Korbach in alten Ansichten Band 2

Korbach in alten Ansichten Band 2

Author
:   Wilhelm Hellwig
Municipality
:   Korbach
Province
:   Hessen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0792-1
Pages
:   80
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Korbach in alten Ansichten Band 2'

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69. Diese Luftaufnahme aus den dreißiger Jahren zeigt den Stadtpark in seiner ganzen Ausdehnung. Im Jahre 1927 begann die Stadt mit der An1age, und in den folgenden Jahren konnte der Park bis zur Strohter Straße hin erweitert werden. Die Pläne des Stadtbaumeisters Schleicher wurden von Gartenbaumeister Stier, Kassel, ergänzt. Als Abschluß wurde 1936 eine Terrasse mit Pergola errichtet. Der zwanzig mal dreißig Meter große Schwanenteich war auch als Feuerlöschteich geplant. Inzwischen wurde die Anlage mehrfach umgestaltet. So errichtete man 1965 für die Patenstadt Pyritz im Park einen Brunnen. In den Jahren 1975/1976 wurde die Kreuzung Heerstraße-Strotherstraße ausgebaut. Dadurch ging ein Teil der Anlage verloren und die Pergola mußte versetzt werden.

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Neue Schulstrasse.

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70. Als 1903/1904 die Schulstraße gebaut wurde, mußte sehr zum Leidwesen vieler Korbacher der doppelte Stadtmauerring durchbrochen werden. Das Wohnhaus am rechten Bildrand erbaute 1906 der Schreinermeister Carl Schleicher, der es 1909 an den Rechtsanwalt und Notar Gustav Heinemann (1868-1953) verkaufte. Sein Schwiegersohn, DL Holzapfel, ließ 1954 das Haus umbauen und vergrößern. Der Schießhagen ist hier noch durch einen Zaun abgeschlossen, hinter dem sich bis zum Bau der Freilichtbühne (im Jahre 1938) ein städtischer Obstgarten befand. Das an der Stadtmauer gelegene Haus des Schreinermeisters Schmalz beherbergte von 1851 bis 1904 die Bürgerschule und seit 1878 auch die Höhere Töchterschule.

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71. Am 10. November 1904 konnte die Stadt endlich das neue Schulgebäude vor dem Enser Tor einweihen. In diesem Gebäude wurde auch die 1878 von der Stadt übernommene Höhere Töchterschule untergebracht. Aus dieser entwickelte sich 1939 die Städtische Mittelschule. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude 1947/1948 der Lehrerausbildung. Im Jahre 1950 wurde die Mittelschule in eine Realschule umgewandelt. Da die Räume schon bald nicht mehr ausreichten, mußte 1958/1959 ein Anbau errichtet und der Altbau modernisiert werden. Im Jahre 1977 bezog die Sonderschule die ehemalige Bürgerschule. Das Bild zeigt außerdem noch die 1978 gefällte alte Gerichtslinde.

72. Der durch die Gründung der Gummifabrik entstandene Bevölkerungszuwachs machte schon bald den Bau einer weiteren Schule erforderlich. Sie wurde 1912/1913 nach den Plänen des Architekten Wilhelm Opfermann in der Nähe der alten Schule erbaut. Die Schule konnte im Dezember 1913 von zunächst sechs Klassen bezogen werden. Eine Einweihungsfeier gab es nicht. Unser Bild zeigt eine Aufnahme von 1914. Im Kellergeschoß rechts neben dem Haupteingang wohnte der Hausmeister Stefan, dem später sein Sohn Ludwig im Amt folgte. Von 1923 ab war Karl Roß hier Hausmeister. Rektoren an den beiden Bürgerschulen waren: Georg Schierholz (bis 1920), Christian Graf (bis 1923), Karl Grimm (bis 1933) und Konrad Gradaus (bis 1945).

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73. Dieses Bild wurde 1904 von Sally Markoff gemalt. Es zeigt den Steintisch, der bis etwa 1930 am Ende der 'Allee' stand. Dieser achteckige Tisch ist aber eigentlich die Plattform des ehemaligen Prangers, der einst auf dem Marktplatz stand und nun auch wieder dort steht. Er wurde nach dem Vorbild des noch erhaltenen Prangers von Obermarsberg restauriert. Ein Halseisen des Korbacher Prangers befand sich bis dahin noch an der Hauswand des Gasthauses 'Zur Waage'. Hiermit wurden die kleinen Spitzbuben auf dem Pranger angekettet und zur Schau gestellt. Noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts soll eine Frau dort angeprangert worden sein, weil sie im Nachbargarten Erbsen gestohlen hatte.

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Corbach

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74. Für die einhundertachtunddreißig Toten Korbachs im Ersten Weltkrieg errichtete die Stadt ein Ehrenmal auf dem Waldecker Berg. Es wurde am 9. August 1925 eingeweiht, Die Ansprache hielt Pfarrer Gottheis. Der Entwurf für das Denkmal stammte von Dipl, Ing. Schleicher, die Steinmetzarbeiten führte der Bildhauer Karl Müller aus. Als im gleichen Jahr in Korbach das Verbandsfest der Kriegervereine und das 50jährige Bestehen des Korbacher Kriegervereins gefeiert wurden, fand hier in Gegenwart des Fürsten Friedrich eine Gedenkfeier statt. Auch heute noch wird am Volkstrauertag hier durch eine Abordnung der Stadt und der Vereine ein Kranz niedergelegt.

75. Das Dorf Dalwigk lag südlich der Stadt vor dem nach ihm benarmten Dalwigker Holz. Es wurde im Dreißigjährigen Kriege zerstört und blieb eine Wüstung. Die schon in Urkunden des Mittelalters genannte Kirche war als Ruine noch bis 1868 sichtbar. Freiherr Reinhard von Dalwigk zeichnete sie im Jahre 1836. Heute erinnert ein Gedenkstein oberhalb dieser Stelle an die Ortschaft Dalwigk. Sie war vermutlich der Stammsitz der bekannten Adelsfamilie. In Korbach wurden die Dalwigker Straße und das Dalwigker Tor nach diesem Ort benannt. In der Nähe der ehemaligen Kirche wurde ein romanischer Kruzifix gefunden von dem sich ein Abguß im Heimatmuseum befindet.

76. Das Bild zeigt das Korbacher Wasserwerk bei der ehemaligen Teichrnühle in der Nähe von Bernderf im Jahre 1935. Die Stadt erwarb 1908 diese Mühle von der Familie von Hanxleden. Eine Bohrung stieß auf eine starke Wasserader. die man 1911 in einen Brunnen faßte. Im gleichen Jahr wurde eine Pumpanlage errichtet, um das Wasser von hier in den 115 Meter höher gelegenen Hochbehälter bei Erlheim zu pumpen. Berelts 1916 mußte im Maschinenhaus eine neue Pumpe mit Dieselmotorantrieb installiert werden. Der 1903 erbaute Hochbehälter bei Erlheim wurde 1930 wesentlich erweitert und neue Rohrleitungen gelegt. Der letzte große Ausbau der Pumpstation erfolgte im Jahre 1935.

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