Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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9. Eberhard Viegener ('Ores') gründete mit sechs anderen Musikern 1886 einen Musikverein, der sich als 'Feuerwehrkapelle' der damals erst seit einem Jahr bestehenden Freiwilligen Feuerwehr anschloß. Schon zwei Jahre später verließ er mit einem Teil seiner Musiker den Verein, so daß fortan in Attendorn zwei Blaskapellen bestanden. Ein Teil der Ores'schen Kapelle wiederum bildete unter K. Turwitt 1910 die 'St-Josef-Arbeitervereins-Kapelle', später 'Attendorner Musikkapelle' genannt. Die 'Ores Musik', lies 'Musick' (unser Bild), bestand bis zum Jahre 1922, die Turwittsche Kapelle bis 1928. Allein die Feuerwehrkapelle existiert noch heute. Aufnahme: etwa 1900.

10. Einen Bliek in die Kölner Straße gestattet uns dieses Bild, das vom Kirchplatz aus aufgenommen wurde. Wir schauen auf das Haus des Richard Heim, der von 1866 bis 1908 Bürgermeister von Attendorn war. Seine Tochter Martha, Gattin des verstorbenen Prof. Piekert, ist sicherlich noch vielen Attendornern in besonderer Erinnerung. Etwas zurückliegend sehen wir die Häuser von J osef Beul und Karl Strehling (Gaststätte 'Zum Löwen'). Daran schließt an das Haus des Friedrich Bischof (Hausname: 'Auf der Krone'), in dem die Putzmacherin Maria Schulte ihr Geschäft betrieb. Aufnahme: etwa 1900.

11. Durch ein geöffnetes Fenster des Hauses Forck (jetzt Anker-Müller) schaut man auf die auslaufende Kölner Straße und das Kölner Tor. Hier marschiert gerade ein Schützenzug in die Breite Straße hinein. Die Handlung von F. Meckel, das spätere Haus Weber, ist ein sogenanntes Spezereiwarengeschäft, das vorwiegend Gewürze feilbot. Im 19. Jahrhundert standen hier zwei Einzelhäuser. Daran schließt an das Haus von Josef Reuber, das uns durch die hübsche Wetterfahne auffällt. Auf der anderen Seite im Vordergrund das Haus Josef Maiwarm, dahinter das des Franz Kost, der allgemein 'Ritter' genannt wurde. Aufnahme: etwa 1900.

12. Geologen sprechen bei dem in Attendom anstehenden Gestein von devonischem Massenkalk. Dieser Kalk bildet als Attendom-Elsper-Doppelmulde eine Insel im Schiefergestein der Umgebung. Schon früh verstand man es, diese Tatsache zu nutzen. So sind uns Kalk- und Marmorbrüche seit langem bekannt. Der aufkommende Kunststraßen- und Eisenbahnbau (Schotter) sowie die Schwerindustrie an der Ruhr (Verhüttung) ließen den Bedarf um die Jahrhundertwende sprunghaft anschnellen. Nachdem 1895 auf der 'Heide' die Attendomer Kalkwerke gegründet wurden, riefen Rosenthal, Epe und Co. die Biggetaler Kalkwerke ins Leben, die zum 1. April 1899 am Stürzenberg (Bild) die Arbeit aufnahmen. Aufnahme: vor 1900.

13. Am 19. Juli 1907 wurde am Stürzenberg durch einen Sprengschuß ein Hohlraum freigelegt, der den Weg zu einem ausgedehnten Höhlensystem eröffnete, Glücklicherweise stellte man die Steinbrucharbeiten ein, um durch einen Ausbau die Höhle zu erschließen und gangbar zu machen. Schon am 7. September des gleichen Jahres wurde an1äßlich der Attendorner Gewerbeausstellung die 'Atta-Höhle' eröffnet. Da durch die natürliche Schönheit dicser Tropfsteinhöhle in der Folge ein immer weiter ansteigender Besucherstrom angeleekt wurde, kann man hier den Anfang des Attendorner Frerndenverkehrs suchen. Karte: Verlag H. Schmeck, Siegen, 1908.

