Ansbach in alten Ansichten Band 1

Ansbach in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Adolf Lang
Gemeente
:   Ansbach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2552-9
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Ansbach in alten Ansichten Band 1'

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59. Das bayerische Königshaus verwendete das Schloß als geeigneten Rahmen für Empfänge und Paraden, nachdem der Bau mit dem Übergang des Fürstentums Ansbach an Bayern dem -Krongut zugefallen war. Über ein halbes Jahrhundert waren die Bilder der paradierenden Ulanen vom Schloß untrennbar. Da das Ansbacher Ulanenregiment den König zum Regimentschef hatte, besaßen die Könige Ludwig Il. und Ludwig lIL ihre eigene Ansbacher Paradeuniform.

60. Im Jahre 1863 war das Ansbacher Ulanenregiment gegründet worden. Seitdem gehörten Tschapka und Ulanka zum Straßenbild. Besonders festlich wurde das fünfzigjährige Regimentsjubiläum begangen und die reiterliche Tradition Ansbachs beschworen, die von den Husaren, Dragonern und Kürassieren der Markgrafen zu den Chevaulegers und Ulanen der bayerischen Zeit reicht. Und über allen Anlässen stand natürlich als zentrales, ansbachisches Thema das Pferd,

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61. Gegenüber dem Markgrafenschloß bestimmen das ehemalige Jagdzeughaus und das Gesandtenhaus die Platzwand. Das breitgestreckte Jagdzeughaus geht auf den Hofbaumeister J ohann Wilhelm von Zocha zurück, der es zwischen 1715 und 1719 errichtete. Dort waren einmal die Kutschen und Schlitten des Hofes untergebracht, während das Jagdzeug im angrenzenden Flügel, dem späteren Bezirks- und Landratsamt, eingelagert und gepflegt wurde.

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62. In der Denkmalpflege wird immer wieder die Frage des richtigen Straßenbelags diskutiert. Oft ist zu hören, daß eine Teerung für die Erhaltung der historischen Bauten am geeignetsten sei. Demgegenüber ist aber festzustellen, daß historische Straßenpflasterungen Teil der Gesamtarchitektur sind und größere Straßenräume in geeigneter Form gliedern. Die einstige Pflasterung um das Schloßtor mit der Andeutung der Strafsenbreite ist dafür ein kleiner Beleg.

ANSBACH

Platendenkmal

63. Das Platendenkmal stand früher nahezu in der Mitte des Schloßplatzes. Mit ihm wurde der große Dichter von seiner Heimatstadt, seinen Freunden und Bewunderern geehrt. Sogar die Könige Ludwig 1. und Maximilian II. hatten beigetragen. Das Modell war von Halbig geschaffen worden, während Miller den Guß in der Königlichen Erzgießerei in München betreut hatte. 1860 war es schließlich zur Aufstellung des Denkmals auf dem Schloßplatz gekommen.

64. August Graf van Platen war 1796 in Ansbach in der heute nach ihm benarmten Straße geboren worden. Mit zehn Jahren verließ er seine Heimatstadt, um auf die Kadettenschule nach München zu gehen. Später studierte er in Würzburg und Erlangen. Auf einer seiner ausgedehnten Reisen verstarb er 1835 im fernen Syrakus und wurde dort begraben. Mit ihm verlor die deutsche Dichtung einen ihrer geschliffensten und kultiviertesten Sprachmeister.

65. Der Schloßhof (rnit Ausnahme der südöstlichen Wand) ist ein meisterliches Werk von Gabriel de Gabrieli. Heute ist er in seiner farblichen Freude zurückgewonnen und neben der Hauptfassade des Schlosses das monumentalste Zeugnis des durch Wien und Oberitalien beeinflußten Graubündeners. Der Hof läßt in seiner beschwingten Regelmäßigkeit kaum ahnen, wie sorgfältig Bausubstanz verschiedenen Alters und unterschiedlicher Proportion zusammengefaßt werden mußte.

66. Ein Glanzpunkt der Ansbacher Residenz ist der Prunksaaloder Große Saal aus den Jahren 1735/37. Künstler verschiedenster Zunge waren an seiner Ausstattung beteiligt. Das Deckenfresko mit der Verherrlichung des Bauherrn Markgraf Carl Wilhelm Friedrich stammt von Carlo Carlone, wichtige Stuckarbeiten von Diego Carlone. In der Anrichte stehen Fayencen der renommierten Ansbacher Manufaktur des 18. Jahrhunderts, Höhepunkt deutscher Keramik.

67. Die Galerie ist einer der jüngsten Prunkräume des Ansbacher Schlosses. Sie wurde 1771 in der heutigen Form ausgestaltet, als das Fürstentum Bayreuth kurz vorher an den Ansbacher Markgrafen gefallen war. Demgemäß waren auch Bayreuther Künstler maßgeblich beteiligt, wie etwa die Stukkaturen eindrucksvoll ausweisen. Die Bildersammlung zeigt etliche Werke Ansbacher Hofmaler; das qualitätvolle Mobiliar gehört zum alten Bestand.

68. Einer der für Franken eigenwilligsten Räume ist der Gekachelte Saal. Für ihn schuf die Ansbacher Fayence-Manufaktur rund zweitausendachthundert Fliesen, von denen einige 1763 datiert sind, Mit ihnen vollbrachte die 'Fabrique' ihre letzte größere Leistung für den Hof, nachderrr ihr in der wenige Jahre zuvor vom Markgrafen gegründeten PorzellanManufaktur ein unüberwindlicher Konkurrent entstanden war. Reizvoll die Themenfülle und ständige farbliehe Abwandlung der Fliesen.

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