Altötting in alten Ansichten Band 2

Altötting in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Johannes Strauß
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6717-8
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Altötting in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

53. Ein basisdemokratisches Novum nach Jahren der Diktatur waren Bürgerversammlungen wie hier im ehemaligen Hubersaal Anfang Dezember 1955. Etwa 3 00 Anwesende diskutierten mit Bürgermeister Dr. Stumfall über das Thema: die neue B 12-Umgehungsstraße. Erste Planungsunterlagen aus dem Jahre 1941 waren bei einem Luftangriff auf München 1944 verbrannt. Deshalb wurde ein neues Gutachten mit sieben Trassenvarianten den Bürgern vorgelegt. Dabei verwarfen vor allem die Neusiedler und Bauwilligen südlich der Bahnlinie die Trassenführung an der Hillmannstraße und beim Ostermaier-Hof, da sie Verkehrslärm und Wertminderung ihres Eigentums befürchteten. Die betroffenen Bauern wandten sich massiv gegen eine Durchschneidung ihrer Äcker und Wiesen. Schließlich plädierte man für die 'Mitterstraßl'Lösung, das damals noch weitab vom Siedlungsgebiet lag und beschloß die Einsetzung einer Fachkommission - darunter auch Schulrat Max Fellermeier (Foto) - die darüber befinden sollte.

54. Daß sich die seit 1721 ortsansässigen Englischen Fräulein nicht nur aufs Erziehen und Unterrichten verstehen, sondern auch handwerkliches Geschick zeigen, verdeutlicht unser Foto vom Jahre 1956. Zu den begehrten Mitbringseln einer Altötting -Wallfahrt gehörten einst Klosterspezialitäten vom pfortenverkauf im Institut: süßes Quittenbrot, auch Quittensulz oder Quittenkäs genannt, in Spanholzschachteln und Gewürzlebzelten für Magenschwache. Eine besonders heilsame Wirkung sprach man dem Klostergeist zu, hergestellt nach dem Geheimrezept einer gewissen Jungfrau Barbara Wild aus Burghausen von 1792. Zum Leidwesen der Pilger wurden deren Herstellung und Vertrieb wegen akuten Schwesternmangels schon vor Jahrzehnten eingestellt. Unser Foto zeigt Schwester Nepomucena (t19 71) bei der Herstellung von Quittenbrot. Die mit Quittengelee gefüllten Spanholzschachteln kommen zum Trocknen in den Ofen.

55. Seit 1861 durften die Englischen Fräulein mit bischöflicher Erlaubnis Hostien für den Meßgerauch aus reinem Weizenmehl und frischem Quellwasser backen. Von den rund vier Millionen Stück pro Iahr verblieben rund 700 000 am Wallfahrtsort, der Rest ging an Nachbarpfarreien. 1991 verstarb die letzte dafür zuständige 'Hostienschwester' Sr. Aquilina (Foto). Seitdem ist die Herstellung eingestellt.

56. Mit dem Lustspiel 'Irn weißen Rößl' landete die Spielschar der Kolpingsfamilie auch im Fasching 1956 wiederum einen Riesenerfolg. Da die ersten beiden Vorstellungen im Hubersaal mit 9 00 Theaterbesuchern restlos ausverkauft waren, fanden noch zwei zusätzliche Aufführungen statt. Der Dreiakter um drei verliebte Paare und zwei verduzte Brautväter sorgte mit seinen Verwechslungen und Überraschungen für Spannung, aber auch befreiendes Lachen. Es wirkten mit: Siglinde Holzer, HansJoachim Strauß, Xaver Holzer (Regie), Inge Langebner, Frau Berleb, Ernst Hermann, Rita Tretter, Hans Zeiler, Klaus Zahel, Hans Batschovski, Bert Holzner, Maria Kohlmannsberger, Franz Dünhuber, Helmut Mühlberger, Adelheid Binder und Ludwig Anger.

5 7.Am 15 .Ianuar 1957 gegen 16.15 Uhr wurde die Altöttinger Feuerwehr alarmiert. Im Haus an der Marienstraße, in dem der örtliche Konsumverein sein Verkaufsgeschäft unterhält, war ein Brand ausgebrochen, der sich anfangs als harmloser Zimmerbrand erwies, später aber den Umfang eines gefährlichen Schadenfeuers anzunehmen drohte. Die Ortsfeurerwehr war mit dem Tanklöschwagen und dem LF 16 mehr als zwei Stunden mit der Löschaktion beschäftigt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das dramatische Geschehen; denn es mußten zwei Hausbewohner über die Feuerwehrleiter aus dem verqualmten Dachzimmer in Sicherheit gebracht werden. Ermittlungen ergaben als Brandursache einen überhitzten Ofen. Feuerwehrmann Iberl erlitt eine Rauchvergiftung und liegt im Krankenhaus. Der Sachschaden ist durch Rauch- und Wassereinwirkung auch im darunterliegenden Konsumgeschäft beträchtlich.

