Aachen in alten Ansichten

Aachen in alten Ansichten

Auteur
:   Sammlung Krieger
Gemeente
:   Aachen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6449-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aachen in alten Ansichten'

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S9 DieseAufnahme wurde vom Dach des Königlichen Polizeipräsidiums aus in Richtung Marienkirche gemacht. Auch auf dieserTeilansicht dominieren die Türme. Im Einzelnen handelt es sich bei dem linken Turm um die Kirche St. Adalbert am Kaiserplatz; und rechts davon die im Bereich Wilhelmstraße / Kaiserplatz gelegene evangelische Christuskirche. Der Turm am rechten Bildrand ist dem ehemaligen Kloster St. Leonhard an der Großmarschierstraße, jetzt Franzstraße, zuzuordnen. Der Garten hinter der langen Mauer gehört zum Anwesen des Mitte des 18. Jahrhunderts lebenden Aachener Fabrikanten und Geheimen Kommerzienrat Heinrich Nellessen, dessen Fabrik in der ehemaligen Mörgensgasse, jetzt Mörgens-

straße lag und jetzt die Theaterwerkstatt mit Probebühnen beheimatet. Aus dem Anwesen an der Karmeliterstraße sendet heute der WDR die Fernsehberichte aus der Region.

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60 Hier ist die 1858 geweihte neugotische Marienkirche am Fuß der Mittelstraße, heute Leydelstraße, abgebildet. Leider waren die Kriegsschäden so schwer, daß die Kirche nicht mehr restauriert werden konnte. An der gleichen Stelle wurde 1978 die neue Marienkirche errichtet, deren innere architektonische Gestaltung Distanz vermeidet und die Gemeinde durch die runde Anlage der Sitzplätze näher kommen läßt. Im Bildvordergrund das 1872 geschaffene Kriegerdenkmal vor dem Bahnhof Es stellt einen weiblichen Genius dar, der sich zu einem die Fahne hoch haltenden sterbenden Soldaten herunterbeugt. Das Denkmal war den Kriegen

1866 (Deutschland-Österreich) und 1870 (Deutschland-Frankreich) gewidmet. Das Denkmal wurde im Verlauf notwendiger verkehrstechnischer Änderungen 1923 zur Monheimsallee ver-

setzt und ereilte während des Zweiten Weltkriegs das Schicksal vieler Denkmäleres wurde eingeschmolzen.

Kriegerdenkmal und Marienkirche .~

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61 Wie durch einen Park mit dem Kriegerdenkmal im Vordergrund, schaut man auf den 1841 errichteten Rheinischen Bahnhof. Im [ahre 1837 wurde die Rheinische Eisenbahngesellschaft gegründet, nachdem in schwierigen Vorverhandlungen entgegen den Kölner Interessen Aachen, trotz der schwierigeren Trassenführung, in die neuzubauende Verbindung Köln-Belgien einbezogen wurde. Hierfür gebührt insbesondere der Beharrlichkeit David Hansemanns Dank. 1841 fand dann mit Ankunft eines Sonderzuges, bestehend aus drei Lokomotiven und 24 Waggons, die offizielle Übergabe der Eisenbahnverbindung Aachen- Köln statt. Für Aachen war diese

Anbindung an das Schienennetz in das übrige Deutschland und das westliche Ausland wirtschaftlich aber auch städtebaulich von Bedeutung.

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62 Auf dieser herrlichen Lithographie ist das in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gelegene Hotel Du Nord mit dem neuen Hauptbahnhof wiedergegeben. Im Zuge der Verbesserung der Schienenanbindungen und des höheren Verkehrsaufkommens wurde 1897 der Abriß des alten Rheinischen Bahnhofs beschlossen. Während der Abriß- und Neubauphase mußten sich die Aachener und ihre Gäste acht [ahre lang mit einem provisorischen Bahnhofbegnügen, bis endlich 1905 der neue Hauptbahnhof in Betrieb genommen werden konnte. Im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Aachener Schienennetzes wurde gleichfalls der nur wenige hundert Meter entfernte Marschiertor-Bahnhof abgerissen.

Viele rätseln noch heute über das an der linken Seite des Hauptbahnhofs zu sehende Kopfportrait. Es handelt sich hierbei um ein Selbstbildnis des verantwortlichen Baumeisters.

Haupt-Bahnhof.

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63 Hier nun eine etwas aus der Rolle fallende Ansichtskarte. Es handelt sich um eine 1926 herausgegebene Spottkarte auf gescheiterte bzw. brachliegende Projekte in Aachen. Der 1924 begonnene Bau des zehnstöckigen Hochhauses, Haus Grenzwacht, blieb, nachdem die stählerne Konstruktion fertiggestellt war, bis 1929 den Aachenern und seinen Gästen als Torso erhalten (böse Zungen würden hier eine Parallele zum Bonner Schürmann-Bau ziehen). Erst 1930 konnte das Haus Grenzwacht fertiggestellt und bezogen werden. Der Dampfer hingegen symbolisiert den gescheiterten Versuch der Stadtoberen, der Industrie Aachens durch den Bau eines Kanals zum Rhein einen Standortvorteil zu verschaffen.

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64 Hier nun Haus Grenzwacht 'mit Füllung' vollendet im Frühjahr1930. Neben Teilen der Stadtverwaltung bezog auch das Restaurant Grenzwacht und das CapitalKino das Gebäude. Das Capital-Kino gehörte zu den größten rheinischen Lichtspielhäusern mit seinen 1 100 Besucherplätzen. Heute sind im Gebäude die publikumsintensiven Ämter der Stadtverwaltung untergebracht. Erwähnt sei noch ein funktionierender unter Denkmalschutz stehender 'pater

nast er' der fortlaufend die Etagen mit einander verbindet. Neben dem Hochhaus verläuft die Römerstraße Richtung Burtscheid. Das ehemals eigenständige Burtscheid wurde 1897 ein Teil Aachens. Links ein Ausschnitt

des ehemaligen Union-Hotel. Hier im Bereich des Bahnhofs hatten die Hotels klangvolle Namen. Erinnert sei an das Hotel Du Nord, Hotel De Chemin De Fer, Hotel International ...

Bad ,q,ac.hen ? Haus "Grenzwac.ht" am Hauptbahnhof

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6S Betritt der Besucher von Burtscheid aus kommend die Burtscheider Straße und überquert die Burtscheider Brücke, fállt der Blick als erstes auf das 2S m breite Marschiertor, das einer geraden Verkehrsführung auffällig im Wege steht. Das Marschiertor kann in die Bauzeit der Barbarossamauer zurückdatiert werden und wurde erst später in die zweite Stadtmauer integriert. Unter der steilen Dachhaube fallen rechts und links des Mitteltraktes zwei halbrunde Seitentürme auf. In Richtung Burtscheid befand sich früher eine Vorburg mit Fallgitter, die leider nicht mehr erhalten ist.

Bad fachen - Mar~chlertor

66 Der direkte Weg von Aachen nach Burtscheid führte vom Rathaus über das Münster, Kleinmarschierstraße, Großmarsehierstraße durch das Marschiertor hindurch. Auf dieser Karte ist der Aufstieg über die Großmarschierstraße zu sehen, die

1 81 8 nach dem hier untergebrachten Kaiser Franz von Österreich in Franzstraße umbenannt wurde. Die Franzstraße gehört zu den ältesten Torstraßen von Aachen. Rechts im Bild das Anwesen des ehemaligen Klosters St. Leonhard, in dem von 1614 bis 1802 die Nonnen vom Heiligen Grabe lebten und das ab 1 878 als Städtisehe Höhere Mädchenschule und als Lehrerinnenbildungs-

anstalt genutzt wurde. Heute nutzt die Klaus-HemmerleSchule, benannt nach dem ehemaligen Aachener Bischof, das Gebaüde.

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67 Das Marschiertor liegt auf halber Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem alten Königlichen Polizeipräsidium. Der Boxgraben verdeutlicht ungefähr den Weg der zweiten Befestigungsmauer vom Marschiertor aus über den kleinen Befestigungsturm Lavenstein zur Schanz. Die Wachsoldaten dieses Bereichs waren im Marschiertor untergebracht. Heute haben hier die Soldaten der Stadtgarde Öcher Penn Stellung bezogen. Der Name 'Perm' erklärt sich durch den hölzernen Pinn, den die Wachsoldaten früher zum Besohlen Ihrer Stiefel selber schnitzten. Auf der rechten Seite stand oberhalb der Grünanlage die Villa Delius, in

der der belgische General Pouleur bis zu seinem Abzug am 3 O. November 1929 residierte. Am Abend nach dem Abzug feierte ganz Aachen seine wiedergewonnene Freiheit.

AACHEN

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68 Der Boxgraben verläuft von seinem höchsten Punkt an der Schanz aus stetig bergab Richtung Marschiertor. Der Name 'An der Schanz' läßt sich durch ein damals hier eingerichtetes Schanzwerk (Doppelmauer mit Freiraum) erklären. Die hier auf der linken Seite befindliche Webeschule wurde 1883 in Aachen gegründet und bezog dieses schöne Gebäude am Boxgraben im [ahre 189l. Heute befindet sich in diesem 1950 wiederaufgebauten Gebäude die Fachschaft Design der Fachhochschule Aachen. Den Namen Boxgraben erhielt dieser ehemalige Teil der 'Promenade' 1864 in Anlehnung an eine dort früher ansässige Patrizierfa-

milie. Diese schöne Ansichtskarte zeigt laut Aufdruck des Verlages Stengel die Webeschule, wie sie um 1905 ausgesehen hat.

}achel - Webeschule, J30xgraben

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