Aachen in alten Ansichten

Aachen in alten Ansichten

Auteur
:   Sammlung Krieger
Gemeente
:   Aachen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6449-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aachen in alten Ansichten'

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69 Das Luisenhospital in dieser Ansicht gehört aufgrund seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg der Vergangenheit an. Der im Bild zu sehende Gebäudekomplex wurde im Iahre 1874 feierlich eingeweiht und verdankt seinen Namen der Mutter König WilheIms I, Luise. Neben dem Elisabethkrankenhaus am Hangeweiher, dem Marienhospital in Burtscheid, dem Sanatorium an der Lütticher Straße und dem Forster Krankenhaus, sicherte das Luisenhospital die ärztliche Versorgung der Bevölkerung in der Aachener Region. Nach dem Krieg wurde das Luisenhospital mit den neuesten technischen Apparaturen ausgestattet und hat sich mit der

integrierten Hebammenschule einen Namen gemacht. Angegliedert wurde dem Luisenhospital zu dem das 1975 gegründete Altenkrankenheim 'Haus Cadenbach'.

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70 Diese Ansichtskarte wurde während der belgischen Besatzungszeit als Teil einer Kartenserie zwischen 191 8 und 1929 gedruckt. Sie zeigt auf der linken Seite, teilweise von Bäumen verdeckt, den Lavensteinturm am Boxgraben, der als Teil der zweiten Stadtmauer erbaut wurde. Geradeaus blickt man durch die 1886 angelegte Gerlachstraße auf die vom Kölner Architekten Wiethase gebaute katholische pfarrkirche St. Jakob. Die Kirche wurde als Ersatz für die schräg gegenüberliegende baufällige romanische Kirche gleichen Namens errichtet. Die Kirche verehrt bis heute den heiligen Hubertus, den Schutzheiligen der Jäger.

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71 Die im neuromanischen Stil zwischen 1877 und 1881 erbaute katholische pfarrkirche St. Jakob ist von vielen Stellen der Stadt aus gut sichtbar. Dieses Privileg verdankt sie ihrem 87 m hohen Westturm, dem höchsten Kirchenturm in Aachen. Hier an dieser Stelle soll früher die Jagdkapelle Karls des Großen gestanden haben. Während der alljährlichen Hubertusfeierlichkeiten ist der am oberen Turmende angebrachte Hubertuskranz hell erleuchtet. St. Jakob besteht neben dem hohen Westturm aus einer dreischiffigen Basilika mit zwei Querschiffen. Nach Beseitigung der schweren Kriegsschäden wurde sie weitestgehend wieder im alten

Stil aufgebaut, wenn auch jetzt eine Kassettendecke anstelle der alten Gewölbe im Kircheninneren glänzt. Vor St. Jakob steht eine neugotische Kreuzigungsgruppe, die an der Stelle der alten abgerissenen romanischen Kirche errichtet wurde.

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72 Im Altstadtviertel 'Ras'

am Ende der Rosstraße wurde in den [ahren 1758 und 1759 die abgebildete Marienkapelle an der Stelle gebaut, an der früher ein Marienbildstock stand. Die Initiative zum Bau der Kapelle ging vom damaligen pfarrer der nur wenige Schritte entfernten Kirche St. Jakob aus und stand unter der Bauleitung des Aachener Baumeisters Mefferdatis. Hier in diesem, in der Nähe der großen Fabriken gelegenen typischen Arbeiterviertel, gründet sich 1705 derTraditionsverein Streuengelchen. Auf dieser Karte findet die alljährlich in der Pfarrgemeinde St. Jakob veranstaltete Roskirmes statt. Damals wie heute wird aus einer Vielzahl von

Mädchen aus dem Viertel das Streuengelchen gekürt. Noch heute spielt sich die hier im [ahre 1911 wiedergegebene Szene vor dem Roskapellchen so ab. Zwischen zwei gegenüberliegenden Häusern wird

ein Drahtseil gespannt, auf dem ein kleines Streuengelchen mit einem Tablett voller Bonbons entlang gezogen wird und die Süßigkeiten in die fangbereiten Arme der Kinder fallen läßt.

73 Auch derTemplergraben gehört zur ehemaligen Fluchtlinie der von Kaiser Friedrich Barbarossa im [ahre 1165-1166 initiierten inneren Stadtmauer. Die damals durch die pferde noch einmal verdeutlichte Gemütlichkeit fand spätestens 1865 sein Ende. In diesem [ahr legte Wilhelm I van Preußen den Grundstein für den links der Litfaßsäule liegenden Hochschulbereich. Seinen Namen verdankt derTemplergraben den Ordensrittern der TempIer, die im Mittelalter vor der ersten Stadtmauer ihre Ländereien hatten. Die vorliegende Karte vermittelt eine Momentaufnahme aus der [ahrhundertwende und wurde am 1 1 . [anuar 191 1 nach Antwerpen verschickt.

