Altötting in alten Ansichten Band 2

Altötting in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Johannes Strauß
Gemeente
:  
Provincie
:  
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6717-8
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Altötting in alten Ansichten Band 2'

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63. Nach der durch Papst Pius XII. neugeordneten Karwochenliturgie fanden am Palmsonntag 1958 das verkürzte Zeremoniell der Palmweihe und die sich daran anschließende erweiterte Palmprozession auf dem Kapellplatz statt, eröffnet von Buschen tragenden Schulkindern.

64. Ein ortsfremder Segelfliegerpilot unternimmt 1958 eine perfekte Außenlandung bei den' Acht Bäumen' (heute:

Parkplatz an der BI2). ErsterVorstand FranzWeigl (2. von links) und Hans-Joachim Strauß (rechts) nehmen sich ihres in Not geratenen Fliegerkameraden an. Ein Ordnungshüter (links) prüft dessen Papiere.

65. Mit einem Pontifikalgottesdienst in der Stiftspfarrkirche begannen am 30. August 1958 die Einweihungsfeierlichkeiten für die neue Knabenschule an der Kreszentiaheimstraße. Der erste Bauabschnitt - Hauptgebäude und Hausmeisterwohnung - wurde nach Plänen des Münchener Architekten Hermann Neidlinger innerhalb eines Jahres fertiggestellt. Die Kosten beliefen sich auf rund 1,3 Millionen DM. Zum Festakt im Hof der neuen Schule (s. Foto) waren zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens erschienen, an der Spitze Regierungspräsident Dr. Mang, Landrat Dr. ScheupI, Schulrat Kar!, BischofSiman Konrad von Passau, Stiftspropst Msgr. Grüneis, Dekan Klein,!. Bürgermeister Neumeier sowie Mitglieder des Stadtrats und die Lehrerschaft. Nach der kirchlichen Weihe erfolgte die Schlüsselübergabe. Die Parterreräume für die evangelischen Kinder weihte Dekan Klein ein. Die Umrahmung der Feierstunde besorgten Schüler mit Gedichten. Ein Knabenchor sang unter der Leitung von Lehrer Gregor Burger und es spielte die Stadtkapelle Schacherbauer.

66. Kommt ein Turm geflogen! Ein schwerer S-58 Hubschrauber der amerikanischen Streitkräfte vom Luftwaffendepot Schleißheim hob am 3 o. September 1958 einen 19 m hohen Turm auf das Dach der Gnadenkapelle. In drei Abschnitten wurde das Manöver durchgeführt. Zunächst setzte der Helikopter den l,S Tonnen schweren stählernen Turmunterteil auf, dann den hölzernen Mittelteil und schließlich die Turmspitze. Zahllose Schaulustige beobachteten aus sicherem Abstand die schwierigen Flugmanöver. Auf Bitten der Kapelladministration stellten die Amerikaner Gerät und Besatzung kostenlos zur Verfügung. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr übernahm Feuerschutz undAbsperrdienst. Der alte Turm - vor 450 Jahren errichtet - mußte wegen des morschen Gebälks vollständig abgetragen werden.

67. Der Eisclub 1889 feierte am 31. Ianuar 1959 sein 70. Gründungsfest. Nach dem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder in der Stiftspfarrkirche marschierten in festlichem Auszug vom Gasthof'Altöttinger Hof' 38 Eisschützen, angeführt von der Kapelle Schacherbauer, mit geschulterten Eisstöcken zur Eisbahn auf die Gabriel-MayerWiese (Foto). Dort traten die Blauen gegen die Roten zum Wettkampf an, den die Blauen mit 4: 2 für sich entschieden. Zugleich feierte der 'Bispauli' Stadlbauer sein 35-jähriges Jubiläum als Bahnwart. Zufrieden brachte der 'Oberkommandierende' den reibungslosenAblauf des Festes auf den Punkt: 'r hätt mi schon narrisch s' ärgert, waar nix z'sammganga! '

68. Nach beendetem Wettkampf stellten sich Sieger und Verlierer dem Fotografen. Von links, vorne: Greiml, Reisenberger, Wimmer, Aschenbrenner, KäppI, Räder, Wibmer, Huber S., Stadlbauer P, Riedl, Fellermeier, Stadlbauer H., Enghofer, Eber!, Berghammer, Bruckmayer R., Hinterberger H., Er!meier, Stern und Mayer. Hinten: Iändl, Beer, Spagl, Lang, LobbichIer, Simmet, Hochhäusl, Haderer (?), Sauerwein, KeIlerer, Behr, Fischbacher, Pongratz, Demmelhuber, Bruckmayer G., Diet!, Lutz und Aigner. Fähnchenbuam ganz vorne: Josef und Fritz Diet!.

