Arnstorf in alten Ansichten

Arnstorf in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Kitzinger
Gemeente
:   Arnstorf
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2167-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Arnstorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Das Hauptgebäude stellt Gasthof und Brauerei des Georg Schade! dar.

Das Zeitungsinserat erschien im 'Rotta!er Anzeiger'.

Q)a,tl1of JU~ pott in ~~ntto~. tJitt'bt'ClUtt'ti Stndêbt ?. gt ?. , nan .tO". '''''tl-·

.j,iiellil uloube idj mit Ot': llt'Cdrclidlen ~nß)O~ftfcf/Qfl OOft JI ???? I.,. lIIIb Dr~ fOl1lie ben fe~t geeljtten ~en. ~'fdjdflJnifenbell .~ reil. RcnnlJdl .a kbtA lIaj ~ bal

renemierten 6astbol "Zur Post" mit BI~

brauerei In. Hmstort

:dufl.dl etl1lOlb ?? ~be uub blnfdbelt lil lUlom1nbrdtt ~,il. l1ltiJttfü!jten Il""~" (I. mbb lIltia iftlgit~ ~tebtn f.i~, ben 0ait~of UDb bel olt. lRtnomu nidjl Mt &U tt'9'1lttll, fonbml 11,", u flltOnn.

i:>en ~mtn 9l.ifen'ltn <lIlpfe~le mri"e ótfrinQtridjleten f~4"'~4.St ????.???. -Ionbett. _ lJllt IJ'**. ~ii~., llOt."~lidje. ~4U ?? ''''~ ~""n ?? 1I ?? L bate Il'.h ?? lDftbe idj fldJ fo·gen. - c.l~,bo. ua4 Fabrwcrk I. IJ ????

3nbeDl i~ blttt, mein Unlttaél)1IIaI butdl f1IIlreldjm ~eiudj gllli9ft lIIl~ ?? n 3<idjne idj unter 3u~djtr"ng oufllertf=t.fler eebimung

~djadlbmgJDollfl

Jlr ?? lo", 1. eq,lemóer 1910,

30. Dieses Bild zeigt die Taverne in Jägerndorf bei Arnstorf, um 1890. Auf der Straße Arnstorf-Eggenfelden steht ein Langholzfuhrwerk, auf dem Baumstämme mit Ketten 'geraidelt' liegen. Die Fuhrknechte machen Rast in der Gaststube, die Pferde werden im Stall getränkt und gefüttert, vor dem der Misthaufen gestapelt liegt. In die hölzernen Giebelseiten sind Fluglöcher der Taubenschläge gesägt. Ein Lattentor führt in den Hofraum des Vierseithofes.

31. An der Eggenfeldener Straße bildet das Ortsende um 1930 der Pfarrhof. Zur großen Pfarrei Arnstorf mit den sieben Filialkirchen gehört ein stattlicher Pfarrhof. Die Closen übten das Präsentationsrecht auf die Pfarrei, auf den Mesner und später auf das Frühmeß-Benefiziat aus. Sie brachten die personelle Besetzung auf diese Ämter zum Vorschlag. Die Pfarrpfründe war sehr ertragreich. Im Jahre 1800 werden die jährlichen Einnahmen mit 2690 Gulden angegeben. Außerdem war der Pfarrherr der Grundherr über 17 Bauernhöfe. Die jährlichen Stiften und Gülten daraus betrugen 25 Gulden 29 Pfennige; ferner gaben diese Bauern jährlich an Naturalien 28 Hühner und leisteten Hand- und Spanndienste, indem sie mit ihren Pferdegespannen den anfallenden Dünger des Pfarrhofes auf die Pfarrgründe fuhren.

