Freital in alten Ansichten Band 1

Freital in alten Ansichten Band 1

Author
:   Siegfried Huth
Municipality
:   Freital
Province
:   Sachsen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5521-2
Pages
:   112
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Freital in alten Ansichten Band 1'

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BERGWERK

Wel81gerstraße

FREIT AL-DÖHLEN

49. Vom Kirschberg über die Taistraße hinweg schauen wir zu den Bergmannshäusern an der Weißiger Straße. Das 'Bergwerk' ist der Carolaschaft der Königlichen Steinkohlenwerke (später AG Sächsische Werke); er wurde 1872 abgeteuft, Teufe 414,8 m. Links vom Schornstein das Treibehaus von Schacht 1, rechts der Förderturm von Schacht 2 sowie Halde mit Haldenbahn. Nach dem Zweiten Weltkrieg 'Paul-Berndt-Grube' genannt, sind hier 1959 die letzten Steinkoh!en auf Freitaler Stadtterritorium gefördert worden.

50. Haldenlandschaft am Wettingrund. Der früher zwischen der Hüttenstraße und Unterweißig verlaufende Wettingrund war ein beliebtes Ausflugsziel. Als 'Schindergraben' wurde der Weg zwischen dem Gußstahlwerk und dem Wald ursprünglich bezeichnet. Der Döhlener Förster Garten nannte den Weg durch den Wald Wettingrund, wonach später der gesamte Weg Wettingrundweg hieß. Als 'Hüttengrundweg' wurde er nach Anlegung der Wismut-Schlammteiche bald weitgehend unpassierbar.

6russ aus der Walderholungss/älfe im Wetfingrunde bei Deuben

51. Die Walderholungsstätte wurde 1909 eröffnet. Kurzzeitig auch als Lazarett genutzt, war es ab 1921 als Baumann-Waisenheim eine Unterkunftstätte für elternlose Kinder. In dieser Zeit war Pate und Betreuer der Stadtverordnete Hermann Henker, der der jungen Stadt den Namen 'Freital' gegeben hatte. Nach 1945 noch Altersheim, ist es dann bei Anlage der Wismut-Schlammteiche verschüttet worden.

52. Eine Saaldekoration in Krilles Gasthof. vordem als Angermannscher Gasthof bekannt. Der Ballsaai wurde 1881 übergeben. Überliefert ist auch, daß der Gasthof zu Döhlen sicher alt ist: '1634 am 20. September brannte die Schänke im Orte nieder'; 1874 fiel das Gasthaus abermals einem Brand zum Opfer. Der Saal ist auch oft für Versammlungen und Vorträge genutzt worden. Ab 1948 war daselbst die 'Filmschau Döhlen' eingerichtet; später diente er nur noch als Lager.

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53. Das Gasthaus 'Krug zum grünen Kranze' in Döhlen unterhalb der Vereinigung von Weißiger und Taistraße. Ein Gasthaus gleichen Namens hatte ab 1889 an der SchachtstraßelEcke Dresdner Straße existiert; dieses Gebäude, 1923 von der Stadt erworben, wurde als 'Steuerhaus' bekannt. Der neue Krug besteht seit 1891, zuerst unter den Wirten Ackert und Förster, später mit Richard und Walter Langbein.

7Jöhlen I.

Çesammfansicht

54. Die Hauptstraße (später Willi-Schneider-Straße) mit dem Bliek zur Döhlener Kirche und dem Carolaschacht (links oben). Der Bahnübergang mit Schranke ist noch ebenerdig. Die Bahnunterführung dürfte um 1905 mit der Hochlegung der Gleisanlagen entstanden sein. Parallel zum Bahngleis verlief früher eine Kohlenbahn rnit pferdegezogenen Hunten vom Döhlener Kunstschacht zur Kohlenwäsche. Rechts vorn entstand darm 1928 das von Dipl.-Ing. Zschucke entworfene Postamt Freital-I.

Plauenscher Grund (Döhlen-Potschappel)

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55. Restgebäude des ehemaligen Döhlener Kunstschachtes an der Nordstraße. Dahinter Häuser an der Bachstraße, die Porzellanfabrik und die PotschappIer Kirche. Der von 1807 bis 1883 existierende Kunstschacht hatte eine Teufe von 190,8 m; er diente unter anderem zur Wasserhebung. 15zöllige Kunstsätze von 8 m Länge hoben einander das Wasser zu; über ein Feldgestänge wurden sie von einem 425 m entfernten Kunstrad nahe der Roten Mühle angetrieben. An Stelle des Schachtes erbaute S.G. Cohnfeld 1887/88 eine Xylolithfabrik (Steinholz), ab 1891 als Sening und Comp. bekannt.

Plouensdier titund

Glas-Fabrik !l.-G, Iriedr. Siemens

J. :t-
J. 'I,
i; 56. Dresdner Straße mit der Glasfabrik von Siemens, links die Knielingsche Tonwarenfabrik, 1829 von Kaufmann Günther gegründet, Im vorderen Gebäude entstand 1926 das Lichspie!theater 'Capita!'. Die Glasfabrik geht auf die Gründung der 'Friedrichshütte' von Th.A. Roscher (1820) zurück. Bis 1862 im Besitz der 'Sächsischen Glashüttengesellschaft' , pachtete sie 1864 der Besitzer des Potschappier Glashüttenwerkes, Kar! Zeche!. 1871 erfolgte der Kauf durch Friedrich Siemens.

57. Die Weißeritz unterhalb der Brücke Burgker Straße. Links der Weg zum Osterbusch, damals noch nicht mit Bäumen bewachsen. Rechts der Ufermauer das Gelände der früheren Chernischen Fabrik. Vom gleichen Standpunkt aus ist diese Sicht auf das Glaswerk durch die Wohnungsneubauten der dreißiger Jahre an Grenzstraße, Deubener und Dresdner Straße sowie der Straße zum Busbahnhof nicht mehr möglich.

Pkiuensdier Grund

Stidtstsdïe 6ufJslah/fabrik

58. Das größte Freitaler Werk, die Sächsische Gußstahlfabrik , in Richtung Deuben abgebildet. Es wurde 1855 als 'Sächsische Gußstahlfabrik bei Dresden von Nesselrode, Steude & Co.' gegründet. Anfang 1857 hat man den ersten Stahl geschmolzen. 1891 waren hier etwa sechshundert Arbeiter beschäftigt. Später zum Flick-Konzern gehörend, ist es nach Ende des Zweiten Weltkrieges demontiert worden. Die Anlage dehnte sich nach dem Wiederaufbau von der Schachtstraße (Vakuumstahlwerk) in Döhlen bis nach Hainsberg aus und hatte zuletzt als Edelstahlwerk fünftausend Beschäftigte.

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