Breisach am Rhein in alten Ansichten

Breisach am Rhein in alten Ansichten

Author
:   Gebhard Klein
Municipality
:   Breisach am Rhein
Province
:   Baden-Württemberg
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2823-0
Pages
:   80
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Breisach am Rhein in alten Ansichten'

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39. Treidelnde Schiffsleute auf dern Rhein bei Breisach. Die Tuschzeichnung von Emil Lugo aus dem Jahre 1889 zeigt Breisach von der elsässischen Rheinseite aus, Im Vordergrund ziehen Schiffsleute auf einem am Ufer entlangftihrenden Weg, dem Leinpfad oder Treidelweg, an einer Leine einen beladenen Lastkahn gegen die Strömung.

40. Rheinschiffahrt. Als erstes Dampfschiff befuhr 1832 der Maindampfer 'Stadt Frankfurt' den Oberrhein von Mannheim bis Basel. Die Konkurrenz der Eisenbahn und die Schwierigkeiten des Wasserweges brachten den Schiffsverkehr mit Raddampfern um die Mitte des letzten Jahrhunderts zum Erliegen. Erst zu Beginn dieses Jalirhunderts wurde die Schiffahrt auf dem Oberrhein bis Basel wieder aufgenommen, und als durch die Rheinregulierung eine tiefe und feste Fahrrinne geschaffen war, nahm sie eine stetige Aufwärtsentwicklung. So schrieb im Apri11913 die Freiburger Zeitung, daß die Rauchbelästigung der Rheindampfer einen derartigen Umfang angenommen habe, daß die landschaftliche Schönheit des Rheintals beeinträchtigt werde und die Anlieger erhebliche wirtschaftliche Schäden erleiden.

41. Die Rheinbrücke in Breisach ist erstmals im Jahre 1283 schriftlich erwähnt. Durch die starke Strömung des Rheins war sie mehrfach beschadigt, in Kriegen zerstört und immer wieder aufgebaut. Im Frieden von Ryswick mußte sie 1697 abgebrochen werden. Erst 1845 entstand anstelle einer Fähre eine fliegende Brücke, deren Mitte für die Schiffahrt offen war und als Fähre betrieben wurde. Am 8. Mai wurde sie mit großen Feierlichkeiten unter den Klängen der Musik und Geschützsalven eröffnet und für Einheimische und Fremde freigegeben. Zum Gervasiusfest kamen mehr als 7 000 Elsasser über die Brücke nach Breisach. 1865 wurde sie durch eine feste Brücke ersetzt, ein Brückenteil konnte geöffnet werden, um Schiffe durchzulassen.

Brei ach mit Rheinbad.

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42. Das Rheinstrombad in Breisach war eines der ersten Strombäder Oberbadens. 1872 hat die Bahnverwaltung Badekarten zum halben Preis für die Hin- und Rückfahrt von Freiburg nach Breisach ausgegeben, die zur Benutzung des Rheinbades berechtigten. 1890 wurde die Badeanstalt neuerstellt, sie war bereits die dritte. Zahlreich kamen die Besucher über viele Jahrzehnte mit dem Zug, mit Omnibussen, mit dem Auto und mit Fahrrädern. Mehrfach wurde das bewegliche Badhaus zwischen Eisenbahnbrücke und Schwanenrain verlegt. 1927 wurde die Badeanstalt zu einem neuzeitlichen Schwimmbad erweitert. Als in den dreißiger Jahren in der Umgebung von Freiburg zahlreiche Freibäder eröffnet wurden, hat der Besuch des Breisacher Rheinstrombades merklich abgenommen.

43. Wassersport auf dem Rhein. Die vielgestaltige Rheinlandschaft bei Breisach vor dem Bau des Rheinseitenkanals mit dem reißenden Strom bis zu den idyllisch gelegenen seeartigen Altwassern eignete sich besonders für alle Arten des Wassersports. Die Wassersportzunft Freiburg-Breisach hat mit großzügiger Förderung durch die Stadt Breisach im Bootshaus ein Sportzentrum geschaffen, sie hat unter Mitwirkung der Breisacher Bevölkerung Wassersportfeste veranstaltet, sie hat Schaurudem und Regatten durchgeführt und ein reges wassersportliches Leben entfaltet. Die Aufnahme zeigt den Rheinhafen, rechts arn Bildrand ist das Pegelhäuschen zu sehen.