32. Der Pfarrhof war reichlich mit Grundstücken versehen. Nach der Dienstfassion des Pfarrers Zettl vom Jahre 1812 wurden an Feldfrüchten durchschnittlich geerntet: 16 Scheffel Weizen, 18 Scheffel Korn, 20 Scheffel Gerste, 12 Scheffel Hafer, 10 Scheffel Erdäpfel (ein Scheffel = 2.22 Hektoliter). Die Heuernte betrug 15 Fuder oder 360 Zentner. Der jährliche Feldertrag wurde mit 999 Gulden 10 Kreuzern angeschlagen. Zur Ökonomie des Pfarrhofes gehörten 5 Pferde, 10 Kühe, 40 Schafe, mehrere Schweine. Zur Erledigung der Arbeiten in Haus und Hof hielt der Pfarrer 7 Domestiken (Dienstboten) und eine Köchin.

~ ,

r

---

". ,I

,~

fl , ·n
" JI, . 1..
11,_- -- ·rJ._ ~
- - " 33. Das Benefiziumsgebäude St. Cru cis an der Eggenfeldener Straße geht zurück auf das Jahr 1401, als Clara von Closen, die Witwe des verstorbenen Eberhart von Closen, das Benefizium zum heiligen Kreuz mit einer 'ewigen Frührnesse an dem hl. Kreuzaltar der Pfarrkirche zu Arnstorf" stiftete. Die Benefiziaten dieses Benefiziums bezogen ihre Einkünfte von Stift und Gülten aus sieben Bauernhöfen in Höhe von 29 Gulden; hinzu kamen jährlich zehn Stifthennen; ferner erhielt er bei Besitzveränderung dieser Höfe die Hälfte der anfallenden Gebühren. Weitere Einkünfte ergaben sich aus fünf Tagwerk Wiesen und Felder, die zum Benefiziatenhaus gehörten und aus den kirchlichen Verrichtungen in der Pfarrkirche und den Filialkirchen. Das Bild zeigt das Benefiziatenhaus um 1890. Dieses Gebäude wurde abgebrochen und weiter rückwärts neu aufgebaut.

34. Im Jahre 1794 stiftete die Brauerswitwe Franziska Gaar bei der Filialkirche Jägerndorf (bei Arnstorf) ein Benefizium, wofür sie bei der Unteren Schloßherrschaft Arnstorf 8 000 Gulden hinterlegte. Die vierprozentigen Zinsen daraus in Höhe von 320 Gulden waren für den Unterhalt des Benefiziaten bestimmt, der dafür verpflichtet war, täglich eine Messe zu feiern und an 'Sonnund Feiertagen das hl. Evangelium laut und wohlverständlich abzulesen'. Von diesen Messen war wöchentlich eine Messe für den verstorbenen Ehegatten Sebastian Gaar, eine Messe für die Stifterin, eine Messe für die Verwandten der Gaar'schen Freundschaft und eine Messe für 'sämtliche Toten und Lebendigen der gesamten Freundschaft' bestimmt. Das Vorschlagsrecht zur Besetzung der Benefiziatenstelle besaß der Inhaber des Unteren Schlosses. Ein Sohn der Stifterin trat im Jahre 1791 in das 'Kloster der Brüder der seligsten Jungfrau Maria zum Berge Karmei in Straubing' ein. Er brachte seinem Orden 1 500 Gulden elterliches Erbgut mit.

35. Das alte Schulhaus an der Kirchenstraße wurde 1982 abgebrochen. Es stellte einen Erweiterungsbau aus dem Jahre 1835 dar. 1812 berichtet der Arnstorfer Lokalschulinspektor, daß '170 Kinder im Schulzimmer nicht Platz haben und es einem Lehrer unmöglich ist, so viele Kinder zu unterrichten', Das Schulhaus wurde 1835 erweitert. Aber auch dieses Gebäude zeigte bereits 1843 eine 'Beschränktheit der Schulzimmer und Baufálligkeit der Lehrerwohnung, die aus nichts als einer Wohnstube und einer winzigen Schlafkarnrner, einer wahren Modergrube, bestand'. 1853 besuchten 174 Schüler den Unterricht. Sie waren 'wegen Mangel an Raum aneinander gepfropft wie die Heringe in einer Tonne. Die Schulkinder können in den durchaus zu kleinen Schullokalen ohne größeren gesundheitlichen Schaden und sittlichen Nachteil nicht mehr länger existieren'. Im Jahre 1859 wurde ein neues Schulhaus an der Kirchengasse errichtet.

