Glauchau in alten Ansichten

Glauchau in alten Ansichten

Author
:   Werner Haueisen
Municipality
:   Glauchau
Province
:   Sachsen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5224-2
Pages
:   96
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Glauchau in alten Ansichten'

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27. Parallel zur Leipziger Straße verläuft die Fischergasse, die frühere Kasinostraße. Diese Straße wurde von kleinen Bürgerhäusern eingesäumt. Im Mittelpunkt auf der rechten Seite im Bild, das Meisterhaus. Die Weberinnung ließ dieses Haus im Stil des Klassizismus erbauen und konnte am 21. Oktober 1825 einziehen. Das stattliche Haus zeugte von der Blüte des Weberhandwerks. Vom Garten des Meisterhauses besaß man einen schönen Überblick über die Glauchauer Unterstadt, den Wehrdigt.

28. Es war irn September 1930, wo über den Dächern der Fabriken und Häuser des Wehrdigts der Zeppelin seine Bahn zog, ein nicht alltägliches Bild für die Bevölkerung von Glauchau.

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29. Über die Brüderstraßc, die ehemalige Bäckengasse, gelangen wir auf dem Marktplatz. So bot sich das Stadtbild um 1910 dem Auge an.

30. Seit dem Jahre 1891 bis zum Jahre 1918 stand im Mittelpunkt des Marktplatzes das Kaiser-WilhelmDenkmal. Im Bild der Empfang von König Friedrich-August Ill. von Sachsen. Alle hochgcstellten Herren der Stadt waren zum Empfang erschienen, im Mittelpunkt die Ehrenjungfrauen. Die Abordnungen der Vereine, der Innungen sowie die Bevölkerung umrahmten diesen Empfang. Selbst für die Schülerinnen der Höheren Mädchenschule wurde der Unterricht unterbrochen, damit sie dem hohen Gastzujubeln konnten.

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31. Vor dem Rathaus wurde auf dem Markt am 12. September 1915 der 'Eiserne Wehrmann' aufgestellt. Der Gründer war der Verkehrsverein. Durch Spertden von 50 Pfennig und mehr wurden Nägel eingeschlagen bzw. kleine Metalltafeln befestigt. Nach dem Krieg erfolgte die Umsetzung des Wehrmanns in die Gedächtnishalle des Bismarcktutmes. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wurde 1918 abgerissen und eingeschmolzen, um Kanonen für den Krieg herzustellen.

32. Schon seit dern 16. Jahrhundert war der Glauchauer Marktplatz Mittelpunkt der Händler, nicht nur zu den drcimal im Jahr stattfindenden Jahrmärkten, sondern auch zu den Wochenmärkten, die mittwochs und samstags stattfanden. Die Bauern und Händler karnen von den benachbarten Ortschaften und boten ihre Waren an.

33. Immer wieder bereiten die unterirdischen Gänge der Stadt Glauchau große Sorgen, so wie hier an der Einmündung der Marktstraße, der ehemaligen Oberstraße , in den Marktplatz. Am 14. Mai 1911 drohte das Haus Nr. 1 einzufallen, es mußte gestützt werden.

34. Verlassen wir den Marktplatz über die Rathausstraße, um auf den Schloßplatz zu gelangen. Brauen, Mälzen sowie der Bierverkauf waren schon im Mittelalter in Glauchau ein vorherrschender Gewerbezweig. Wenn auch in den nachfolgenden Jahrzehnten das Braugewerbe stark zurückging, so entstanden in der Stadt doch viele Schankstätten, unter anderem auch hinter dem Rathaus, etwa 1900, der 'BurgkelIer'.

35. Am 20. Juni 1926 feierte die Glauchauer Schützengesellschaft ihr 375jähriges Bestehen. Dieser Jubiläumstag wurde mit einem großen Festumzug begangen. In 85 Gruppen mit 45 Festwagen wurde die Vergangenheit bis zur Gegenwart in Bildern gezeigt. Alle Vereine und Innungen betelligten sich, Die Bürger der Stadt säumten dicht bei dicht die Straßen. Mitglieder der Innung der Friseure biegen gerade mit ihrem Festwagen in die Rathausstraße ein.

36. Im 16. Jahrhundert wurden nachweisbar in den Städten und den Fürstenhäusern Schützenfeste durchgeführt. Wenn auch zuerst mit der Armbrust geschossen wurde, so konnten nach dem Aufkommen der Feuerwaffe, die Glauchauer Schützen Ende des 16. Jahrhunderts mit der 'Büchse' schießen! Der alte Schießstand befand sich bis 1849 in der Gegend der Wehrdigtschule. Im Juni 1872 konnte die Schützengesellschaft ein neues Schießhaus mit Freihandschießstand einweihen. Es gehörte zum Vereinsleben, jedes Jahr den Schützenkönig zu ermitteln. So wurde im Jahre 1927/28 der Prokurist der Aktienbrauerei Zwickau-Glauchau, Herr Willy Hartig, als Schützenkönig gefeiert. Im Bild die Kutsche, die den Schützenkönig höchst persönlich zur Festveranstaltung bringt.

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