Aachen in alten Ansichten

Aachen in alten Ansichten

Auteur
:   Sammlung Krieger
Gemeente
:   Aachen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6449-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aachen in alten Ansichten'

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49 Im [ahre 1901 wurden dem Theater rechts und links des Dreiecksgiebels 'Hórner' aufgesetzt. Bereits in den [ahren zuvor wurde sowohl der bühnentechnische Bereich als auch der Besucherbereich im Inneren des Stadttheaters baulich modernisiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühten sich die Stadtväter, die alte Schönheit des Gebäudes wieder hervorzuheben und erreichten durch eine Reduzierung der Anbauten eine architektonische Harmonisierung des Stadttheaters. Vor dem Stadttheater blickt man auf das am 18. Oktober 1901 durch den Kronprinzen eingeweihte Reiterstandbild Wilhelms 1. Der auffällige Turmaufbau im Hintergrund

gehört zur Königlichen Oberpostdirektion. An diesem Turm liefen die ersten Telefonleitungen der Stadt zusammen.

AACHEN.

Partie am Stadttheater und Kaiser Wllhelm-Denkmal.

SO Blickt der Betrachter über den Theaterplatz hinweg auf den Kapuzinergraben, fállt das 1899 erbaute imposante Eckhaus auf. Hier gab es auf der ersten Etage im Konzert Kaffee Kronprinz bzw. Café Bristol täglich Konzerte. Die Besucher hatten im übrigen von den Fensterplätzen aus eine schöne Aussicht auf den Theaterplatz. Im Erdgeschoß hatte die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF) damals wie heute eine Niederlassung. Vor der [ahrhundertwende stand hier van 1362 bis 1897 die alte Klosteranlage der Christenserinnen. Diese zogen in das früher von Jesuiten bewohnte Kloster in der Aureliusstraße.

Aachen

Kapuzinergroben mil Kaiser Wllhelm·Denkmal.

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51 Die Theaterstraße, die diesen Namen früher nur im unteren Abschnitt führte, wurde ebenfalls um 1820 als Prachtstraße zwischen den Aachener Bädern und dem Kurgebiet des früher eigenständigen Burtscheid angelegt. An dieser Promenade standen herrschaftliche Privathäuser neben repräsentativen öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel die auf der rechten Seite im italienischen Renaissancestil gebaute Reichsbank. An dieser Stelle mit der noch sichtbaren Rückfassade des Stadttheaters sollte nicht unerwähnt bleiben, daß in der Zeit von 1935 bis 1942 Herbert van Karajan in Aachen als Generalmusikdirektor tätig war.

52 An der Ecke Theaterstraße bzw. Hochstraße zur Wallstraße hin stand früher das größte Hotel Aachens, das Grand Hotel Kaiserhof von PH. Fickartz mit dazugehöriger Weinhandlung. Das Hotel Kaiserhof war direkt an der elektrischen Kleinbahn gelegen und sowohl der Bahnhof als auch die Bäder waren in kurzer Zeit erreichbar. Der Kaiserhof verfügte über große Gesellschafts- und Konzertsäle, wie zum Beispiel dem Kaisersaal und dem Weißen Saal. Insgesamt faßten sie bis zu 1 600 Personen. Das Hotel selber hatte 160 Zimmer ab einem Preis von zwei Mark aufwärts im Angebot und verfügte über elektrisches Licht, einen Lift und

Dampfheizung. Emil Nagel übernahm später dieses Hotel-Restaurant und machte sich insbesondere mit seiner Weinhandlung einen renommierten Namen.

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Weingrosshandlung in Aachen

den J 9. Juni 1902.

S3 Kommt der Betrachter von Norden und spaziert am Elisenbrunnen und Stadttheater vorbei, erwartet ihn im weiteren Verlauf des Kapuzinergrabens das HotelRestaurant Karlshaus und etwas weiter das Hauptgebäude der Königlichen Oberpostdirektion. Das im Oktober 1871 für 120 OOOTaler fertiggestellte Karlshaus hatte an der Seite zum Theaterplatz hin seinen Haupteingang und auf der Seite zum Kapuzinergraben den Eingang zur Weingesellschaft und zur Verwaltung. Die 1869 gegründete Weingesellschaft Karlshaus vertrieb unter anderem erlesene Weine aus den Weinanbaugebieten Rhein, Mosel, Pfalz und Rheingau. Im Restaurant konnte à la

carte ab 1 Mark diniert werden. Das danebenliegende Gebäude der Königlichen Oberpostdirektion entstand zwischen 1888 und 1891 auf dem Gelände einer ehemaligen Tuchfabrik.

