Ansbach in alten Ansichten Band 1

Ansbach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Lang
Gemeente
:   Ansbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2552-9
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ansbach in alten Ansichten Band 1'

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9. Zu den ältesten Straßen Ansbachs gehört die Platenstraße, zuerst Judengasse, dann Kirchgasse genannt, bis sie den Namen August Graf von Platens erhielt, der 1796 im vordersten Haus zur rechten Hand geboren wurde. In der Mitte des Hauses steht ein hervorragendes Barockportal, das einhundert Jahre älter ist und in seinem Schild einen aufsteigenden Adler mit der Devise 'Phoebo auspice surgit' zeigt. Darunter ist die Erinnerungstafel an Platen eingelassen, die 'Tulpe des Deutschen Dichtergartens'.

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Set. Johanneskirehe.

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10. Bis 1810 war die Johanniskirche die einzige Pfarrkirche der Stadt. 1441 hatte man den Grundstein zum Chor der spätgotischen Kirche gelegt, nachdem zu dieser Zeit der Westgiebel und das Langhaus bereits standen. Der größere Nord turm trägt die Jahreszahlen 1504 und 1508. Endres Embhart und Nikclaus Eseler sind als Baumeister nachweisbar. 1660 wurde die Johanniskirche Grablege der Hohenzollern, bis die Sarkophage 1976 in die Gumbertuskirche verlegt wurden.

11. Das Innere von St. Johannis bietet das Bild einer dreischiffigen Staffelhalle. Inzwischen wurde die Kirche nachhaltig verändert. Die für den Kirchenbaustil im einstigen Fürstentum Brandenburg-Ansbach typischen Emporen sind verschwunden; der spätgotische Raum erhielt damit seine Einheit zurück. Entfernt wurden noch Altar und Kanzel der Neugotik, wobei jedoch auch die nachfolgende Ausstattung Kornpromißcharakter trägt, Heute dient das frühbarocke, wertvolle Seuboldt-Epitaph als Altar.

12. Ansbach besitzt eine Fülle von Portalen des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie sind besonders bedroht, wenn es um die uneingeschränkte Nutzung der Erdgeschoßzonen geht. Oft sind sie mit ihren Sandsteinpartien auch durch unsachgemäßen Anstrich dem Verfall ausgeliefert. 'Klein aber fein', so möchte man das Portal des Bäckerhauses in der Platenstraße bezeichnen, das auf dem Schlußstein eine Brezel und die Jahreszahl 1693 zeigt. Auch seine Türe stammt aus der Erbauungszeit.

13. Treppentürme sind für das Ansbacher Stadtbild typisch, allerdings nicht immer von der Straßenseite zu sehen. Das höchste Exemplar steht im Anwesen Schaitbergerstraße 10, das auch einen begehbaren Rest der Stadtmauer birgt. In diesem Gebäude, heute des romantischen Efeus entkleidet, hat das Kreisund Stadtmuseum Heimat gefunden. Es birgt unter anderem die Kaspar-Hauser-Samrnlung und eine ' hervorragende Sammlung von Ansbacher Fayence und Porzellan des 18. und 19. Jahrhunderts.

1nsbadt IrmesOnder-Glöd1lein am R~lh~us und Gumberlusklrállurm

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14. Auch das Rathaus besitzt seinen Stiegenturm, der von einem GlockenstuWaufsatz bekrönt wird. Hier hing bis 1918 die Arrnesünder-Glocke. In seiner Gesamtheit war der Rathaushof ein stimmungsvolles Ensemble, das erst nach dem Zweiten Weltkrieg Einbußen erlitt. Von hier bietet sich ein Bliek auf die Dreiturmgruppe von St. Gumbertus, der ältesten Kirche der Stadt, in deren Namen die Erinnerung an den Franken Gumbert nachlebt, der im 8. Jahrhundert sein Kloster gegründet hatte.

15. St. Gumbertus mit seiner unverwechselbaren Dreiturmfassade, die im Volksmund 'Drei Türme ohne Dach' - als eines der Wahrzeichen von Ansbach gilt. Erst das sorgfältige Auge erkennt, daß es sich dabei, trotz vieler gotischer Einzelformen, um ein Werk der Renaissance handelt, von Gideon Bacher aus dem Jahre 1594. Lediglich der Südturm stammt aus der Spätgotik. Vor der Kirche steht das Haus der Landstände, 1532 von Sixt Komburger erbaut.

ANSBACH

St. Gumber1uskirche

Obe-er Mark. mt St Johann kirche

16, Beschaulichkeit hat einmal die Atmosphäre des Martin-Luther-Platzes gekennzeichnet, des eigentlichen Mittelpunktes der bürgerlichen Stadt. Er wird vom ungleichen Turmpaar der Pfarrkirche St. Johannis beherrscht. Einen eigenen städtebaulichen Akzent setzt der Markgraf-Georg-Brunnen, Großzügige Bürgerhäuser mit den für Ansbach charakteristischen Putzfassaden, die ihren repräsentativen Zuschnitt der Markgrafenzeit verdanken, bestimmen die Szenerie.

17. Auf das Jahr 1515 geht der Markgraf-GeorgBrunnen zurück. Über einem achteckigen Eisenbecken steht auf einem verzierten Säulenschaft ein Gepanzerter. Unter ihm wird an den Girlanden das Ansbacher Stadtwappen gezeigt, Der Brunnen ist sprechende Erinnerung an Markgraf Georg den Frommen, unter dessen Regierung 1528 die Reformation in Ansbach eingeführt wurde. Die Residenzstadt sollte von da ab eine führende Rolle im süddeutschen Protestantismus spielen.

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Brunnen des Markgrafen Georg des Frommen.

18. Das Rathaus ist der einzige bürgerliche Bau Ansbachs, der sich mit den markgräf1ichen Repräsentationsgebäuden messen kann. Sein architektonisches Erscheinungsbild stammt aus den Jahren 1621/23. Valentin J uncker wird als planender Banmeister genannt. Bei der letzten Renovierung in den zwanziger Jahren wurde die schwerblütige Rustikagliederung beseitigt und die Fassade geglättet. Bis heute ist das Rathaus das große Selbstzeugnis der Ansbacher Bürgerschaft geblieben.

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