Ankum in alten Ansichten

Ankum in alten Ansichten

Auteur
:   Ernst Tüting
Gemeente
:   Ankum
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3283-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ankum in alten Ansichten'

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49. Im Jahre 1860 war in dem späteren Küsterhause an der Kirche ein Krankenhaus eingerichtet worden. Aber schon nach wenigen Jahren sah man sich gezwungen, einen Neubau zu errichten, der 1869/70 fertiggestellt wurde. Das Haus war etwa 24 Meter lang und 12 Meter breit. Bis zum Jahre 1928 diente dieses 'Kloster' ohne wesentliche Änderungen dem Wohle der Kranken, bis es dann nach Westen erweitert und mit Operationsräumen versehen wurde. (Bild: Altbau 1870.) Die gesamte Entwicklung des Ankumer Marienhospitals wurde anläßlich der 125-Jahrfeier in einer Festschrift eingehend dargelegt. Heute können etwa 110 Kranke betreut werden. Die anerkannte Gesamtbettenzahl verteilt sich auf Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Orthopädie.

50. In 125 Jahren weitete sich das Krankenhaus von einer Versorgungsstelle mit zwei Schwestern (St. Mauritius, Münster) zu einem modern ausgestalteten Krankhause (Nr. 49) aus, Auf dem vorliegenden Bilde steht noch das Haus Heile, Der Gartenraum des 'Klosters' ist schon fest begrenzt. Feuerlöschteiche, Grünfläche für einen Wanderzirkus und Tummelplatz für die Dorfjugend sind verschwunden. Heute reicht dieser Raum kaum aus als Parkplatz für die Besucher und Patienten.

51. Seit Jahrhunderten haben Mühlen für das Wirtschaftsleben im ländlichen Raum eine entscheidende Bedeutung gehabt, die wir uns kaum noch vorstellen können. Die Klöster Malgarten und Lage stritten immer wieder um die Wasserzufuhr aus der oberen und unteren Hase. An dem Bach, der aus Westerholte kommend, durch Rüssel fließt, bestanden noch in diesem Jahrhundert die Mühlen Meyer zu Starten, Buschermöhle Rüssel, Möllmann Rüssel, Schulte Rüssel und die Feldmühle in Bersenbrück. Unser Bild zeigt die beiden Wasserräder der Mühle des Gutes Brunning an der Tütinger Beeke.

52. Das Korn schüttete man in der Höhe des Dammweges zwischen Teich und Mühle in den Mahlgang. Das gemahlene Gut konnte dann unten an der Seitentür des 'Erdgeschosses' wieder abgeholt werden. Der sonst in Mühlen übliche Aufzug konnte entfallen. Eine zweite Mühle bestand in Ankum bei 'Schipper Berling' an einem 'Nebenfluß' der Tütinger Beeke. Der Bachlauf oberhalb dieses Teiches wurde früher als Rötebeeke bezeichnet, da dort der Flachs bei der langwierigen Bearbeitung zu gutem Stoff eine Zeitlang unter Wasser gären mußte. Das verkaufsfertige Leinen wurde zur Prüfung der Güte bei der Legge abgegeben (Bild 29).

53. Eine Postkarte der Deutschen Reichspost (von 1898!) zeigt uns eine Mischung von 'Bildern' aus dem Dorf, die wohl mehr Zeichnungen als Fotografien sind, 'Marktplatz mit Kriegerdenkmal'. Die kleine 'Wache' vor der Kirche ist zu einem stattlichen Bau angewachsen, der sogar noch von dem Denkmal von 1870/71 überragt wird. 'Ankum' und 'Krankenhaus' lehnen sich an Fotos an, während die neue Kirche schon zu bewundern ist, obwohl sie erst zwei Jahre später eingeweiht werden konnte. (Verlag: A. Lohrnann.) Das als 'Höhere Bürgerschule' 1870 erbaute Haus hat inzwischen auch die Präparandie aufgenommen. Auf dem Bilde Nr. 55 ist es im Hintergrunde zu sehen,

