Korbach in alten Ansichten Band 2

Korbach in alten Ansichten Band 2

Author
:   Wilhelm Hellwig
Municipality
:   Korbach
Province
:   Hessen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0792-1
Pages
:   80
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Korbach in alten Ansichten Band 2'

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29. Hier sehen wir in das Amtszimrner des Stadtinspektors Carl Scheele, der von 1903 bis 1930 im Amt war. Sein Nachfolger wurde dann Christian Meyer. Carl Scheele war der Bürovorsteher. Zu seiner Zeit amtierten die Burgermeister Albert Steinrück (1904-1915), Hermann Pasie (1916), Ernst Wolff (1917-1922), Edmund Meinecke (1922-1927) und DI. Paul Zimmermann (ab 1927). Von seinen drei Söhnen war sein Sohn Walter ebenfalls in der Stadtverwaltung tätig (1923-1969). Neben Carl Scheele steht der Polizeidiener Heinrich Stephan. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Räume der Stadtverwaltung in das ehemalige Waldeck'sche Haus Lengefelder Straße 16 verlegt, bis 1930 das Rathaus wieder bezogen werden konnte.

30. Wir blieken von der Lengefelder Straße aus zum Rathaus. Am linken Bildrand steht das Haus der Familie Kohlberg, die es 1924 von den Erben des Uhrmachermeisters Nelle kaufte. Bis 1935 betrieb in diesem Hause der Friseurmeister Willi Sälzer sein Geschäft. Das Nachbarhaus Brack wurde bereits im Band 1 beschrieben. Auf der rechten Seite steht noch die alte rotblühende Kastanie, die nach dem Zweiten Weltkriege gefällt werden mußte. Das ehemalige Haus Wilke engt die Straße sehr ein. Die Stadt machte deshalb von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und will durch das Haus hindurch eine Passage bauen. Das Haus soll auf jeden Fall erhalten bleiben und restauriert werden. Über das Gasthaus 'Zur Krone' wird auf der folgenden Seite berichtet.

31. Das Gasthaus 'Zur KIOne' in der Lengefelder Straße gehört zu den schönsten Fachwerkhäusern Korbachs. Die im Laufe der Jahre erforderlichen Urnbauten haben die schöne Giebelfront nicht verändert. Erbauerin des Hauses war 1671 die Witwe des Pfarrers Ditmar Scriba. Das alte Haus war 1664 dem großen Stadtbrand zum Opfer gefallen. Wie aus der Balkeninschrift zu entnehrnen, hatte es ihr Mann erst 1661 erbauen lassen. Seit 1847 ist das Gebäude im Besitz der Familie Schumacher, die jetzt in der fünften Generation hier die Gastwirtschaft betreibt. Aber schon die Vorbesitzer Schädla, Götte, Appel und Hartwig waren Gastwirte.

32. Der Bliek vorn Kiliansturm zeigt das Rathaus noch in seinem alten Zustand - also vor 1930. Die Bebauung endet mit den Häusern am Ascher. Dahinter erstreckt sich die Korbacher Hochebene bis zum Homberg hin. Sie wird durchschnitten von der heutigen Briloner Landstraße. Von dieser Seite ist der nach Westen geneigte Turmhelm der Nikolaikirche gut zu erkennen. Vor der Kirche liegt der ehemalige von Hanxleden'sche Gutshof. Im Vordergrund rechts blieken wir auf die Rückseite des Weitzenkorn'schen Hauses (früher Steinrück, jetzt Konze). Das große Wirtschaftsgebäude vorn in der Mitte ist 1970 abgerissen worden und gehörte zum Hofmann'schen Haus auf der Stechbahn.

33. Dieses Bild wurde vom Nikolaiturm aufgenommen und zeigt das 1930 umgebaute Rathaus und seine Umgebung vor dem 1970 begonnen Erweiterungsbau, Vor dem Rathausturm stehen noch die Häuser der Gebrüder Mosheim. Hinter dem Treppengiebel des Rathauses sieht man das 1885 von dem Kaufmann Carl Vesper erbaute Haus, das 1908 der Metzgermeister Hofmann kaufte. Bis zum Abbruch im Jahre 1970 waren Metzgereien in diesem Hause. Auch die zu diesem Hause gehörenden Wirtschaftsgebäude wurden abgerissen und ebenso das schöne Fachwerkhaus in der Rathausgasse, das Starnrnhaus der aus Grebenstein stammenden Familie Saake.

34. Vom Nikolaiturm blieken wir auf das Stadtviertel zwischen Aseher und Lengefelder Straße. Im Vordergrund liegt rechts das Anwesen der Familien Waldeck-Leiß. Dazu gehörte auch die große Scheune, die 1955 der Glasermeister Hartwig kaufte und ausbaute. Der kleine Pavillon in Lebachs Garten mußte leider dem Ausbau der Oberstraße weichen. Vor den Tannen im Totenhagen steht die kleine Kirche, die 1885 die Evangelisch-Lutherische Gemeinde erbaute. Pfarrer waren: Carl Eichhorn (1867-1890), Heinrich Hübner (1890-1936) und Herbert Otto (1936-1978). Vor der Kirche sieht man das große Fachwerkhaus Brauberg 6, das nur auf diesem Bild zu erkennen ist, Es wurde 1778 'auf dem Ölberg' erbaut und gehörte seit 1892 dem Oberpostschaffner Karl Brand. Von 1920 bis 1978 war es im Besitz der Familie Prager.

35. Rechts neben der Nikolaikirche steht das Wohnhaus des von Hanxleden'schen Hofes. Nach der Aussiedlung des Hofes im Jahre 1960 erwarb die Stadt das Grundstück, um hier das Bürgerhaus zu errichten. Obwohl zuerst an einen Umbau des alten Wohnhauses gedacht war, erwies sich der Bestand als so schlecht, daß 1967/1968 ein Neubau nach den Plänen von DipJ. Ing. Georg Spratte errichtet wurde. Die einst vor dem Hause gelegene Scheune wurde 1957 abgebrochen, um hier Parkplätze zu schaffen. Zwischen dem Fachwerkhaus der Familie Waldeck-Leiß und dem von Hanxleden'schen Hof steht das Haus des Kaufmanns Ernst Mogk, dessen Nachkommen es 1968 an den Anstreichermeister Wilhelm Schneider verkauften, der es zu einem Geschäftshaus ausbaute.

36. Wir blieken vom Hanxleden'schen Haus in die 1928 ausgebaute Hagenstraße mit dem im selben Jahr erbauten Amtsgericht und Eichamt. Im Vordergrund steht das Gasthans Volke mit dem Anbau von 1908. Schon 1878 wurde in diesem Hause eine Gastwirtschaft von der Familie Sude betrieben, die 1902 der Gastwirt Ludwig Saake übernahm. An einem Sonntagnachmittag des Jahres 1907 brach in dem Haus ein Feuer aus. Die Korbacher feierten ein Sommerfest in der Marke, und die Feuerwehr kam erst spät zum Einsatz. So brannte etwa die Hälfte des Anwesens ab. Der Gastwirt Johannes Volke kaufte 1910 das Haus und nannte seine Gaststätte 'Zur Stadt Korbach', Über den Gasträumen lag ein großer Saal. Von 1942 bis 1958 gehörte das Haus dem Kreis Waldeek. Dann erwarb es die Stadt Korbach und richtete hier das lugendheim ein.

37. Zum Anschluß Waldecks an Preußen wurde 1928 das Amtsgerichtsgebäude mit Gefängnis errichtet und die Straße durch den Hagen ausgebaut, Zwischen dem hier sichtbaren Stadtmauerturm und dem Wollweberturm lag der 'Obere Herrenhof', ein Stadtschloß der Grafen von Waldeck. Das Fachwerkhaus des Buchbindermeisters Bangert trägt am Türpfosten die Jahreszahl 1694. Bis 1889 befand sich in diesem Haus die Post, und von 1889 bis 1902 wurde hier die 'Corbacher Zeitung' von Wilhelm Bing gedruckt. Das angrenzende Steinhaus ist ursprünglich ein gotisches Lagerhans. Es wurde 1932 zu Wohnzwecken ausgebaut, Die Mauer zur Hagenstraße ist ein Teil der Urnfassungsrnauer des Oberen Herrenhofes. Der Rundturm wurde vor einigen Jahren etwas aufgestockt,

38. Zu den ersten Häusern, die vor den Toren der Stadt lagen, zählte dieses 1857 errichtete Wohnhaus am Nordwall, das dort stand, wo 1961 die Kreissparkasse erbaut wurde. Es gehörte dem Obergenehtskanzlist Heinrich Siebert aus Arelsen, der es 1861 an den Landbriefträger Carl Fisseler verkaufte. Von diesera erbte es 1903 seine Tochter, die mit dem Schlossermeister Carl Schuhmacher verheiratet war. Im Jahre 1915 brannte das Haus ab. Beim Wiederaufbau verzichtete man auf das schöne Mansardendach. Von dem Sohn Carl kaufte es 1939 der Kreis Waldeck und richtete darin Dienstwohnungen ein. Im Jahre 1956 erwarb die Kreissparkasse das Grundstück und ließ 1960 das Haus abreißen.

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