14. Kleine und kleinste Gäßchen prägtcn das Bild Attendorns. Nach dem letzten, verheerenden Stadtbrand von 1783 baute man trotz amtlicher Modernisierungspläne nach dem alten Grundriß wieder auf. Wenn auch die meisten der Gassen und 'Schlippen' allmählich verschwunden sind oder verbreitert wurden, erkennt man in ihnen doch deutliche Reste der mittelalterlichen Stadtanlage. Neben Wall und Graben bestimmen sie noch heute das Gesicht Attendorns. Von 'Klein-Holland' (Schemperstraße) aus gewährt die Glockengasse einen Bliek auf die Niederste Straße. Aufnahme: etwa 1910.

15. Aus drei Häusern besteht die kleine Gasse, die den Kirchplatz mit der Ennester Straße verbindet. Das Haus am rechten Bildrand trägt von alters her den Namen 'In der Hölle'. Ob diese Namensgebung im Hinbliek auf die nahegelegene Kirche und den Kirchhof erfolgte, ist nicht zu ergrunden. Die schlechte Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wird deutlich an dem verwahrlosten Zustand der Hausfassaden. Hier wohnte auch der Mundartdichter Johannes Schulte, dessen heitere Anekdoten und Bühnenstücke über die Sorgen des Alltags hinweghalfen. Aufnahme: um 1920.

16. Dort, wo sich heute das Hallenbad erhebt, befanden sich bis zur Mitte der sechziger Jahre Stadtmühle und Mühlengraben. Die Anlage des Mühlengrabens in früherer Zeit entsprang einer wirtsohaftlichen Notwendigkeit. So brauchte man das Wasser des Mühlengrabens nicht nur dazu, die Stadtgräben unter Wasser zu setzen. Wichtige Handwerke, wie Lohgerber, Müller und Schneidmüller waren auf das 'Gefälle' angewiesen und ihre Betriebe reihten sich am Mühlengraben. Unser Bild zeigt das Wasserrad, das die Keimersehe Sägemühle antrieb. Um das laute Quietschen der Lager zu vermeiden, fettete man sie mit "Tappenschmier' vom nahegelegenen Walzwerk. Aufnahme: etwa 1910.

17. Einige J ahre später entstand dieses Bild, das die meisten von uns sicherlich noch gut im Gedächtnis haben. Links sehen wir die Rückseite der Mühle mit angebautem Schuppen und allerlei Geräten aus Mühlenbetrieb und Landwirtschaft. Die Steinstufen ins Wasser waren wichtiger Bestandteil der Hauswirtsohaft und Hygiene. Dort, wo sich vor der Mühle das Wehr befand, ist unser Standort. Der Mühlengraben teilte sich hier in zwei Arme und umfloß die Stadtbleiche. Bei der Brücke am Wassertor, früher 'Vorderste Brücke' genannt, vereinigten sich die beiden Wasserläufe wieder. Aufnahme: Ludwig Rottmann, um 1920.

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Schloss Ahausen.

18. Am Unterlauf der Bigge, kurz vor dem Zusammenfluß mit der Lenne, entstand um 1650 eine barocke Wasserburg. Im Laufe der Zeit durch Umbauten verändert, verlor sie schließlich auch den direkten Kontakt zum Wasser. Als unser Foto entstand, war die Anlage noch im Besitz des Grafen von Landsberg-Vehlen und Gemen. Nachdem sie später an die Familie von Spee überging, gilt sie heute als landwirtschaftlicher Musterbetrieb. Haus Ahausen ist in Fachkreisen besonders bekannt durch sein umfangreiches Archiv, das durch Zusammenlegung mehrerer Adelsarchive entstand. Karte: Verlag Franz Schürmannjun., Attendorn, um 1905.

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