Aachen in alten Ansichten

Aachen in alten Ansichten

Auteur
:   Sammlung Krieger
Gemeente
:   Aachen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6449-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aachen in alten Ansichten'

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9 Auf dem Marktplatz,

erbaut auf dem Markthügel als Kern der Aachener Altstadt, steht vor dem Rathaus der Kaiser-Karl-Brunnen. In seinem jetzigen Aussehen, wegen seiner großen erzenen Schüssel bzw. wegen seiner an eine Erbsenschüssel erinnernden Form liebevoll 'Eäzekömpche' genannt, ist er seit der Karolingerzeit der fünfte Brunnen an dieser Stelle. Auf dem Sockel steht Kaiser Karl der Große mit Reichsapfel, Zepter, Krone und Schwert. Die 1620 aus einem Stück Bronze im belgischen Dinant gegossene Statue steht seit dem Zweiten Weltkrieg als Replik mit dem Rücken zum Rathaus wieder auf seinem angestammten

Platz. Das Original kann geschützt vor Umwelteinf1üssen im Krönungssaal des Aachener Rathauses bestaunt werden.

Kaiser Karl-Brunnen (Marktplatz]

101m Gegensatz zur vorherigen Ansichtskarte fällt der doch monumentale Neubau des Warenhauses Leonhard Tietz (heute Kaufhof) aus dem [ahre 1906 auf Diesem repräsentativen Bau mußten die Häuser - Godefroid'sche Spielwarenhandlung, Schuhwarenhandlung Tack und das alte Kaufhaus Tietz mit im Untergeschoß befindlichen Ratskeller - Platz machen. Leider wurde auch dieses architektonisch bedeutsame Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg Opfer sich ausbreitender Modernisierung. Heute bereut man die Devise vergangener [ahre die da lautete Abbruch vor Restaurierung, aber heute ist man auch klüger, oder?

)ac~en - ,Markt

1 1 Diese Perspektive läßt erahnen, welche rege Betriebsamkeit auf dem heute verkehrsberuhigten Markt herrschte. Anstelle von Marktfrauen mit Ihren Flechtkörben, findet man heute bei schönem Wetter Möglichkeiten sich in Straßencafés zu erfrischen. Ecke Pontstraße / Markt sieht man die CarolusMagnus-Apotheke, die noch heute als Karls-Apotheke dort ihren angestammten Platz hat. Links davon das wohl älteste erhaltene Bürgerhaus Aachens - Haus Löwenstein - mit dem dort angebrachten heiligen Nepomuk - einem Brückenheiligen!

flachen. )Yfarkr.

12 Unscheinbar, aber ein Kleinod Aachens, das Haus Eulenspiegel. Angebaut in die Nische der Ostfassade des Rathauses, nahe am Granusturm, bestand es ursprünglich aus zwei getrennten Bauten. Zu Beginn des 19. [ahrhunderts vertrieb dort ein findiger Buchhändler seine Ware. Da er des Lesens leider nicht kundig war, erfand er gegenüber dem interessierten Kunden (der meist auch nicht lesen konnte) spannende Geschichten über den Inhalt, und verkaufte überdies Bücher nach Gewicht an gute Kunden. Diesen Eulenspiegeleien verdankt das Haus seinen Namen. Eine das Haus nutzende Scherzartikel- und Spielwarenhändlerin ver-

wandte nach ihrem Umzug in das gegenüberliegende Haus diesen geschichtsträchtigen Namen für ihr neues Geschäft.

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)ache~

13 Im Laufe der Zeit wechselten Inhaber und angebotene Ware. Im Iahre 1902 eröffnete der Gastronom Jakob Gearg Buchmeier hier ein Lokal. Aufgrund der einer Postkutsche ähnelnden Farm war es von nun an bei den Aachenern als 'Postwagen' bekannt. Hier ein Blick in den damaligen Schankraum mit Bedienung. Auch der Postwagen wurde Opfer des Krieges. Er wurde glücklicherweise für die Aachener und seine Besucher restauriert und gehört zu den interessantesten Lokalen Aachens. Durch seine unmittelbare Nähe zum Standesamt ist es heute Tradition, nach der Hochzeit im Postwagen einzukehren.

