Ankum in alten Ansichten

Ankum in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Tüting
Gemeente
:   Ankum
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3283-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ankum in alten Ansichten'

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9. Wie schwierig es war, mit den Mitteln der damaligen Zeit die Baumaterialien - in diesem Falle die Kapitelle der Säulen - zu transportieren, zeigt diese Aufnahme. Ein mit vier Pferden bespanntes Fahrzeug kann die Steigung des Weges vom Hause Vahlmann (Mitte) und Hardebeek (jetzt ReischelMarien-Apotheke) nicht überwinden. Man hat durch einen tiefen Einschnitt in den alten Friedhof die Steigung abgeflacht, um so einen Weg zu schaffen und die Anfuhr der Steine zu ermöglichen. In dem Durchblick zur Hauptstraße erkennt man eine 'Scheune', die zum Hause Ratermann gehört.

10. Die Säulen wachsen mit den technischen Mitteln jener Zeit. Im Vordergrund sehen wir die 'Basis', den Grundstein, einer der sechs Säulen in der Ankurner Kirche. Die zweite Säule ist inzwischen bis zur vollen Höhe aufgerichtet. Das Kapitell (Kopfstück) wird mit einern Flaschenzug auf die erforderliche Höhe gebracht. Für heutige Verhältnisse sind die Hilfsmittel sehr einfach. Hölzerne Gerüststangen ohne besondere Schutzvorrichtungen würden heute den Sicherheitsanforderungen wohl nicht genügen. Aber auch mit diesen primitiven Geräten wurde der Neubau der Kirche ohne ernstliche Unfálle fertiggestellt.

11. An den beiden Seiten des Bildes sehen wir die Vierungspfeiler des Mittelschiffes. Die Säulen stehen! Die Einwölbung der Kirche kann beginnen. Ein Wald von Gerüststangen, Querverbindungen und Schrägstreben füllt den Raum, Die im Bilde gezeigten Bauhandwerker und Handlanger sind offensichtlich 'kopffest', Nur schwindelfreie Männer konnten hier ihre Arbeit verrichten. Der rote Sandstein für die Säulen und im Wechsel auch verwandt für die Vierungspfeiler - kommt aus der Eifel. Der helle Sandstein wurde von Ibbenbüren herangeschafft.

12. Das Dach der Kirche und des kleinen Turmes ist gerichtet. Vor dem Turm steht das Hotel 'Schmidt', daneben die Scheune. Vor dieser ist das kleine Haus zu erkennen, das in Verbindung mit dem Mauerwerk an Schlarmanns Garten stand. Das Haus Schlarmann mit Scheune und die Nachbarhäuser schließen sich an. Die 'Bleiche' im Vordergrund wurde erhöht, als bald nach dem Zweiten Weltkriege an der Bippener Straße die alte Dorfes-'Sandkuhle' in einen Sportplatz verwandelt wurde. Sie dient seit Jahren als Marktplatz, der ansteigende Teil an Beekers Stiege ist bebaut. Heute überquert die Bundesstraße 214 den Ankumer Bach etwa an dem Standort des Fotografen.

13. Der Neubau von Süden gesehen. Es muß noch aufgeräumt werden. Am 23. Oktober weihte Bischof Dr. Hubertus Voss die Kirche ein. Manche Änderung im Kirchenraum ist inzwischen vorgenommen worden; aber es soll festgehalten werden: Die Zimmerarbeiten wurden von der Ankumer Firma B. Overberg ausgeführt. Das Lärchenholz für Kirche und Turm kaufte die Gemeinde aus dem 'Forstort Maiburg'. Der 'Unternehmer B. Hutmacher aus Ankum' lieferte die Dachdeckerarbeiten. Die Malerei ist nach Angaben des Dommalers Schnelle von dem Maler Rabe, Ankum, ausgeführt, Auch die 'Wache' wandelte mehrfach ihr Gesicht.

