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Fragments from the book ''

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79 Der Graben am SchellenbergerTurm wurde erst im Iahr 1 8 8 1 verfüllt. 1886 erhielt das ursprünglich 'Schellenberger Straße' benannte Teilstück den Namen Wilhelmstraße.

80 In dem 1845 als Hafnerwerkstätte vor dem Ober tor erbauten Gebäude Leonhardstraße 8 war um 1900 der Steinhauerbetrieb JosefMoosbrugger beheimatet. Seine kunstvollen Grabdenkmäler waren um die Jahrhundertwende eine Sehenswürdigkeit des Ravensburger Friedhofs.

81 Seit seiner Erbauung im Iahr 1843/44 hatte das Haus an der Holbeinstraße 2 die Schankgerechtigkeit inne. Der Krämer Josef Gerstmayer erlangte dann 1867 die Speisewirtschaftsgerechtigkeit. Seinen Namen erhielt die Wirtschaft im Ölschwang im Iahr 1870, als die deutschen Truppen im DeutschFranzösischen Krieg die Festung Belfort an der burgundischen pforte einnahmen.

82 Der Benediktinerbräukeller der Brauerei Leibinger hatte seinen Namen von dem Posthalter Benedikt Birk, der die Brauerei im Iahr 1892 übernahm. Seit 18941eitet die Familie Leibinger den Betrieb, der bereits im Iahr 1862 als Brauerei existierte.

Ravl!nsburg.

83 Die Untere Papiermühle in Schornreute wurde um 1430 von den Papierern Wolfertshofer und Stengelin erbaut und brannte 1702 ab. 1853 wurde die Papiermühle stillgelegt und als Baumwollweberei weiterbetrieben. Seit 1952 stellte die Stickereifabrik Bartl hier mehr als 4 000 Spitzensorten her. Das ganze Areal mit dem 1910 erbauten Fabrikgebäude (am Schornstein) wurde 1994 abgebrochen.

84 In der Schankwirtschaft zur Frohen Aussicht in Albertshofen konnten sich Sonntagsspaziergänger mit Wein, Bier, Most und Schnaps laben. 1874 eröffnete der Rebmann Anton Lang die Schankwirtschaft, die mit einer Schankhütte und einer Kegelbahn ausgestattet war. Nachdem das gesamte Anwesen im Iahr 1903 abgebrannt war, wurde es im jetzigen Baustil wieder aufgebaut. Der Betrieb schloß 1942.

GRUSS AUS

RAVENSBURG.

85 Die Papiermühle zum 'Oberen Hammer' in der Holbeinstraße 38 wurde 1393/94 von dem Ravensburger Patrizier, FernhändIer und Bürgermeister Conrad Wirt gegründet. Über die Papiermacherdynastie Herb ging der mittelalterliche Industriebetrieb 1741 an die Handelsfamilie Kutter über. 1829 richtete die Familie Spohn eine Abwergspinnerei darin ein. 1919-1940 fertigte Hermann Spohn hier Luxusautomobile der Marke Maybach.

86 Der einstige RebleuteWeiler St. Christina wurde um 1350 vom KlosterWeißenau für die Klosterleibeigenen geschaffen, die

die ausgedehnten Weinberge zu bearbeiten hatten. Vor dem Dreißigjährigen Krieg hatte St. Christina mit doppelt soviel Gebäuden fast einhundert Einwohner. Die vermutlich van WelfVI. urn 1150 gestiftete Kirche und das 1592 neu erbaute Pfarrhaus thronen hoch über dem Schussental. Am unteren Bildrand ist ein exklusives Gartenhaus zu sehen.

87 Das 1420-1430 erbaute Rebleutehaus an der Banneggstraße 8 in St. Christina vermittelt einen Eindruck vom Aussehen des mittelalterlichen Weilers. Im Untergeschoß (geschlossene Läden) befand sich meist ein Geißenstall oder auch eine Weberdunke.

88 Der Roth- oder Banneggtorkel in der Banneggstraße 53 stürzte 1980 ein und wurde daraufhin abgetragen. Er hatte seinen

N amen von der Patrizierfamilie Roth van Schreckenstein, die hier wohl Reben besaß. Der neuzeitliche Name Sprinzentorkel rührt von dem Kaminfeger Josef Sprinz her, der den Torkel um die Jahrhundertwende besaß. 1909 wurde der Torkelbaum durch eine Mostpresse ersetzt und der Rebbau um 1914 schließlich aufgegeben. Seit 1920 dehnen sich hier Gartenanlagen aus.

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