58. Anläßlich der Feuerschutzwoche 1957 demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Altötting bei einer Schauübung auf der Hammerlwiese vor zahlreichem Publikum ihre hohe Einsatzbereitschaft. Auf unserem Foto erproben junge Wehrmänner gerade das Schlauchauslegen und -anschließen. Alteingesessenen wird die Hammerlwiese vor ihrer Umgestaltung in einen Park und Parkplatz noch in guter Erinnerung sein. Im Winter tummelten sich nämlich auf der durchAufstauen des Sickenbachs überschwemmten Wiese vor der ]osefsburg Schlittschuhläufer und Eisstockschützen. Die lange Mauer mit Holzzaun und Thujenhecke an der Kolbergstraße ist verschwunden. An ihrer Stelle steht nun ein moderner Wohnblock mit Tiefgaragenzufahrt. Im Hintergrund die westliche Rückseite des Freudlsperger-Hofes (Heuwieser, Trostberger Straße 26).

59. Gewissermaßen zum 'Stein des Anstoßes' wurde das im Juni 1 95 6 von Kurt Porzky (* 1917) geschaffene und auf der Tillyplatz-Anhöhe aufgestellte Mahnmal für die 161 im Zweiten Weltkrieg vermißten Altöttinger. Die Gründe für die Ablehnung seitens der Bevölkerung lagen zum einen in der Standortwahl, zum andern im fehlenden Kunstverständnis für das abstrakt gehaltene Flachrelief der Stele. Darum rückten am 7. November 1957 städtische Arbeiter den zwei aufeinandergesetzten Muschelkalk-Steinblöcken zu Leibe und hievten diese unter etlichen 'Haurucks' mittels eines hölzernen Dreifußes auf einen bereitstehenden Laster, der das Monument zum neuen, vorgesehenen Standort am Eisengreinplatz brachte. Hier steht nun bis heute der Vermißtenstein auf einem schmalen Grünstreifen und muß höllisch aufpassen, daß nicht eines Tages der nahe Tilly hoch zu Roß seinen provisorischen Platz an der Kapuzinerstraße mit ihm tauschen will, um zwischen beiden Zuccalli-Stöcken seinen Schlapphut angesichts der Gnadenkapelle sinnvoller ziehen zu können.

60. Am vierten Adventsonntag 1957 fand in der Stiftspfarrkirche St. Philippus und Jakobus die Installierung und Infulierung des neuen Stadtpfarrers und Stiftspropstes Alfons Grüneis statt. Stiftsdekan Dr. Leeb verlas feierlich die päpstliche Ernennungsurkunde und Msgr. Grüneis legte in die Hand des Bischofs Dr. Sim on Konrad Landersdorfer OSB seinen Eid auf das Evangelium und die Verwaltung des pfarramtes ab. Vor dem Oberhirten kniend (Foto) nahm er Kirchenschlüssel, Stola und Evangelienbuch entgegen. Anschließend legte er die priesterlichen Gewänder zum Hochamt an und der Bischof überreichte ihm die Pontifikalien: Mitra, Kreuz und Ring. Unter bischöflicher Assistenz feierte der neue Stadtpfarrer und Stiftspropst dann seinen ersten Pon tifikalg ott esdi enst.

61. Mit dem packenden Bauerndrame in vier Akten 'Der Dorfteufel' am 16. März 1958 im Hubersaal des Gasthofs 'Zum Hirsch' bewies die Kolpingsfamilie wieder einmal, daß sie nicht nur Lustspiele aufführen kann. Unter der Regie von Präses Asenkerschbaumer erlebten die zahlreichen Zuschauer drei Stunden spannende Unterhaltung. Die Darsteller waren: Georg Weichselgartner, Josef Dünhuber sen., Franz und Linerl Dünhuber, Hans Zeiler, Helmut Stelzl, Siegfried Walin er, Lydia Bergmann und Traudl Kollmannsberger.

62. Die Anfänge des organisierten Schützenwesens in unserer Stadt reichen über 140 Jahre zurück. Der Vielzahl von Neugründungen um die Mitte des 19. Jahrhunderts (Alt, Wild-, Tell-, Frei-, Feuer- und Eintrachtschützen) folgen immer wieder Zusammenschlüsse in Nachfolgevereinen. 1950/51 fusionieren die Schützengesellschaften Eintracht, Freischütz, Nr. 1 Altötting und die königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft zur 'Vereinigten Sportschützengesellschaft Altötting e.V' Unser Foto zeigt die VSSG anläßlich des Endschießens und der Fahnenübergabe 1958 im Vereinslokal Weißbräustuben. Von links, unten: Hager, Zumüller, Bauer, Schubert, Berghammer (ehern. Gauschützenmeister ), Hoffmann (Ehrenschützenmeister), Egglseder (neuer Gauschützenmeister) ,Kranich Martin und Röder. Mitte: Schindler, Huber 0., Weigl, Huber]., Kranich H., Kranich Max, Kramer, Held und Weindl. Oben: Hart!, Reichenberger, Altmannshafer, Freudlsperger, Kranich W, Lehner, Meier, Ismair, Niedermeier, Geratshuber und Bertold.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek