Glauchau in alten Ansichten

Glauchau in alten Ansichten

Author
:   Werner Haueisen
Municipality
:   Glauchau
Province
:   Sachsen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5224-2
Pages
:   96
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Glauchau in alten Ansichten'

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67. Ebenfalls 1914 entstand in der Feldstraße diese für ein Kommando der Sächsischen Landespolizei vorgesehene Kaserne. Da diese Kaserne nach dem ersten Weltkrieg nicht für diese Zwecke genutzt wurde, konnte die im Jahre 1905 als erste Verbands-Fachschule gegründete Deutsche Dachdeckerschule in das leerstehende Gebäude der Kaserne umziehen. Vom Gründungsjahr an befand sich die Dachdekkerschule als Abteilung in der nach dem ersten Weltkrieg in 'Vereinigte Technische Schulen und Handelsschule' umbenannten 'Höheren Webschule' am SchiJIerpark.

68. Durch den Umzug der Deutschen Dachdeckerschule in das Kasernengebäude standen dieser Schule nicht nur genügend Zimmer für den Unterricht zur Verfügung, sondern auch die ehemalige Reithalle zur Aufstellung von großen Dachmodellen, damit die Schüler unter Aufsicht der Dachdeckermeister bei natürlichen Bedingungen Versuche anstellen konnten. Auch Meisterprüfungen wurden an diesen Modellen abgenommen.

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69. Wir sind wieder in der Glauchauer Oberstadt angelangt und stehen im Hof des Wettinstiftes. Durch Stiftungen, die anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums von König Albert von Sachsen und seines 70. Geburtstages, von den Städten und Gemeinden des Bezirkes der Amtshauptmannschaft Glauchau sowie des Gesarnthauses Schönburg erfolgten, konnte dieses Haus gebaut werden. Am 7. März 1899 war die feierliche Einweihung. Es wurde als zweites Rettungshaus für schwer erziehbare oder gefährdete Kinder bzw. für verwahrloste Kinder im schulpflichtigen Alter von der Inneren Mission übernommen. Durch einen geregelten Tagesablauf, durch Liebe und Ernst auf christlicher Grundlage, sollten die Kinder wieder an Ordnung, Sauberkeit und Einordnung in die Familiengerneinschaft gewöhnt werden.

70. Unweit davon am Goetheweg befand sich das Gehrenbecksche Grundstück. Hier wurde Anfang des Jahres 1916 eine Kriegsküche in Betrieb genommen, die schon im September gleichen Jahres erweitert werden mußte. Auf diese Weise erhielten die Farnilien von Kriegsteilnehmern eine Unterstützung.

71. Durch die in der Stadt geschaffenen Grün- und Gartenanlagen taucht seit dem Jahre 1914 für Glauchau der Beiname 'Gartenstadt' auf. So eine Parkanlage befindet sich neben dem Gehrenbeckschen Grundstück, das 'Rosarium'. Es war eine Farbenpracht, wenn die Rosenbeete in voller Blüte standen und immer ein Anziehungspunkt der Glauchauer Bürger und auch unserer Gaste. Besonders dann, wenn im Sommer das Rosariurnsfest durchgeführt wurde, zogen musikalische Darbietungen im Musikpavillon, aber auch die Schaubuden auf der Anlage oberhalb des Rosariums die Besucher an.

72. An der Stelle. wo die Talstraße in Richtung Leipziger Platz führt, stand auf der rechten Seite im Bild ein kleines Häuschen mit einem Spielwarenladen, im Volksmund bekannt unter dem Namen 'Puppen Schubert'.

73. Auf dem Fußsteig an der Talstraße wurde es bei der Einmündung in den Leipziger Platz sehr eng. In einern kleinen Bürgerhaus befand sich das Zweiggeschäft von Otto Trömel, Mit seinem Angebot an Kaffee. Kakao, Tee, Zucker, Schokolade und feineren Kolonialwaren befriedigte er die Ansprüche seiner Kundschaft. Die Firma Otto Trörnel bot den Bürgern auch frische Heidel- und Preiselbeeren an und arbeitete in ihrer Kaffee-Großrösterei nach dem von ihm entwiekelten Patent- Röstverfahren.

74. Wir befinden uns an einem Knotenpunkt in der Unterstadt, dem Leipziger Platz. Rechter Hand das Restaurant 'Stadt Dresden' und auf der linken Seite, an der Einmündung der Mühlgrabenstraße , das Geschäft von Max Esche: ein Laden, der Kolonialwaren, Drogen, Farben, Wein, Rum und Tabakwaren führte.

75. Im Jahre 1927 waren viele Bürger unserer Stadt auf den Schützenplatz geeilt, denn sie wollten den Aufstieg eines Ballons miterleben .

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76. Die König-Albert-Brücke, auch Niedere Muldenbrücke genannt, überspannt die Zwickauer Mulde und gibt den Weg frei in Richtung Auestraße. Um 1900 wurden hier an dieser Brücke noch Brückenzollgebühren eingenommen. Die Höhe der Gebühren konnte man an einer an diesern Zollgebäude angebrachten Holztafel ablesen.

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