder der Baugenossenschaft Ronneburg GmbH mußten 300 Reichsmark Genossenschaftsanteile und 1 00 Reichsmark an Eigenleistung in die Genossenschaft einzahlen. Viel Geld damals für einfache Arbeiter undAngestellte, ratenweise wurden die Anteile eingezahlt. 1926 begann dann die Bautätigkeit. Zuerst wurden sechs Wohnungen in der Bismarckstraße 23-25, der heutigen Robert -Schumann -Straße, gebaut. 1 92 8 konnten

diese Wohnungen bezogen werden. Von den Wiesen am Beerwalder Weg aus gesehen, sieht man auf dieser Postkarte die Häuser der Ronneburger Baugenossenschaft frei stehen.

Die Bebauung der Beerwalder Wiesen erfolgte etwa zwanzig Iahre später durch die Bergarbeitersiedlung.

43 Am damaligen Stadtrand gelegen, die Scheunen in der Zeitzer Straße. Sie dienten den landwirtschaftlichen Betrieben,

die ihre Höfe inmitten der Stadt hatten, als Lagerbzw. Zwischenlagerstätten. Durch die Veränderungen in der landwirtschaftlichen Produktion, die Bildung der Genossenschaften, wurden die Scheunen nicht mehr in dem Maße benötigt. Im Zuge der Stadtentwicklung und Bebauung verschwanden diese Scheunen nach und nach aus dem Stadtbild. Diese Aufnahme zeigt die Scheune, die von der evangelischen Kirchgemeinde zum 'Christophorushaus' im Iahr 1963 ausgebaut wurde.

44 'Der Altenburger Hof' Ecke Bergkellergasse / Gera er Straße / Mühlenstraße war eine der vielen Gaststätten, die es in den früheren Iahren in Ronneburg gab. Diese Aufnahme entstand im Iahr 1921. Das Haus hat sich im Laufe der Jahrzehnte nicht wesentlich verändert. Den Zugang und die Fensterfront im Parterre zur Geraer Straße gibt es heute nicht mehr. Der Volksmund nannte das Gasthaus auch 'Spitzhacke'. Leider ist es in unseren Tagen nicht bewohnt und ungenutzt. Es bleibt nur zu hoffen, daß das schöne große Haus in unserer Stadt wieder einer entsprechenden Nutzung zugeführt wird.

45 Der Name 'Bergkellergasse' ist nicht sehr alt. Er tauchte um 1750 auf, nach dem man vorher seit etwa 1720 von den dortigen Häusern sagte, daß sie bei den Bergkellern stehen. Zwischen 1650 bis etwa 1750 ist die heutige Bergkellergasse entstanden. Vorher lagen dort große Gärten, die wohlhabenden Bürgern der Stadt gehörten. Die Bergkeller selber dienten in früheren Zeiten als 'Kûhlschrank und Lagerstätte' für Bier und Lebensmittel, aber auch als Zufluchtsort der Menschen in Kriegszeiten. Die 'Schellzehn', die auf dem Bild zu sehen ist, gehört heute mit zu der Bergkellergasse.

46 Die 'Schellzehn' , eine heute noch geläufige volkstümliche Bezeichnung für einen Teil der Bergkellergasse. Die Anzahl der Häuser auf der 'Schellzehri' veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Zeitweise waren es elf Häuser, dann auch wieder zehn Gebäude. Das Mehrfamilienhaus, Baujahr

182 1 , liegt in der Flur 2, Ronneburg, Flurstück 553/ 1 und umfaßt eine Gesamtgröße von 481 m-. Das Haus ist seit 1907 in Familienbesitz der vierten Generation der Familien Sandig, Naundorf, Bräunlich und Rollwitz, die uns auch dankenswerterweise dieses Foto zur Verfügung

stellte. In unseren Tagen wurde es zum modernen Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Es entstand im Parterrebereich ein moderner Schönheitssalon mit Friseur, Kosmetik und vielemmehr.

47 Die 'Cigarrenfabrik CE.R. Sachse' in der Wiesenstraße 11 steht heute nicht mehr, es ist nur noch eine Baulücke zu sehen. In der ersten Hälfte des Iahres 1992 brannte das alte Haus ab. Die Zigarrenfabrik wurde im Iahr 1873 gegründet. Der damalige lnhaber hieß Carl-ErnstRobert Sachse. Am 15. Juli 1 92 5 wurde die Firma von WaHy Sachse übernommen. Dies geht aus dem Gewerberegister der Stadt Ronneburg hervor. Sicher war die Zigarrenfabrikation in früheren Zeiten ein lohnendes Geschäft. 1947 wurde die Firma durch den Rat des Kreises Gera geschlossen.

Ronneburg, S.-A., den .

48 Einen Blick über den Baderteich aus dem Iahr 1928 in südliche Richtung zeigt uns diese Aufnahme. Die Ansicht findet man relativ selten auf alten Post-

karten. Der Baderteichdamm mit seiner kleinen Häuserzeile ist trotz der davorstehenden Kugelweiden gut zu erkennen. Fast in der Bildmitte das Eck-

haus Hotel 'Zum Schwan' setzt sich auf diesem Foto als größtes Gebäude gut in Szene. Links vom Hotel aus gesehen kann man den Weg zum Bahnhofnur er-

ahnen. Im Bildhintergrund sind Teile der Friedrichshaide zu sehen.

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