54. Etwa zur gleichen Zeit gibt auch der Verlag von der Becke eine Postkarte heraus, auf der fünf Bilder zusammengestellt sind. In Farbe werden die neue Kirche, das Krankenhaus, das Hotel 'Im deutschen Hause' mit einem Pavillon als Fachwerkbau, ein sehr hochragendes Denkmal von 1870/71 und das Gut Eggermühlen dargestellt. Die Umrahmung im Stile jener Zeit mit Blumenschmuck und dreifarbiger Beschriftung ist in der Schwarz-weiß-Wiedergabe leider nicht zu erkennen. 'Jugendstil' auch im kleinen, abgelegenen Ankurn.

55. Im Jahre 1868 war in Ankum eine private 'Höhere Bürgerschule' gegründet worden, die 1870 ein zweiklassiges Schulhaus auf dem Vogelberg bezog. Dieser Bau ist fast in seiner ganzen 'Größe' auf dem vorliegenden Bilde zu sehen. Rektor Kirfel wurde nach dem Abgang von Rektor Kohnen Schulleiter (ab 1923). Wie aus dem Bild zu entnehmen, besuchten um 1925 66 Schüler diese weiterführende Knabenschule. Ein Übergang auf ein Gymnasium - vor allem zum 'Carolinurn' in Osnabrück - war bei entsprechender Fächerkombination möglich. Von den auf dem Bilde gezeigten Schülern erreichten mindestens zwölf eine abgeschlossene Universitätsausbildung.

56. Der 'Höheren Bürgerschule' wurde 1886 eine 'Präparandenanstalt' angegliedert. Volksschulabsolventen konnten hier in drei Jahren die Befähigung zum Besuch des Lehrerseminars in Osnabrück erlangen. Für diese Präparandie wurde 1903 das alte Schulhaus (Bild 55) um zwei Räume und eine Aula erweitert (hinter dem Neubau zu sehen). Der im Bilde festgehaltene Urn- und Neubau fand 1926 statt, als nach dem Ende der alten Lehrerausbildung (1921) der Höheren Bürgerschule die Töchterschule im gleichen Jahre angegliedert wurde. Aus der Zusammenlegung beider Einrichtungen entstand die Mittelschule, jetzt Realschule, die die Regierung am 6. März 1929 als öffentliche mittlere Schule anerkannte.

57. Im 'Bersenbrücker Heimatbuch', 2. Band, schreibt E. Sim on über 'Das Landwirtschaftliche Bildungswesen', Er weist darauf hin, daß der Kreis Bersenbrück 'als einziger in der Provinz Hannover und wohl im ganzen Preußen nicht weniger als drei landwirtschaftliche Schulen besitzt'. In Ankum wurde eine 'landwirtschaftliche Winterschule' schon am 27. Oktober 1906 eröffnet. 156 Landwirte und Gewerbetreibende trugen als 'Garanten' fast alle Unkosten. Am 2. April1910 übernahm der Kreis die Schule und 1920 die Landwirtschaftskammer Hannover. Das Haus blieb weiterhin im Besitz der 'Garanten'. Der stattliche Bau an der Tütinger Straße steht noch (US Stegwaren; Welp). An der Straße erkennt man links 'Sandschmidts' (Rolfes, jetzt Bredford) und rechts Berens und die Schmiede von Brinkmann.

58. Vor dem neuen Bau der Volksschule stellten sich Jahre hindurch die etwa zehnjährigen Kinder auf für das übliche Klassenbild. Rektor Larnmerrnann und die (der) jeweilige Klassenlehrer(in) - hier Fräulein Greve - bildeten den Rahmen. In zwei Klassen mußten sechzig Kinder und mehr untergebracht werden. Die auf dem verliegenden Bilde gezeigten 'Kinder' sind inzwischen 75 Jahre alt. Die Zeit (und der Krieg!) haben schon manchen hinweggerafft. Nicht alle konnten in Ankum bleiben. Durch Heirat, Beruf und verher schon durch Umzug der Eltern sind sie ausgeflogen aus dem Nest. Einige blieben der Heimat treu.

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