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14. Die erste Postkarte: 'Gruß aus Ankum - Kirche.' Ganz links vor der alten Schule sind schon die jungen Linden gepflanzt. In dem rechten Zipfel zwischen den Fußwegen erkennt man nur schwach den ansteigenden 'Leffers Boll'. Man hatte die zahlreichen Überreste aus den Gräbern, die ja dem Neubau weichen mußten, oder bei dem Auswerfen des Weges (Bild 9) freigelegt worden waren, in einern flachen, runden 'Boll' zusammengetragen. Sein Name: 'Leffers Boll' ist wohl abzuleiten aus dem Namen des damaligen Geistlichen Leffers, Schon vor Jahren ist der flache Hügel auf dem Raum östlich der Kirche eingeebnet worden, und somit wird auch der Name bald vergessen sein.

15. Seit Jahrhunderten waren die Toten des Kirchspiels Ankum auf demKirchhof beerdigt worden. Als man 1891 die Grabplätze des Jahres 1864 schon wieder belegen mußte, ordnete die Regierung in Osnabrück an: 'Es soll das auf dem Vogelberg belegene der Witwe Schulte gehörige Grundstück erworben werden.' Seit November 1892 wurde der neue Friedhof benutzt. Die Rückseite des ersten Grabsteines soll nach Aussagen älterer Bewohner die Inschrift getragen haben: 'Heute mir - morgen dir - ruht die erste Leiche hier.' Die damals angelegte Kastanienallee am neuen Friedhof verläuft in östlicher Richtung. Im Hintergrunde sind Häuser an der Hauptstraße zu erkennen; jetzt stehen dort irn 'Oberdorf" die Neubauten von US-Stegwaren und Billenkamp.

16. Als um 1890 ein Platz für den neuen Friedhof gesucht wurde, schrieb am 5. August 1891 der Landrat nach einer Ortsbesichtigung: 'Es kann keinen Zweifel leiden, daß nur der hoch und luftig gelegene Platz hinter der Bürgerschule für die Neuanlage eines Friedhofs geeignet ist.' Von diesem Schulhof aus geht unser Bliek über den 'Tiefen Weg' nach Sitter, Die Holzhütte des Bildhauers Böhm steht als einziges 'Bauwerk' vor den weit entlegenen Häusern auf der Kunkheide. In der Franzosenzeit waren der spätere Schulhof und der Friedhof 'auf dem sogenannten Vogelberg beim Dorfe Ankurn' als 'Reitbahn der Husaren' benutzt worden. Der Besitzer Colon Schulte erhielt damals zwei Reichstaler als Entschädigung aus den 'Linderungsgeldern'.

17. Man sieht von Südwesten her das ganze Dorf in seiner damaligen Ausdehnung. Die Aslager Straße mit der Lindenreihe, die bis in das Dorf reicht und bei der 'Litzenburg' in die Dorfstraße übergeht, zieht sich von links bis in die Bildmitte. Die einzelnen Häuser sind nur unsicher in das heutige Bild einzufügen. Die im Jahre 1870 auf dem Vogelberg erbaute 'Höhere Bürgerschule' war nach Angliederung (1886) der 'Präparandenanstalt' im Jahre 1903 vergrößert worden. Das Dach der Aula ragt rechts neben der Kirche deutlich herver. Es hatte damals schon die gleiche Höhe wie das bis 1970 als Realschule dienende Haus.

Totalansicht ven lor icn

18. Die Ansicht des Dorfes von Norden zeigt ein völlig anderes Bild. Etwa von der Höhe des Nonnenberges gesehen, steht die neue Kirche im Mittelpunkt. Links davon sind nur die beiden Schulgebäude zu sehen. Das alte Schulhaus - jetzt Borromäus-Bücherei - war 1900 durch ein neues Schulhaus mit drei Klassenräumen und Lehrerwohnungen ersetzt worden. Zehn Jahre später wurden noch einmal drei Klassenräume und eine Turnhalle gebaut. Unterhalb des Turmes liegt langgestreckt der flache einstöckige Bau der Notkirche. Die jetzige Kolpingstraße und der Tiefe Weg bestehen als Wohnstraßen noch nicht. Nur einige Häuser des Unterdorfes in ihrer damaligen Form sind zu erkennen.

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