Glauchau in alten Ansichten

Glauchau in alten Ansichten

Author
:   Werner Haueisen
Municipality
:   Glauchau
Province
:   Sachsen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5224-2
Pages
:   96
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Glauchau in alten Ansichten'

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47. Am Lehngrund wurde im Jahre 1868 diese Schule, die Lehngrundschule, als Armenschule gebaut. Durch die örtliche Schulgesetzgebung erfolgte die Umwandlung der allgemeinen Schulen in Volksschulen. Auch diese Armenschule wurde aufgelöst und zur ersten Bezirksschule ernannt.

48. Gegenüber der Lehngrundschule wurde am 9. Oktober 1887 die Turnhalle eingeweiht. Damit hatte auch der 1886 gegründete Turnerbund eine eigene Übungsstätte. Im Turnerbund hatten sich die drei in den vorhergehenden Jahren bestehenden Turnvereine zusammengeschlossen. Neben den Turn-, Spiel-, Schwimm- und Wintersportabteilungen bestand auch seit 1902 die Turnriege Jahn. Im Bild sehen wir den Vorturner Herrn Hermann Albert und die Mitglieder der Turnriege, die Herren (von links) Willi Etzold, Fritz Starke und Max Wittig. Der zweite von rechts in der Riege ist Alfred Kleindienst.

49. Von der Turnerstraße zweigt die Schlachthofstraße ab, sie führt in Richtung Schlachthof. Zur Verbesserung des Glauchauer Feuerlöschwesens konnte 1928 von der Freiwilligen Feuerwehr das Feuerwehrhaus eingeweiht werden. Im Bild das Gebäude auf der linken Seite, Im gleichen Gebäude befand sich eln Geschäft, wo man Pianos sowie andere musikalische Artikel kaufen konnte. Nachdem 1846 in Glauchau die Pflichtfeuerwehr und dann 1863 die Freiwillige Feuerwehr gegründet worden ist, erfolgte 1864 in Glauchau die Gründung des Landesverbandes sächsischer Feuerwehren.

50. Der Mannschaftswagen des ersten Automobillöschzuges von 1926 verläßt das 1928 übernommene Gerätehaus in der Schlachthofstraße. Zu dieser Zeit trug die Freiwillige Feuerwehr noch ihre weißen Uniformjacken. In diesem Gerätehaus waren der 1. und der 11. Gerätezug untergebracht.

51. Ständige Übungen schaffen die Voraussetzung, im Ernstfall schnell und richtig zu reagieren. 1929 hatte ein Alarm die Gerätezüge zu einer Großübung auf den Glauchauer Marktplatz gerufen.

52. Wandern wir den Burgerpark aufwärts, so wird auf der rechten Seite das Bürgerheim sichtbar. In dieses Bürgerheim konnten sich alte würdige Stadtbürger für 1 000 bis 2 000 Mark ein Zimmer für ihren Lebensabend erkaufen.

53. In der Glauchauer Oberstadt an der Heinrichstraße, einer Nebenstraße von der Turnerstraße, war nach der Formierung von drei Löschzügen der Feuerwehr, im Jahre 1899 das Gerätehaus des damaligen I. Löschzuges am Königsplatz. Mitglieder dieses Löschzuges haben sich vor dem Restaurant Königsburg dem Fotografen gestellt. Das Gerätehaus des Feuerlöschzuges der Oberstadt wurde dann später aufgelöst und der Löschzug mit seinen Gerätschaften von der Kommandostelle im Feuerwehrhaus der Schlachthofstraße übernommen.

54. Nicht weit ist der Weg zum Chemnitzer Platz. Ein Platz mit vielen Geschäften. Gleich, ob es die Tabakwarengeschäfte von Bößneck oder Albert betraf, das Strumpfgeschäft Fuchs, das Schreibwarengeschäft von Schönlebe, die Fleischerei Hitschold, das Lebensmittelgeschäft, das Geschäft für Schokoladen- und Zuckerwaren, das Nähmaschinengeschäft, das Korbwarengeschäft und anderes mehr - es war ein Einkaufsviertel der Oberstadt.

55. Auch eine Gaststätte durfte natürlich auf dem Chemnitzer Platz nicht fehlen. Gern gingen die Bürgcr, besonders zum Frühschoppen, in die 'Reichshalle', dem Eckgebäude am Chemnitzer Platz.

56. An der Ecke , wo sich die Gaststätte 'Reichshalle' befindet, beginnt die Lichtensteiner Straße. 1861 wurde der Konsumverein Iür Glauchau und Umgebung gegründet, und erst am 24. Mai 1888 war es nach vielen Bemühungen gelungen, in der Lichtensteiner Straße Nr. 9 ein eigenes Grundstück zu erwerben. Im Hof dieses Grundstückes erfolgte die Warenverteilung. In den Räumen rechts der Toreinfahrt richtete man das Konsumrestaurant ein. Ab 1. Juli 1889 wurde dann auch in dem Geschäft links neben der Toreinfahrt der offene Tagesverkauf eingeführt. Die Popularität dieser Verkaufsstelle führte zur Neugründung weiterer Geschäfte, so z. B. 1891 in der Lindenstraße und 1893 in der Lerchenstraße .

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