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74 Die Karten der Ansichtskartenserie 'Tlelvetia' gehören wegen ihrer Motive und der jeweils gewählten Perspektive zu den sehenswertesten Produkten damaliger Verlage. Auf dieser Ansicht ist das zwischen 1865 und 1870 von Stadtbaumeister Cremer im Neurenaissancestil errichtete dreistöckige Hauptgebäude der Technischen Hochschule mit seinen 23 Achsen abgebildet. Rechts daneben, das nicht wiederaufgebaute Chemische Laboratorium. Als 1870 der Betrieb aufgenommen wurde nannte sie sich noch Rheinisch- Westfälische Polytechnische Schule. 1880 erhielt sie mit der Rektoratsverfassung gleichzeitig den Titel einerTechnischen Hoch-

schule verliehen. Heute studieren an der Technischen Hochschule circa 38 000 Studenten aus mehr als achtzig Nationen.

75 Vor dem noch nicht fertiggestellten Bau des Architekturgebäudes mit Reiffmuseum an der Ecke Templergraben / Schinkelstraße steht links vom Hauptportal des Hauptgebäudes der Königlich Technischen Hochschule das Denkmal für OUo Intze. Professor Intze wurde als Erbauer von 1 6 Talsperren berühmt und lehrte laut Immatrikulationsaushang der Hochschule im Wintersemester 1892/93 neben Baukonstruktion auch Wasserbau I und Wasserbau

Il. Neben OUo Intze sei noch Professor Hugo Junkers erwähnt, der in Aachen sein Wissen an die Studenten im Fach Flugzeugkonstruktion weitergab.

76 Schon früh nach Inbetriebnahme des Hochschulalltags schlossen sich die Studenten zu Studentenkorporationen zusammen. Zu den ältesten Aachener Verbindungen gehören unter anderem die Katholische Studentenvereinigung Carolinga und die akademische Vereinigung Montania aus den frühen siebziger [ahren des 19. [ahrhunderts. Sie alle gaben eigene Ansichtskarten heraus. Hier abgebildet eine Karte die aus Anlaß der in Aachen in der Zeit vom 1. bis 6. Juni 1909 stattfindenden Versammlung der Katholischen Studentenvereine herausgegeben wurde. Unten das Motto der 42. Generalversammlung 'Religion, Wissenschaft, Freundschaft' .

77 An dieser Kreuzung treffen mehrere Straßen aus Richtung Ponttor, Pulverturm, Westbahnhof und Hochschule aufeinander. Auf der linken Seite ist das zurTechnisehen Hochschule gehörende Eisenhütteninstitut an der Intzestraße zu sehen. Dieses Gebäude wurde 1910 als Institut für Hüttenkunde auf Drängen der Region bei der preußischen Regierung durchgesetzt. Den Eingang zieren die sogenannten Schwarzen Männer, zwei Hüttenarbeiter. Dem Bau des Eisenhütteninstituts sowie anderer Bauten der expandierenden Technischen Hochschule stand der Bahnhof Templerbend im Wege, der durch den im Bildhintergrund gerade noch zu erkennenden Westbahnhof ersetzt wurde.

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78 Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Templerbend wurde am14. Februar 1858 seiner Bestimmung übergeben. Der Bau eines neuen Bahnhofs war erforderlich geworden, nachdem im März 1 844 beschlossen wurde, eine westliche Verbindungsstrecke Aachen -Düsseldorf zu bauen. Der Bahnhof Templerbend war ein sogenannter Inselbahnhof, denn er lag inmitten der Schienenanlage. Durch sein Empfangsgebäude verlief in der Mitte die Zollgrenze. Auf der hier zu sehenden Ostseite hielten die Züge der Aachen-Düsseldorfer Eisenbahn und auf seiner Westseite die Züge der Aachen-Maastrichter Eisenbahn. Letztere war die erste grenzüberschreitende Eisen-

bahnlinie und die erste niederländische Bahn in europäischer Normalspur. Die Aachen-Maastrichter Eisenbahngesellschaft wurde am14.]uli 1845 gegründet um sowohl die Zechen an der

Maas als auch die Zechen in Kerkrade / Niederlande und Kohlscheid anzubinden. Funktionierende grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist somit keine Erfindung von heute.

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Bahuhof 'l'emplerbend.

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