Nörvenich in alten Ansichten

Nörvenich in alten Ansichten

Author
:   Margret Zens
Municipality
:   Nörvenich
Province
:   Nordrhein-Westfalen
Country
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4879-5
Pages
:   80
Price
:   EUR 16.95 Including VAT *

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Fragments from the book 'Nörvenich in alten Ansichten'

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19. Die Aufnahme vor der Gastwirtschaft Wilhelm Simons in Nörvenich, Bahnhofstraße, heute Wirtschaft Geusen, muß an einem Sonn- oder Feiertag gemacht worden sein. Alle Personen sind sonntäglich gekleidet. Die Herren - in schwarzen Anzügen, weißen Hemden, mit Kopfbedeckung - wirken ernst und würdevoll. Auch die Kinder geben sich in Kleidung und Haltung wie kleine Erwachsene. Voller Stolz werden die drei Stahlrösser vorgezeigt - gewiß eine Errungenschaft in damaliger Zeit. Wie um die Jahrhundertwende üblich, reichen die Röcke der Damen bis zum Boden. Eine Dame ist 'Bibbs Annche'.

".

20. Das Haus Möhs in der Hirtstraße wie es im Jahre 1911 aussah. Die damaligen Zinnfenster mit Doppelschlägen wurden inzwischen erneuert, ebenso die Haustür, bei der das Oberlicht weggefallen ist. Zu sehen sind Frau Agnes Roggendorf geborene Möhs, mit Töchterchen Christine und die Schwesterund Tante Klara Möhs.

21. Auf diesem Bild vom Haus Möhs in Nörvenich ist die Hirtstraße im alten Zustand recht gut zu erkennen. Selbst der Kaffeebaum vor der Pastorat ist ausfindig zu machen. Seine gelb- und weißblühende Pracht ist noch vielen Nörvenichern in Erinnerung.

22. In der Mitte des Bildes sehen wir Frau Gertrud Kindgen geborene Hilden, die Mutter des ehemaligen Wissersheimer Bürgermeisters und Ortsvorstehers Johann Kindgen. Rechts stehen seine Schwestern Mariechen und Helene. Die Gruppe hat sich vor der Küsterei aufgestellt, in der die Familie Kindgen wohnte. Vater Kindgen versah neben seiner Landwirtschaft den Küsterdienst in der Wissersheimer Pfarrkirche Sankt Martinus. Die frühere Küsterei gilt heute als ältestes Haus in Wissersheim.

23. Wir sehen das Wohnhaus und die Stellmacherei Johann Kindgen - Onkel des langjährigen Bürgermeisters von Wissersheim. Von links nach rechts sehen uns an: die unverheirateten Geschwister Wilhelm, Sophie, Maria, Peter und Severin Kindgen. Wilhelm Kindgen wußte seltsame, furchterregende Geschichten vorn Werwolf und vorn 'Fuchs mit leuchtenden Augen' aus dem Bo!heimer Wald zu erzählen. Am fürchterlichsten aber war der 'Tappfoß', ein gefährliches, unbestimmtes Wesen, das seine Wohnung im hinteren Teil des Holzlagers hatte. War Wilhelm gut gelaunt, entloekte er der FJachseite eines Messers durch Mundbewegungen und pulsierende Wange melodieähnliche Töne. Das Haus in der Kanisstraße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen und ersetzt.

24. Der Schlußstein im Torbogen des Bauernhofes überstraße 17 in Wissersheim trägt die Jahreszahl 1893. Bauherr und Bauunternehmer war der Landwirt Johann Schmitz. Mehrere Häuser in Wissersheim erinnern an seinen typischen Baustil, der an den dekorativ gestalteten Fassaden ablesbar ist. Gestufte Giebelabschlüsse, Geschoß- und Fenstermarkierungen in gelblichem Klinker oder Feldbrand - seinem bevorzugtem Material - zeugen von großem handwerklichen Können. Seine Ehefrau Katharina geborene Graf, war ebenfalls eine tüchtige Frau. Sie assistierte Geheimrat Dr. Schmitz aus Lechenich und galt als Spezialistin für die Behandlung von Brandwunden. Auf dem Foto ist das Ehepaar Schmitz mit Tochter Ännchen zu sehen.

25. Das Haus mit der schönen lugendstilfassade existiert heute noch. Dagegen ist sein Name - 'a Belle' - aus dem Gedächtnis der meisten Einwohner verschwunden. Es handelt sich um das heutige Mietwohngebäude Dorfstraße 18 in Wissersheim. Vor dem Haus stehen Bauern in der typischen Arbeitskleidung der zwanziger Jahre. Da sind insbesondere die zweireihig geknöpften, hochgeschlossenen schwarzen Strickjacken, die Ledergamaschen und die Kappen, die auffallen und aus dem bäuerlichen Milieu ganz verschwunden sind.

26. Das ist die Familie Funk mit Freunden vor ihrern Bauernhaus in Poll. Es sind von links nach rechts:

Josef Funk, Mathias Kuß(?), Ursula Fischer, Helene Fischer, dahinter Joharm und Gertrud Funk, Onkel Peter im Fenster, Gertrud Kurm, Maria Oepen und Anne Funk. Die Aufnahme stammt aus der Zeit von 1925 bis 1927. Auffallend sind das schöne Holztor und die Fensterläden, die mit Eisenstangen festgestellt wurden.

27. Dies ist das Wohngebäude des landwirtschaftlichen Betriebes Josef Esser, Vater des jetzigen Besitzers Hermann Josef Esser, aus Irresheim. Die vielen kreuzsprossigen Fenster mit Fensterläden, die große Eingangstür mit kunstvoller Oberlichtdekoration im Jugendstil und die Hecke im Vordergrund geben dem Bauernhaus ein stattliches Aussehen. Auffallend sind die eleganten weißen Damenkleider und die strenge Haartracht um die Jahrhundertwende. Auch die Haltung der Personen entspricht der damaligen Vorliebe für bestimmte Posen. Lediglich die Dame im Türrahmen gibt sich etwas légèrc.

28. Die Fotografie aus den zwanziger Jahren vom Rey-Hof in Irresheim ist spannend wie eine Geschichte. Malerisch präsentiert sich das schmucke Hauptgebäude mit den Stallungen. Obwohl alle Personen für den Fotografen posieren, drängt sich dem Betrachter die Arbeitswelt des Bauern buchstäblich auf. Da sind die Pferde, teils schon angespannt und bereit, den Mist auf die Felder zu transportieren. Frauen mit 'Mängchen' warten auf ihren Einsatz bei der Kartoffelernte. Alle Kinder werden beschützend an der Hand gehalten. Die weiblichen Personen tragen Schürzen, bis auf die Herrin des Hofes, die Großmutter des heutigen Besitzers Josef Rey. Auch die beiden Jagdhunde - ein Hinweis auf das Hobby des Hausherrn - blieken würdevoll in die Kamera.

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