Restaurant Eulenspiegel. Aachen. "Postwagen".

Inh. Rich. Wegner.

14 Der von der UNESCO mittlerweile als 'Denkrnal von Weltbedeutung' eingetragene Dom zu Aachen wurde um das [ahr 800 in seinem ältesten Teil fertiggestellt. Die ehemalige Pfalzkapelle Karls des Großen ist kein Kirchenbau aus einem Guß. Vielmehr

wurde er im Laufe der fol- ,.

genden Jahrhunderte mit den architektonischen Merkmalen der jeweiligen Bauepoche ergänzt. Diese Besonderheit läßt den Aachener Dom im Vergleich zu sonstigen großen Kirchenbauten nicht so monumental erscheinen und bringt ihn daher vielleicht Gläubigen und Besuchern näher.

15 Hier eine schöne Ansicht auf die Südseite des Aachener Doms und auf die in der Nähe befindliche Michaelskirche in der Jesuitenstraße. Der Aachener Dom erhielt die Bezeichnung 'Dom' anläßlich der Ernennung eines Bischofs für Aachen im Iahre 1931. Noch heute ist die alte Bezeichnung Münster bei vielen Aachenern gebräuchlich. Die im Bildvordergrund dargestellte Michaelskirche wurde Anfang des 17. [ahrhunderts erbaut. Bemerkenswert ebenfalls die später vorgebaute Renaissancefassade. Seit einiger Zeit hat in dieser Kirche die orthodoxe Kirchengemeinde ihr Zuhause gefunden.

St. Mic~aelkJrche.

1 6 Der Steinthron Karls des Großen steht im ältesten Teil des Doms, dem karolingischen Zentralbereich mit darüber liegendem Oktogon und der Empore. Hier in der Grabkirche Karls des Großen haben beginnend mit OUo I im Iahre 936 dreißig deutsche Könige Ihre Krone erhalten und symbolisch diesen Thron bestiegen. Auf der Empore wurden auch, bevor diese Aufgabe von den entstehenden pfarrkirchen übernommen wurde, die Gemeindegouesdienste abgehalten.

1 7 Sechshundert [ahre nach Kaiser Karls Tod wurde im [ahre 1414 der gotische Domchor fertiggestellt. Er gehört zu den drei dominierenden Teilen des Aachener Doms. Die Glasfenster im hinteren Teil sind 27m hoch. Unter dem Abschlußgewölbe des gotischen Chores befindet sich der von Barbarossa gestiftete goldene Karlsschrein, in dem die Gebeine des 1165 heilig gesprochenen Karl des Großen aufbewahrt werden. Der Karlsschrein wurde erst kürzlich mit großem Aufwand restauriert. Gut sichtbar auch auf dieser Ansicht, die von der Mitte des gotischen Chores herabgelassene Strahlenkranzmadonna. Aus dieser Perspektive leider

nicht zu erkennen, muß dennoch wegen der einmaligen Schönheit der Hauptaltar mit seiner im 1 1. Jahrhundert geschaffenen Goldtafel sowie die daneben befindliche, von Heinrich II gestiftete, goldene Kanzel erwähnt werden.

1 8 Sein tiefer christlicher Glauben ließ Kaiser Karl zu seinen Lebzeiten Reliquien der verschiedensten Art zusammentragen. Schon zu dieser Zeit pilgerten die Gläubigen zur damaligen Pfalzkapelle, in der die Reliquien zur Verehrung ausgestellt wurden. Seit dem 14. Jahrhundert werden bis in die heutige Zeit hinein im 7jährigenAbstand die großen Aachener Heiligtümer gezeigt. Hierbei handelt es sich der Überlieferung nach um das Enthauptungstuch Johannes des Täufers, das Kleid Mariens aus der Heiligen Nacht, die Windeln Jesu sowie das Lendentuch, das Christus am Kreuz getragen

hat. Die nächste Heiligtumsfahrt wird im Iahre 2000 stattfinden.

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