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Fragmenten uit het boek ''

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59 Wenn jemand aufPoel von einem 'Fûer-Spien-Eck' sprach, wußte jeder, es handelt sich um die Schmiede des Meisters Ludwig Hafften in Kirchdorf Dieser Ausdruck rührte daher, weil beim Schmieden oft die Funken sprühten und die Werkstatt ein Eckgebäude war. Zu hochdeutsch würde es also sinngemäß heißen: Feuer-speiendeEcke. Die Vorväter der Hafftens stammten aus Alt Poorstorf und Ludwig betrieb das Schrniedehandwerk aufPoel bereits bis zu seinem Tode im jahre 1950 in der vierten Generation. Ursprünglich trugen die Hafftens das adelige 'vou' in ihrem Namen. Man könnte also den vierten Hafften spaßeshalber auch 'Lud-

wig den IV' nennen. Mit Ludwigs Tod endete dann auch die Tradition des Schmiedehandwerks an diesem Platz. Wir sehen hier um 1930 etwa Ludwig Hafften beim Hufbeschlag eines pferdes. Während

ein pferdeknecht die Hinterhand des Tieres hält, beschlägt der Sohn Ludwigs, Friedrich (Fiete), das Pferd. Links im Bild deutet sich das Haus des Kapitäns und Reeders Peter Steinhagen an, der unter an-

derem auch den Dampfer 'Insel Poel' führte.

60 Neben den vielen gewerbetreibenden Handwerkern auf der Insel Poel gab es natürlich auch Stellmacher. Ein Beruf, der heute bedeutungslos geworden ist. Zu Großvaters Zeiten allerdings hatte dieses Handwerk Hochkonjunktur. Denn zum Transport von Gütern benutzte man vorrangig noch pferdefuhrwerke, die vom Stellmacher gefertigt wurden. Auf diesem Foto aus dem [ahre 192 7 sehen wir Hans Tramm als Geselle bei der Anfertigung eines Rades in der Stellmacherei von Otto Metelmann, der am Brink in der heutigen Kickelbergstraße in Kirchdorf sein Gewerbe betrieb.

61 'Zur Erinnerung an meine Lehrzeit 1924.' Diese Worte schrieb Ernst Evers auf diese Postkarte, die sehr schön seinen Arbeitsplatz in der Stellmacherei von Ouo Merelmann am Brink darstellt. Es zeigt deutlich, mit welch' handwerklichem Geschick unsere Vorväter als Stellrnacher zu Werke gehen mußten, wenn man das Inventar dieser Werkstart betrachtet. Aus heutiger Sicht müssen die Handwerker wahre Künstler gewesen sein. wenn man bedenkt. daß ihnen kaum Maschinen zur Verfügung standen. Rechts im Bild erkennen wir Ernst Evers mit 17 [ahren als Lehrling.

62 Wir sehen auf dieser Karte aus dem jahre 1925 die Angestellten der Poeler Postagentur. Es sind von links August Wikken, Elisabeth Schröder, Reinhard Gössel und Wilhelm Wiebke mit vollbepackten Zustelltaschen und ihrern Karren vor dem Postgebäude in der heutigen Poststraße. Das Gebäude ist laut Eintragung im Grundbuch von Iohann Friedrich Steinhagen im [ahre 1 87 1 erbaut worden. Ab diesem Iahr existiert auf der Insel Poel auch eine Postagentur. Ob mit dem Bau dieses Hauses auch gleichzeitig hier die Post untergebracht war ist fraglich. Denn als erster Postagent wird am 1. Oktober 1871 im 'Mecklenburgischen Staatskalender' der Lehrer Carl Handmann angegeben. Zu diesem Zeitpunkt beförderte man seit 1866 die Post zur Insel noch mit einem Segel-

boot. Trotz der Zuverlässigkeit der Poeler Bootsfahrer konnte wegen widriger Witterungsverhältnisse der Transport unregelmäßig sein. 1892 schloß die Reichspostverwaltung mit der Rostocker Firma Bernd & Komp. einen Vertrag, wonach sich diese bereit erklärte, mit

einem neu zu erbauenden Dampfschiff, regelmäßig die anfallende Post auf der Route Insel Poel/Wismar zu befördern.Am 8.August 1893 lief das erste Dampfschiff, die ALlCE, vom Stapel, die dann nach Fertigstellung den ständigen Post- und Personenver-

kehr täglich zweimal zur Insel Poel aufnahm. Erst nach der Erweiterung des Dammes von Groß Strömkendorf nach Fährdorf mit einer festen Brücke setzte dann im Iahr 1929 der Kraftomnibusverkehr ein, der neben der Post auch Personen beförderte.

63 Der Erbauer des Hauses, in dem bis zum Iahre 1 995 die Postagentur bzw: Poststelle in Kirchdorfbetrieben wurde, war der Schwiegervater von [ohann Friedrich Schröder. [ohann Friedrich ehelichte die Tochter Sophie Steinhagen. Der Sohn Johannes war als Postagent viele Iahre der Vorsteher dieser Poststation. Nach seinem frühen Tod führte seine Schwester Elisabeth Schröder die Agentur weiter. In der weiteren Folge leiteten dann Elsbeth Szallies, Louis Kitzerow, Walter Körner und Günther Kitzerow die Pastelle bis 1990. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1914 sehen wir den damaligen Postagenten Johannes Schröder.

64 'Am 18. Februar 1923 schlossen sich einige Leute von Poel zusamrnen, zwecks Gründung eines Sportvereins. Sie stellten sich die Aufgabe, den Sport und die Leibesübungen zu pflegen und zu fördern.' So heißt es in dem Protokoll der Gründungsveranstaltung. Und weiterhin schrieb man im § 1 der Satzung: 'Der Verein führt den Namen POELER SPORTVEREIN mit Sitz in Kirchdorf Seine Aufgabe ist es, seine Mitglieder zu tüc

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