69. Der älteste Bauer in der Hofmark war der 'Vonbeck' am Tillyplatz. Dem Hoffuß nach galt das Anwesen als halber Hof, erbrachte aber die hächstenJahresabgaben in Geld und Naturalien für den Grundherrn, den Stiftspropst, so daß man ihn nicht zu Unrecht als den Hofmarksbauern bezeichnete. Im 17. Jahrhundert übten die Vonbecks sogar das angesehene Amt des Zechpropstes aus, waren also Mitverwalter des Kapellvermägens. Ihre Besitzerreihe läßt sich bis 1425 zurückverfolgen. Auf dem Schinagl-Stich (1662) erkennen wir stattliche Holzgebäude mit einem ausgedehnten Baumgarten. Da der bäuerliche Erwerbsbetrieb inmitten der Stadt zunehmend schwieriger wurde und die Bausubstanz von 1841 (s. Foto oben) immer mehr verfiel, gab Zäzilia Niedermaier die Landwirtschaft auf Am 25. Februar 1959 wurde der Vonbeck- Hof abgerissen (s. Foto unten) und an seiner Stelle ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet.

70. Fast 90 Iahre stand die Knabenschule an der Neuöttinger Straße. Ihretwegen mußte der Dechantbauernhof, der an dieser Stelle weit über 400 Jahre bestand, im Iahre 1870 weichen. Seit 1872 war der streng gegliederte Neubau mit seinen vorspringenden Eckrisaliten und den markant hohen Fensterstöcken der ganze Stolz der Marktgemeinde und ihres Bürgermeisters Max Beck (1869 bis 1901) .Als 1958 an der Kreszentiaheimstraße wegen steigender Schülerzahlen ein neues Schulhaus errichtet wurde, waren die Stunden des alten Gebäudes gezählt. Am 4. Mai 1959 begannen die Abbrucharbeiten durch die Baufirma EX. Bender, zuerst mit der Niederlegung der Innenwände. Zum Schluß fielen dieAußenwände nach innen zusammen. So wurde der durch die Neuöttinger Straße fließende Verkehr nicht gefährdet. Auf der freigewordenen Fläche baute die Deutsche Bundespost 1 961 ihr neues Postamt, das wiederum nach 41 Jahren zu einem Geschäftshaus mit Arztpraxen umgebaut wurde.

7 1. Steigende Pilgerzahlen und zunehmende Motorisierung führen besonders an den Höhepunkten der Wallfahrtssaison zum regelrechten Verkehrskollaps im Stadtzentrum, wie auf dem Foto vom 1. Mai 1959 zu sehen ist. Ampelanlagen fehlen. Zebrastreifen gaukeln älteren und verkehrsunerfahrenen Pilgern vermeintliche Sicherheit vor. Landpolizisten regeln bei Bedarf den Verkehr: Pkws, Lkw-Gespanne, Busse, Motorräder und Traktoren stecken im Stau. In St. Magdalena vermischen sich Weihrauchduft mit Auspuffgasen, Motorenlärm mit Orgelspiel. Chaotische Zustände am Kreuzungspunkt zweier Bundesstraßen. An den Fahrbahnrand gedrängte, verunsicherte Bahnpilger beim Auszug zur Heimfahrt, eingepfercht im stehenden Verkehr.

72. Keine der Altöttinger Straßen hat im Laufe der Zeit in ihrem Verlauf so viele Veränderungen erfahren wie die Schlotthamer Straße. Durch den mehrgleisigen Ausbau als Rangierbahnhof war der früher durchgehende Weg zum gleichnamigen Weiler auf Höhe des Lagerhauses unterbrochen. Lästige Umwege waren unvermeidlich, der Bau der Hillmannstraße eine Folge davon. Erst die Untertunnelung 1970 schaffte für Fußgänger und Radfahrer eine spürbare Verbesserung. Bis zum Bau der Bahnhofstraße in den sechziger Jahren zogen die Eisenbahnpilger durch diese Straße zum Kapellplatz ein. Der Ausbau des Inneren Rings hat sie vollends zur Sackgasse herabgestuft. Immer noch unverändert wie auf unserem Foto vom 1. Mai 1959: die Parkplatznot zur Hauptwallfahrtszeit.

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