36. Das Foto stammt aus der Zeit um 1910. In der Mitte steht das Schulhaus, 1859 für Knaben und Mädchen an der Kirchengasse gebaut. Es umfaßt zwei Unterrichtsräume, die Wohnung für den Lehrer und ein kleines Zimmer für den Schulgehilfen. Als 1874 die Mädchenschule an der Schönauer Straße errichtet wurde, wurde dieses Schulhaus eine Knabenschule. Der Anbau erfolgte erst 1912. Auch fehlen hier noch Holzlege und Waschhaus. Vor dem Schulhaus liegen der Gemüsegarten und die Krämerei des Kaufmanns Sillichner, wo die Schulkinder um ein Fünferl 'Bärndreck' und 'Boxhörndl' kauften. Hinter dem Schulhaus erstreckt sich der Obstgarten. Die pyramidenförmig aufgestellten Stangen gehören zum Hopfengarten, auf dem Hopfen für die Schloßbrauerei herangezogen wurde. Das große Gebäude links ist der Kirchenwirt. Im langgestreckten Gebäude waren Schlachthaus und Stallungen untergebracht. Das mit Schindeln bedachte niedere Gebäude ist der 'Eiskeller", der im Winter mit Eis vom Eisweiher und der Kollbach aufgefüllt wurde und wo im Sommer das Bier kühllagerte.

37. Im Jahre 1909 kaufte Pfarrer Busier das Spöttl-Haus, abseits der Kirchengasse stehend, als Wohnhaus für die Klosterfrauen des Maria-Ward-Ordens der Englischen Fräulein von Passau-Niedernburg, die in Arnstorf eine Niederlassung gründeten. Die Kinderbewahranstalt, die bis dahin im Mädchenschulhaus untergebracht war und von weltlichen 'Anstaltsaufseherinnen' geführt wurde, kam nun in das Spöttl-Haus. Als im Jahre 1913 die Mädchenschule von den klösterlichen Lehrkräften übernommen wurde, kehrte die Kinderbewahranstalt mit den klösterlichen Schwestern wieder zurück in das Schulhaus. Hier tanzen die 'Anstaltskinder' vor dem Spöttl-Haus im angrenzenden Turngarten des Turnvereins zwischen dem großen und dem kleinen Reek.

38. Die Landschaft um Arnstorf weist Lehmböden aus. Früher wurden in vielen Einöden Ziegel gebrannt. Die südlich der Pfarrkirche liegenden Gebäude nennen sich 'die Lehmhäuser', obwohl sie ursprünglich aus Holz gebaut waren. Der Ortsteil Lehmhäuser, der um 1800 'nächst dem Zieglstadl außer dem hiesigen Markt' entstand, hat seinen Namen von der Lehmgrube, von der nachweislich seit 1614 Lehm zur ZiegeJherstellung abgebaut wurde. Nach der Marktrechnung vom Jahre 1636 wurden von diesem Ziegelstadel 1925 Ziegel verkauft, das Huntert zu 30 Kreuzern. (Der tägliche Lohn eines Arbeiters betrug damals acht Kreuzer.) Nach dem Ersten Weltkrieg wohnte eine italienische Arbeiterfamilie beim Ziegelstadel und stellte Mauerziegel her. Um 1930 ist diese Familie in ihre Heimat zurückgekehrt. Das Foto zeigt die Ziegelei um 1890; hinter den Gebäulichkeiten erkennt man die Lehmgrube.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek