Aachen in alten Ansichten

Aachen in alten Ansichten

Auteur
:   Sammlung Krieger
Gemeente
:   Aachen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6449-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aachen in alten Ansichten'

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29 Hier nun ein Blick auf das 1865 von Friedrich ]osephArk über der Kaiserquelle errichtete KaiserbadHotel. Die gegen Rheuma und Gicht heilend wirkenden, zumTeil 55° C warmen Quellen zogen mehr und mehr Kurgäste an, denen repräsentative Bauten angeboten werden mußten. Hier auf der Karte eine Werbung in englischer Sprache. Im Erdgeschoß waren neben dem Fürstenbad ein Kaltwasserreservair, Dampfbäder, Badezellen und Fremdenzimmer untergebracht, wobei letztere ab vier Mark angemietet werden konnten.

"KA ISERBAD-HOTE[" AIX-LA-CHAPELLE AACHEN

30 Vor dem Kaiserbad-Hotel sieht man den neu errichteten Bahkauvbrunnen aus dem [ahre 1904. Dieses Ungeheuer lebte der Erzählung nach in der Kanalisation der warmen Quellen und sprang mit Vorliebe betrunkenen Nachtschwärmern auf den Rücken um sich von ihnen umhertragen zu lassen. Heute erinnert eine neuere Version an das Bahkauv. Dort wo früher das Kaiserbad stand ist nunmehr der moderne Bau des sogenannten Aachen-Fensters zu sehen: einer Begegnungsstätte für die Bürger.

Die Lage der alten Kaiserquelle ist auf dem neu gestaltetenAußenhof gekennzeichnet. Diese Karte wurde anläßlich des 'Öcher Blommedag 191 r aufgelegt.

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"Jo hafop, Baakauf, blo'a dich IIU" Job.et. Ol ???? n,

31 Auf dieser 1898 abgestempelten Karte wirbt der Wirt des bekannten Franziskaner für sein zünftiges Münchener Braustübl auf der ersten Etage. Hier feierten Kurgäste, Bürger und Vereine manch' fröhliches Fest in uriger Atmosphäre. Der Franziskaner lag in unmittelbarer Nähe des Kaiserbad-Hotels am Büchel Nr. 45. Der Büchel ist eine der ältesten Straßen Aachens und erstreckt sich mehrere Kurven durchlaufend vom Markt hinunter zur Peterstraße.

32 Hier eine Innenaufnahme der American Bar um die Jahrhundertwende. Die Bar war Teil eines der vornehmsten Häuser Aachens, dem Hotel Großer Monarch, gelegen am Büchel Nr. 51. In diesem Hotel nächtigte 1867 der türkische Sultan mit Hofstaat. Aber auch andere prominente Gäste, wie der Vizekönig von Indien oder von Bismarck, wußten das Ambiente des Hauses zu schätzen. Das dem Hotel angegliederte Carlton-Restaurant warb neben seiner Einrichtung im Stile Henry IV mit dem Luxus der vergangenen Zeit: Aufzug, Dampfheizung und elektrischem Licht.

Gruss aus dern Jmerican Bar. fACHEN

HOTEL b!RAN D U E

33 Vom Markt aus am Kaufhaus Leonhard Tietz vorbei bahnten sich Bürger und Straßenbahn ihren Weg in die enge Großkölnstraße hinunter. Damals wie heute befinden sich rechts und links der heutigen Fußgängerzone Geschäfte, die zum Schaufensterbummel und zum Einkauf einladen. Hier nicht sichtbar, befindet sich im oberen Teil der Großkölnstraße die dreischiffige gotische Hallenkirche St. Nikolaus, die, bevor sie 1804 pfarrkirche wurde,

1327 als Kirche der Klosteranlage der Franziskaner geweiht wurde.

34 Mit dieser etwas außergewöhnlichen Karte machte der Besitzer des Photographischen Ateliers in der Großkölnstraße Werbung für sein Geschäft. Damals war es üblich, daß in Aachen Kurgäste in der Kurzeitung mit Name, Herkunftsort und Beruf veröffentlicht wurden. Dies machten sich die Aachener Geschäftsleute zu Nutze, so daß, wie hier geschehen, 1914 Frau Fiseni aus Saarbrücken diese Karte erhielt. Auf der Rückseite ist neben der Öffnungszeit auch vermerkt, daß das Geschäft über einen Fahrstuhl verfügt.

Photographisches Atelier

Aachen, Großkölnstraße 64-66.

3S An der Kreuzung Sandkaulstraße, Sandkaulbach und Alexanderstraße steht ein Brunnendenkmal mit Namen 'Hotmannspief' . Vier goldene Jungfrauen stehen um einen aus Blaustein gefertigten Obelisken, die Krüge in den Händen halten, aus denen Trinkwasser in eine offene Muschel und dann weiter durch einen Löwenkopfin das jeweilige Becken fließt. Dieses schöne Brunnendenkmal wurde

1829 vom damaligen Stadtbaumeister Leydel geschaffen. Der Name 'Hotmannspief' kann mit Hauptmannsbrunnen übersetzt werden. Der Ursprung des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Deutung spricht von einem in der Nähe befindlichen Brauhaus namens 'Auf dem Hauptmann' dessen Bezeichnung später auf den dort

befindlichen Brunnen übertragen wurde. Die Alexanderstraße wurde nach dem dort 1 81 8 wohnenden russischen Zaren benannt und ist die untere Verlängerung der Großkölnstraße.

36 Hier nun eine schöne Ansichtskarte des Elisenbrunnen, eingebettet in eine gesellige, sicherlich auf die in Aachen angesiedelten Brauereien anspielende Trinkszene. Die Trink-und Wandelhalle mit einer Breite von 85 m unterstreicht die besondere Rolle Aachens als Kur- und Badestadt. Die Pläne des klassizistischen Gebäudes wurden vom Aachener Stadtbaumeister Cremer in Zusammenarbeit mit dem Baumeister der preußischen Regierung, Friedrich Schinkel, erarbeitet und entsprechend umgesetzt. 1822, zur Zeit des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III, wurde der Grundstein gelegt. Das Gebäude verdankt seinen Namen der damaligen Kronprinzessin Elise.

37 Auf dieser nachkolorierten Ansichtskarte aus der [ahrhundertwende steht der Betrachter in etwa vor den dortigen Kaiser- WilhelmsHallen, einem mit Festsälen ausgestatteten Treffpunkt der Aachener und ihrer Gäste. Über den heutigen FriedrichWilhelm-Platz hinweg sieht man in der Ferne das Gebäude der Königlichen Oberpostdirektion. Rechts wieder ein Teilanblick des Elisenbrunnens mit seinem

circa 15m hohen Rundbau und der von dorischen Säulen getragenen halboffenen Rotunde. Über eine im hinteren Bereich befindliche Treppe erreichten Bürger und Gäste die im Untergeschoß liegenden Thermalbrunnen,

aus denen das gesunde Heilwasser zum Trinken entnommen werden konnte. Heute befinden sich die Becken ebenerdig an der Rückwand der Rotunde.

38 Auf dieser Momentaufnahme ist der Besuch des deutschen Kaiserpaares am 19. Juni 1902 in Aachen festgehalten. Kaiser Wilhelm II vorweg reitend und seine Gattin Auguste Victoria in der Kutsche nehmen vor dem repräsentativen Elisenbrunnen und der extra aufgebauten Statue der Germania die Huldigungen der Honoratioren und des Volkes entgegen. Gerade der baulichen Initiative der Preußenkönige verdankt Aachen, das als Teil des Rheinlandes 1815 von den Franzosen an das Königreich Preußen abgegeben wurde, wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung.

J

19. Juni 1902.

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