Glauchau in alten Ansichten

Glauchau in alten Ansichten

Author
:   Werner Haueisen
Municipality
:   Glauchau
Province
:   Sachsen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5224-2
Pages
:   96
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

Delivery time: 2 - 3 working days ((subject too). The illustrated cover may differ.

   


Fragments from the book 'Glauchau in alten Ansichten'

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

57. Trotz der stürmischen Entwicklung in der Industrie, dem Entstehen der Textilbetriebe, hörte man in den Stuben der Bürgerhäuser an unseren Straßen, z.B. der Pestalozzistraße, der Weberstraße, der Georgenstraße, der Sidonienstraße und der Lerchenstraße, das 'zickl de zackl' der Handweber. die in Heimarbeit mit den Familienangehörigen in ihren finsteren Stuben ihren kärglichen Lohn verdienen mußten. Die Handweberei ging um die Jahrhundertwende immer weiter zurück. In den zwanziger Jahren waren die Handweber meist noch als Musterweber für die Großbetriebe tätig, wie auch Herr Dostmann mit seiner Frau auf diesem Bild.

58. Lenken wir unsere Schritte weiter außerhalb der Stadt, wird von weitem schon der höchste Punkt sichtbar. Es ist der am 2. September 1910 eingeweihte Bismarckturm. Mit seiner Höhe von 46 m ist es eine Kornbination von Wasser- und Aussichtsturm. Parterre ist eine Gedächtnishalle eingerichtet. In den drei Stockwerken darüber befanden sich die Wohnräume des Turmwartes und die Räume der Jugendherberge. Nach oben schließt sich das 12 m hohe und etwa 180 Kubikmeter fassende Wasserbassin an. Über diesem Trinkwasserbehälter folgt die sogenannte Laterne, die von einer Aussiehtsgalerie umgeben wird. Mittels einer Wendeltreppe gelangte man auf das Plateau der Laterne. Von hier aus konnte man eine schöne Aussicht genießen, bei klarem Wetter in Richtung des Muldentales bis zum Rochlitzer Berg.

59. Die im Erdgeschoß des Bismarckturmes befindliche Gedächtnishalle wurde den im ersten Weltkrieg gefallenen Bürgern geweiht. In der Mitte des Raumes ein Steinsarkophag und an den Wänden sind Gedenktafeln mit der namentlichen Aufstellung der Gefallenen. An der Stirnseite eingearbeitete Buntglasfenster. in den Nischen schwere von vorn nicht sichtbare Sitzbänke und von der Bevölkerung ständig erneuerte Blumengebinde sowie von Vereinen zum Gedenken abgelegte Kränze gaben dieser Halle einen feierlichen Charakter. Außerdem wurde der 1915 auf dem Marktplatz aufgestellte Wehrmann in diese Halle umgesetzt.

Gas hau zum Forst a s bei Glauchau am Ro.mpfwald

60. Setzen wir vom Bismarckturm aus unsere Wanderung fort. Auf dem Erzgebirgsweg gelangen wir zum Rümpfwald. Dabei vergessen wir nicht, an Lichtungen den Bliek in das schöne Lungwitztal zu richten. Am Waldrand erreichen wir das Ausflugslokal Gasthaus 'Zur Rümpf", Die Gaststube und der Garten luden zur beschaulichen Rast ein. Im Jahre 1928 wurde in unmittelbarer Nähe das Forsthaus gebaut. Seitdem heißt es im Volksmund: 'Wir gehen ins Forsthaus.'

61. Nicht allzuweit entfernt vom Forsthaus im Rümpfwald befand sich das von der Stadt eingerichtete Kinderwalderholungsheim. Hier war es den Arbeiterkindern möglich, sich bei Spiel, Sport und Wanderungen zu erholen.

62. Wandern wir ein Stück durch die 'Rümpfe, vorbei am König-Georg-Stift. Als Genesungsheim in der Stille des Waldes. bot es schon um 1900 für die Patienten gute Erholung.

63. Wanderwege durch den Rümpfwald führen uns unter anderem nach Voigtlaide. Hier ist es möglich nach dieser Wanderung eine Rast einzulegen. Dieses Ausflugslokal bot dazu die beste Gelegenheit. Bei schönem Wetter konnte man sich im schattigen Garten ausruhen, wobei die Kinder sich an Schaukel, Reitschule, oder Seilbahn die Zeit vertreiben konnten. Am Wochenende war auch für Tanzlustige Gelegenheit im Saal bei flotter Musik das Tanzbein zu senwingen.

64. Wir haben im Gasthof Voigtlaide wieder frische Kraft geschöpft und benutzen den Weg durch das Rothenbachtal, um wieder in die Stadt zu gelangen. Dabei führt uns der Weg vorbei an der Weinwiese, wo man irn Jahre 1701 bei Volksfesten begonnen hat, auf Scheiben zu schießen, nachdem man bisher immer den hölzernen Vogel als Ziel benutzte. Aus der Weinwiese entstand spater das Albertstal, benannt nach dem Vornamen des Grafen Albert Christian Ernst von Schönburg, der im Jahr 1766 einen Teil der Weinwiese unentgeldlich an Bürger abgegeben hal.

65. Glauchaus über 250 Jahre alte Tanzgaststätte, die in ihrem Bestehen ein auf und ab erlebt hat. Im Jahre 1915 wurde sie von Herrn Theodor Seifert übernommen. In den nachfolgenden Jahren etablierte sich diese Gaststätte zu einem beliebten Tanz- und Ausflugslokal der Bevölkerung, nicht nur der Stadt Glauchau, sondern der ganzen Umgebung bis nach Zwiekau.

66. In ruhiger Lage wurde im Jahre 1914 dieses neue Krankenhaus errichtet, umgeben von einer schönen Gartenanlage, ein klar gegliedertes Gebäude mit der verdeckten Auffahrt am stattlichen Mittelbau.

<<  |  <  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colophon | Privacy | Disclaimer | Delivery terms | © 2009 - 2019 Publisher European library,