Racben

Oarlahaus u. Ober-Post-Direkticn.

S4 Von der Kreuzung Alexianergraben / Kapuzinergraben / Franzstraße aus eine andere Perspektive der Königlichen Oberpostdirektion, die architektonisch an einen romanischen Palast erinnert. Rechts im Bild an der Einmündung zur Franzstraße ist das Gebäude der Brauerei und Brennerei Weitz-Merscheim zu sehen. Die idyllische Ruhe, die diese Straßenszene vermittelt, gehört leider der Vergangenheit an. Nicht zur Vergangenheit gehört das Gebäude der Königlichen Oberpostdirektion, das nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ohne die Ziertürme an gleicher Stelle wieder aufgebaut wurde. Das Gasthaus Weitz-Merscheim gehörte zu

den beliebtesten Aachener Lokalen. Hinter der Gaststätte konnte man in einem kleinen Hof die Sommertage bei einem kühlen Bier aus der dortigen Brauerei genießen.

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SS Mitte des 17. [ahrhunderts entstand nach dem großen Stadtbrand im Bereich der Komphausbadstraße ein modernes Kurviertel mit Hotels, Badehäusern, Wandelhallen und Trinkbrunnen. Den Kurgästen, auf deren Einnahmen die Stadt dringend angewiesen war, sollte ein angenehmes Ambiente geboten werden. Hier wurden die Voraussetzungen für die Etablierung eines noch heute anerkannten Kurbetriebes gelegt. Auf dieser Aufnahme ist das Hotel Corneliusbad zu sehen, das in der Komphausbadstraße 18 stand und Ende des 19. Jahrhunderts mit dem daneben befindlichen Karlsbad zusammengelegt wurde. Das Hotel Corneliusbad ver-

fügte über 24 Therma1einzelbäder und sechzig Zimmer. An das alte Kurgebiet erinnert heute nur noch das alte Kurhaus.

56 Auf dieser Lithographie aus dem [ahre 1898 ist das alte Kurhaus in der Komphausbadstraße abgebildet. Es war ursprünglich umgeben von den dort liegenden Badehotels. Es wurde als sogenannte Redoute im [ahre 1782 vonjakob Couven entworfen und wurde 1786 fertiggestellt. Im ersten Stock entstand der schönste Ballsaal Aachens. Mitte des 19. [ahrhunderts kaufte die Stadt das Gebäude und baute es zum feudalen Kurhaus aus. Hier in der Aachener Redoute wurde bereits 1784 eine Spielbank zum Vergnügen der Kurgäste und zur Freude der Stadt eingerichtet, deren Betrieb letztendlich 1854 eingestellt wurde. Interessanterweise soll ab diesem Zeitpunkt das Besucheraufkommen gesunken sein.

57 Auf dieser am 26. August 1904 nach Lüttich verschickten Karte eines Kurgastes ist der gemütliche Garten des Aachener Kurhauses zu sehen. Die Aufnahme entstand vom heutigen Kreuzungsbereich Peterstraße / Bushof aus.

1864 wurde auf der Gartenseite der große Konzertsaal im maurischen Stil angebaut (hier rechts im Bild), der wegen seiner phantastischen Akustik bekannt wurde und in dem auch Herbert von Karajan dirigierte. Nachdem 1916 das Neue Kurhaus mit Parkanlagen an der Monheimsallee gebaut wurde, verlor das Kurhaus an der Komphausbadstraße seine Funktion und wird seitdem liebevoll 'Altes Kurhaus' genannt.

Heute steht bedingt durch den Zweiten Weltkrieg und einer anderen Verkehrsführung nur noch der Mittelbau.

58 Im Iahre 1910 zog die Aachener Polizei in das neubarocke Königliche Polizeipräsidium an der Ecke Kasernenstraße / Karmeliterstraße. Über dem Haupteingang im Giebelfeld symbolisiert der auf einem Pferd einen Drachen besiegende Schutzpatron der Polizei - St. Georg den Sieg des Guten über das Böse. Hier auf dem Gelände befand sich früher die Marienthaler Kaserne. Im Volksmund heißt dieser Bereich noch heute, auch wegen der sich dort befindlichen Bischofsresidenz mit Priesterseminar und dem angrenzenden Finanzamt, 'Drei-RäuberEek'. Warum wohl?

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