Ansbach in alten Ansichten Band 1

Ansbach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Lang
Gemeente
:   Ansbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2552-9
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ansbach in alten Ansichten Band 1'

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99. Schon lange wegen seines ungepflegten Bauzustandes unansehlich: das frühklassizistische Neue Alexander-Tor, das 1791 von l.P. Bischoff erbaut wurde, letzte Erinnerung an den im gleichen Jahr nach England exilierenden Markgrafen Alexander. Das Tor bildet die scharfsinnig auskalkulierte Verbindung zwischen Altstadt und Neuer Auslage, zwischen der Irregularität mittelalterlicher Straßenführung und der rationalen Gliederung der barocken Reißbrettstadt.

Jnsbach

Promenade.

Carl Jnnge's Buchhandlung, Ansbach.

100. Die Promenade - hier gegen Osten in Richtung Schloßplatz - ist weitgehend von den Hofbaumeistern Leopoldo Retti und Johann David Steingruber geprägt worden. Auch wenn sie manches Irreguläre nicht vermeiden konnten, ist doch der Wille unverkennbar, eine möglichst einheitliche Straßengestaltung im Sinne des fürstlichen Absolutismus zu erreichen. Dabei kam vor allem Steingruber durch seine jahrzehntelange Tätigkeit zu großer Wirkung.

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10 1. Eine gewichtige Funktion im Reigen barocker Bauten entlang der Promenade besitzt das ehemalige Palais von Nostiz, das 1748 entstand und auf Johann David Steingruber zurückgeht, Die benachbarten Anwesen 10, 12, 14, 16 und einige Häuser auf der anderen Promenadenseite wurden von Steingruber gestalterisch und proportionsmäßig abgestimmt, womit ein intensives Ensemble entstand. Jede weiterführende Gestaltung der Promenade sollte sich daran orientieren.

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102. Die Nordseite der Promenade folgt durchgehend der Stadtmauer, auf deren Reste die Häuser zum Teil aufgesetzt sind. Mit den vorgelagerten Gärten bilden sie ein hübsches Ensemble des 18. Jahrhunderts, das den spätmittelalterlichen Charakter der Altstadt weitgehend abschirmt. Auch bei diesen Häusern ist bezeichnend, wie sehr die Sprossengliederung der Fenster zum barocken Bild gehört, den Häusern einen anheimelnden Charakter verleiht.

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Promenade mit Versicherungsanstalt.

103. Trotz der massiven Bautätigkeit des 18. Jahrhunderts kam es an der Promenade zu keiner allseitig geschlossenen Bebauung. Einige Lücken wurden, mehr oder minder gelungen, erst später geschlossen. Die einstige Versicherungsanstalt, heute Sitz des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft, stellt den interessanten Versuch zu Beginn dieses Jahrhunderts dar, Baugedanken des Barock mit Einzelformen des Jugendstils zu verbinden.

104. Auch der Ansbacher Bauboom des 18. Jahrhunderts hat es nicht vermocht, jegliche ältere Bausubstanz zu überdecken. So blieb im Stadtbild manches Irrationale, wie im Anwesen 13 an der Promenade. Zwischen Häusern der Markgrafenzeit konnte sich der rohe Block eines Stadtmauerstückes weiterbehaupten. Es ist eine der wenigen Stellen in Ansbach, wo die Stadtmauer noch hervortritt und verdeutlicht, daß die 'Stadt des fränkischen Rokoko' einen wesentlich älteren Kern hat.

105. Das Herrieder Tor mit seinen flankierenden Nachbarbauten ist eine der geschlossensten Baugruppen aus der Zeit des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich. Leopoldo Retti und vor allem Johann David Steingruber zeichnen für dieses Ensemble verantwortlich, das ein glänzender Beweis ist, wie sorgfältig die Hofbaumeister verschiedene Baukörper aufeinander abstimmten. Immerhin stammen die beiden Rundbauten von 1733/34, während der Turm erst 1750 geschaffen wurde.

106. Sorgfältige Planung aus einer Hand verrät die Häuserzeile Maximilianstraße 3-15. Hier war Hofbaumeister Johann Caspar Wohlgemuth am Werk, der diese Bauten an der Steinernen Promenade von 1779-1783 gestaltete. Sie bilden das - neben dem Karlsplatz - kostbarste bürgerliche Ensemble des 18. Jahrhunderts. Die ausklingende Markgrafenzeit hat sich damit ein großes Denkmal gesetzt. Durch das Verständnis der Besitzer wurden entstellende Ladeneinbauten vermieden.

107. Die 'Reihenhausfront' der MaximiJianstraße wirkt auf den ersten Bliek sehr einheitlich. Dies hat jedoch den Architekten nicht gehindert, in den Details unablässig zu variieren, wie sich vor allem in den (für die Epoche) reichgestalteten Portalen zeigt. Das Portal des Hauses Nummer 13, einst für den Schmiedemeister Schnürlein errichtet, ist ein treffendes Beispiel für den Stil Wohlgemuths, der rnit der Karlshalle eine weitere wichtige Leistung erbracht hat.

ANSBACH. Serie: Portale.

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Ma1timi1iansstrasse mit Herriederto",

1 08. Die Steinerne Promenade in der Maximilianstraße war früher ein beliebter, mit Ruhebänken ausgestatteter Spazierweg. Er führt auf das Herrieder Tor zu. Analog hieß das umgebende Stadtviertel über Jahrhunderte hinweg Herrieder Viertel. Auch bei dieser Aufnahme wird deutlich, wie die Kopfsteinpflasterung das Gesamtbild gestaltet. Sie gehört unverwechselbar zum Ensemble der barocken Stadt, insbesonders im Falle von Ansbach.

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