Nörvenich in alten Ansichten

Nörvenich in alten Ansichten

Author
:   Margret Zens
Municipality
:   Nörvenich
Province
:   Nordrhein-Westfalen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4879-5
Pages
:   80
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Nörvenich in alten Ansichten'

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9. Vor uns liegt das 1929 in der Karnevalsnacht abgebrannte Wohnhaus der Familie Paeffgen aus Oberbolheim. Es wurde im selben Jahr wiederaufgebaut. Ende der sechziger Jahre mußte das Gebäude wegen der Umsiedlung des Ortes im Zusammenhang mit dem Nato-Flughafen Nörvenich aufgegeben werden. Das ehemalige Dorf Oberbolheim wurde geräumt und abgebrochen.

Gasthans "on. w«. Th. Kuß.

Schule,

Gruss aus

Poll.

10. Die Postkarte zeigt unter anderem die ungeteerte Dorfstraße in Poll, das früher übliche Abwassersystem und alte Hausansichten. Die Menschenansammlung vor der Gastwirtschaft Kuß läßt auf einen Feiertag schließen. Es muß - gemessen an der Kleidung - ein kalter Tag gewesen sein, denn rechts im Bild steht ein Herr im Cape. Das Gasthaus Kuß - heute modernisiert - ist weiter im Familienbesitz. Das frühere Schulgebäude ist zum Teil vermietet. Ein Raum mit Nebenräumen wird als dörfliche Gemeinschaftseinrichtung genutzt. Die Kapelle ist ebenso noch erhalten.

11. In der Kapelle zu Poli steht der geschmückte Maialtar zu Ehren der Maienkönigin. Früher war es üblich, die Mutter Gottes geradezu mit Blumen und Kerzen 'zuzudecken'. Meistens wurden zum Schmuck weißblühende Hortensien bevorzugt. Auf der Fotografie fallen außerdem noch die kostbaren, gehandarbeiteten Altardeeken auf.

Kirche und Pfarrhaus in Rath

12. Die Ansichtskarte 'Kirche und Pfarrhaus in Rath' zeigt noch die Dorfpumpe und den schützenden Zaun um Kriegerdenkmal und Pastorat. Im November 1920 wurde der baufällige Turm der Kirche abgebrochen und im April 1921 erneuert. Vom 22. bis 29. Mai 1921 wurde in der Rather Kirche zum ersten Mal eine Mission abgehalten. Dazu wurde eigens ein Kreuz geweiht und - nach einer Schulfeier - in einer Prozession durch das Dorf getragen."

13. Die Ansichtskarte lenkt unseren Bliek auf den Innenraum der katholischen Pfarrkirche in Rath um 1923 vor der Modernisierung. Chorraum und Kirchenschiff sind mit religiösen Attributen und Holzschnitzarbeiten üppig dekoriert. Gut zu erkennen sind auf der Kanzelseite die heilige Mutter Anna und der heilige Nikolaus - der Pfarrpatron der Kirchengemeinde. Auf der linken Seite stehen der heilige Josefund der heilige Aloysius. Echte Spitzendecken schmücken Haupt- und Seitenaltäre.

Gruß aus Wissersheim

14. Auf der Postkarte sehen wir die Dorfstraße in Wissersheim. Verschwunden sind heute der Schuppen der Familie Durst und das Haus der Familie Bünnagel. Der Wagen vor dem ehemaligen Geschäft Platz bringt sicher neue Ware. Das Kriegerdenkmal steht noch an der ursprünglichen Stelle rechts von der Kirche. Auf dem Dorfplatz entdecken wir einen Bauern, der wahrscheinlich ein gefülltes WasserfaB zur Feldwiese fährt. Auf den abgeernteten und danach mit Klee besäten Feldern - Feldwiesen genannt ließ der Bauer die Kühe weiden.

15. Diese Ansichtskarte erinnert uns an die Außen- und Innenansicht der Pfarrkirche Sankt Martinus in Wissersheim vor 1929. Zu sehen sind der alte Kirchturm und die frühere Einfassung des Kirchengrundstückes. Das in den achtziger Jahren nach links versetzte Kriegerdenkmal steht noch rechts von der Kirche. Der Innenraum der Kirche zeigt eine reiche Holzausstattung und eine Vielzahl von religiösen Figuren. Das ehemalige Pfarrhaus, Oberstraße 5, ist in Privatbesitz übergegangen, aber in seiner grundsätzlichen Substanz noch erhalten. Vor der Pastorat steht Pfarrer Josef Görtz.

16. Im Jahre 1908 wurde in Wissersheim eine Wasserleitung verlegt. Vorher war der prachtvolle Turm des Wasserwerks nach einem Plan des Kreisbaumeisters Saynisch - Düren - gebaut worden. 'Diese Einrichtung konnte die Gemeinde Wissersheim willkommen heißen, da die bisherigen Wasserverhältnisse unzulänglich waren' .14 Seit einigen Jahren ist der Wasserturm in Privatbesitz übergegangen und neuerdings zu einem prächtigen Wohnturm umgestaltet worden.

17. Die Fotografie von der Gastwirtschaft Graf in Wissersheim stammt von 1920. Vor dem Lokal sind noch zu erkennen von rechts nach links: Josef Durst, Agnes Durst geborene Winkel, der Gastwirt Arnold Graf und der Briefträger Franz KolI, der einmal am Tag mit dem Fahrrad die Post von Nörvenich nach Wissersheim beförderte. Im Obergeschoß der Gastwirtschaft befand sich der Tanzsaal, indem sowohl getanzt als auch Theater gespielt wurde. Am Nebenhaus, das ebenfalls zur Wirtschaft gehörte, ist der Notausgang gut zu erkennen.

18. Vor dem 'Gasthaus Engelbert Veithen' in Nörvenich haben sich Gäste, Wirtin. mithelfende Familienangehörige und Kinder versammelt, um sich ablichten zu lassen. Es ist das Jahr 1912. Die Kinder tragen - ob Junge oder Mädchen - Kittelchen mit Flügelärmelchen. Sich seiner Wirkung voll bewußt, präsentiert sich der junge Mann zur Linken lässig elegant in typischer Kluft und Haltung der damaligen Zeit. Besen und Mistgabel - Attribute aus der ländlichen Arbeitswelt - verdeutlichen, daß die Gastwirtschaft neben der Landwirtschaft geführt worden ist. Im Saal über dem Tor hat die Jugend aus Nörvenich und Umgebung beim Tanzlehrer Gymnich aus Füssenich das 'Schwofen' gelernt. Heute befindet sich in dem umgebauten Haus in der Bahnhofstraße unter anderem ein Kaufhaus.

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