Dóerrf)einifclje ~Qrtóoot<Regatta 1928

Zeppelia's Luftschiff über Hrvisaeh.

44. Die Aufnahme zeigt Zeppelins Luftschiff Mode1l4 über Breisach am 4. August 1908 auf der Zwanzigstundenfahrt von Friedrichshafen über Basel, Mainz nach Stuttgart-Echterdingen. Es stürzte brennend am 5. August in Echterdingen ab, Das Luftschiff wurde vom damaligen Leiter der Militärbrieftaubenstation in der Kettengasse, Willmar Hager, fotografiert. Es war die erste fotografische Aufnahme eines in Fahrt befindlichen Luftschiffes. Graf Zeppelin hat ihm später für die Aufnahme schriftlich gedankt.

45. Bliek vom Münsterberg über die Unterstadt mit dem Marktplatz zum Eekartsberg hin anfangs der zwanziger Jahre. In der Bildmitte ist das Spital mit der Spitalkirche zu sehen, am rechten Bildrand die damalige Realschule. Sie wurde Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört, nach dem Wiederaufbau und der Erweiterung als Martin-Schongauer-Gymnasium weitergeführt.

46. Einweihung des Gefallenendenkmals auf dem Eckartsberg. Am 8. September 1929 wurde auf dem Eekartsberg das Gefallenendenkmal des Kurmärkischen Dragoner-Regiments Nr. 14, das vor dem Ersten Weltkrieg in Colmar gelegen hatte, eingeweiht. Jährlich kamen bis zu tausend Angehörige des Regiments zu einem Kameradschaftstreffen nach Breisach und gaben in ihren eigenartigen traditienellen Uniformen dem Stadtbild ein besonderes Gepräge.

47. Gasthof zum Rheinbad. Als Benedikt Herbst im Jahre 1838 den Gasthof zum Rheinbad am Fuß des Eckartsberges erbaute, erhoffte er sich wirtschaftliche Erfolge durch die aufkommende Schiffahrt auf dem Rhein, Seine Hoffnungen jedoch erfüllten sich nicht, und er mußte den Gaststättenbetrieb wieder einstellen. 1864 erwarb Privatdozent Freiherr von Schätzler das Anwesen. Im gleichen Jahr eröffnete Priester Andreas Leuthner eine Privat-Lehr- und Erziehungsanstalt. 1870 wurde ein Erzbischöfliches Knabenseminar eingerichtet. Als Folge des Kulturkampfes in Baden mußten 1874 Schule und Internat geschlossen werden. 1875 eröffnete die Stadt eine Höhere Bürgerschule und erwarb 1877 das Gebäude. Es wurde im Februar 1945 durch Brandbomben zerstört, 1956 wurde die Schule am selben Platz als Gymnasium wieder aufgebaut.

48. Einjährigenprüfung 1906. Die Stadt Breisach hat im ehemaligen Gebäude des aufgehobenen Erzbischöflichen Knabenseminars im September 1875 die Höhere Bürgerschule eröffnet. Nach der Jahrhundertwende stieg besonders die Schülerzahl aus Breisach, Ihringen und dem Elsaß stark an, Der Anteil der jüdischen Schüler betrug zeitweise annähernd 50 Prozent. Im Jahre 1905 hat die Ständekammer in Karlsruhe den Ausbau zur sechsklassigen Schule genehmigt. Im Schuljahr 1905/06 besuchten sechs Schiller die Klasse Untersekunda. Sie legten am 23. Juli 1906 die Einjährigenprüfung ab. Zur Schlußkneipe hat der Einjährige Otto Angst aus Burkheim die Karte gezeichnet.

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