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Fragments from the book ''

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9 Das Kaufmann Thommelsche Haus Marktstraße 1 war bis zum Iahr 1818 das Gesellschaftshaus der adligen Patriziergesellschaft 'zum Esel'. Im Iahr 1886 kam unter der abgelösten Tünche an der Fassade ein gemalter Esel mit einer Ritterfigur zutage. Von der ehemals reichen Innenausstattung haben sich lediglich aufHolz gemalte Wappentafeln der Mitglieder und das Bild einer 1764 auf der Gesellschaft verspeisten riesigen Seeforelle erhalten.

10 Der im Iahr 1904 erfolgte Abbruch der Metzig auf dem Gespinstmarkt wurde von den Anwohnern freudig begrüßt und mit Geldspenden unterstützt. Sie war im Iahr

1625 erbaut worden. Die Fleischverkaufshalle befand sich im 19. Jahrhundert i edoch im oberen Bogen des Alten Theaters.

11 Die Kirchstraße war um die Jahrhundertwende eine feine Einkaufsadresse. Bei Carl Veyhelmann wurden Glas, Porzellan und Lampen angeboten. Der im Hintergrund hochaufragende Frauentorturm wurde in den Iahren

1747 -17 51 zum Kriminalgefängnis ausgebaut und diente von 1 837 bis zum Iahr 1892 als Oberamtsgefängnis.

12 Der allseits geachtete Schneidermeister Josef Oppold hatte sich um

1910 aufHerrengarderobe spezialisiert. Bis zum Dreißigjährigen Krieg befand sich in seinem Haus der Klosterhof der Zisterzienserinnen von Baindt. Danach diente das Gebäude als Handelshaus für die aus Corno stammende Familie BellL Der Apollo-Saal des 1 80 1 eröffneten Gasthofs zur Traube war um die Iahrhundertwende Mittelpunkt zahlreicher Maskenbälle.

13 Ansicht der Liebfrauenkirche vor der Turmrenovierung im Iahr 1907. Der 1891 begonnene Umbau der Liebfrauenkirche hat hier mit den aufgesetzten Walmdächern über dem südlichen Seitenschiff und dem Anbau einer Beichtkapelle seinen Abschluß gefunden. Das aus demjahr 1600 stammende, außen am Turm frei hängende sogenannte Zeichenglöcklein läutete bis zu seiner kriegsbedingten Ablieferung im Iahr 1917 täglich den Schülern zum Gottesdienst.

14 Blick aus dem Chor in das Langhaus der Liebfrauenkirche um 19 15. In den Iahren 1891-1910wardie gesamte Kirche von dem Stararchitekten der damaligen Kirchenbaukunst Joseph Cades im neugotischen Stil umgebaut worden. Der von dem Ravensburger Bildhauer Theodor Schnell entworfene Radleuchter und der Kreuzaltar sind heute nicht mehr erhalten. Die von den Kirchenmalern Schiller und Ostermaier gefaßte Holzdecke und die von Prof. Gebhard Fugel ausgeführte Ausmalung des Langhauses in Mosaikimitation wurden ebenfalls 1959/60 entfernt.

15 Blick von der Herrenstraße in die Kirchstraße um 19 15. Mit der Anlegung der kleinen Grünanlage an der Liebfrauenkirche wurde im Iahr 1896 auch der schalenförmige Brunnen aufgestellt. Die Restauration zum König Karl (ganz rechts) verdankt ihren Namen dem seit 1864 regierenden König Karl van Württemberg.

1 92 1 wurde das Lokal in Café Frauentor umbenannt. Die Weinwirtschaft zum Torstüble (links) wurde 1 911 von dem Bäcker Franz Lins eröffnet.

16 Die Herrenstraße hieß vor 1800 Pfaffen- oder Priestergasse, weil sich dort rund ein Drittel des gesamten Gebäudebestandes im Besitz der Kirche befand. Links schließt sich an das im Iahr 1757 erbaute Pfarrhaus der Kirchengemeinde Liebfrauen das sogenannte Kapitelhaus an, das im 14. Jahrhundert von pfarrer Berthold Griesinger als Versammlungsort für das Landkapitel gestiftet wurde. 1605 wurde das Haus vom KlosterWeingarten vergrößert und als Zufluchtsort für den Abt und seinen Konvent in Kriegsund Pestzeiten hergerichtet.

17 Die Herrenstraße um 1870. Die beiden Gebäude am linken Bildrand spielten im 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der Stadtgeschichte: in das oberste, ehemals von Furtenbachsche Haus Herrenstraße 42 zog 1835 das Oberamtsgericht ein. Das darunterliegende Gebäude Herrenstraße 40, das bis 1791 die Stadtkanzlei beherbergte, war von 1810 bis 1830 Sitz des königlich - württem bergischen Oberamts Ravensburg. In dem stattlichen Anwesen Herrenstraße 29-35 (hinter dem Fuhrwerk) befand sich im Mittelalter ein Antoniterspital.

18 Das Gasthaus zur Wacht am Rhein wurde 1843 als Schankwirtschaft eröffnet und hieß ab 1950 zum Saalbau, da der Saal im ersten Stock mit zweihundert Plätzen einer der größten Ravensburgs war. Der Wirtschaftsbetrieb endete 1971.

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