Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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29. Wie wir es heute noch gelegentlich in Süddeutschland finden, wurde auch bei uns das Bier selber gebraut. Später entwiekelten sich kleine Brauereien. In Attendorn sind vor allem in Erinnerung die Brauerei auf dem Schnellenberg und zuletzt die 'Attendorner Brauerei' an der Finnentroper Straße, betrieben von den Gebrüdern Pottkemper. Das Brauhaus ging im Mai 1919 in den Besitz der Firma A.A. Ursell über und brannte kurz danach aus. An die Brautradition in Attendorn erinnert, neben verschiedenen Felskellern, auch die Straßenbezeichnung 'Im Hopfengarten'. Aufnahme: Ludwig Rottmann, 28. Juli 1919.

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30. Nachdem im Jahre 1710 ein Brand den Rest der einst stolzen Waldenburg gänzlich verwüstete, kam es zum Bau einer Kapelle, die dem heiligen Rochus geweiht war. Die ursprünglich prunkvoller geplante Anlage wurde schließlich als schlichter achteckiger Renaissancebau ausgeführt, Wann und wie die Kapelle Heimat des Gnadenbildes Mariens und damit Wallfahrtsstätte wurde, ist nicht genau bekannt. Überliefert sind Beziehungen zu Kloster Ewig und zur Hospitalkirche. Aufnahme: etwa 1900.

Attendorn

Gnadenkapelle . WaJdenburg (der Mater dolorosa geweiht). Inneres

31. Das Innere der Wallfahrtskapellc wird sicherlich noch vielen Attendornern vertraut sein. Die vier Glasfenster mit Darstellungen der Gottesmutter, des heiligen Josef, des heiligen Petrus und der heiligen Barbara, eine Stiftung aus dem Jahre 1876, ließen nur wenig Licht in den kleinen Raum. Das Gnadenbild, eine gotische Pietà, war Kernstück des Altares und Mittelpunkt der Kapelle. An den Wänden sind einige hier abgelegte Krücken oder Stöcke zu erkennen, die als Beweis für wunderbare Heilungen angesehen wurden. Dem neben der Kapelle fließenden Bächlein wurde heilende Kraft für die Augen zugeschrieben. Aufnahme: Willy Flächsner, Frankfurt/Main, um 1925.

32. Auch das Forsthaus Waldenburg wurde nach dem Brand der Burg errichtet. Hier wohnte der Verwalter der zur Burg gehörenden Forst- und Agrarflächen. Später kam die Bewirtung der Wallfahrer hinzu. Besonders Kinder und ältere Menschen wußten es zu schätzen, wenn nach den 'sieben Schrnerzen' und einem Besuch der Kapelle hier eine Stärkung eingenommen werden konnte. Die ganz klugen Pilger tranken erst Kaffee und gingen dann zur Gottesmutter - um dem späteren Gedränge zu entgehen. Während die Kapelle hangaufwärts neu errichtet wurde, rnußte das Forsthaus der Biggetalsperre weichen. Aufnahme: Ludwig Rottmann, etwa 1925.

In Ausführung begriffene Arbeiten an der Ltstertalsperre bei Listernohl i Westfalen, Kreis Olpe.

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33. Schon vor dem Ersten Weltkrieg wurde eine der Attendom umgebenden Talsperren fertiggestellt: die Listertalsperre, 1912 fertig geworden, staute das obere Listertal ab. Schon bald reichte die bevorratete Wassermenge nicht mehr aus und man entwarf Pläne, auch das Biggetal zwischen ülpe und Attendorn aufzustauen. Diese Absicht konnte aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg verwirklicht werden (Biggetalsperre). Die Talsperren speisen in Trockenzeiten die Ruhr und ermöglichen damit die Entnahme von Trink- und Brauchwasser. Ihre Bedeutung für unseren Raum liegt vor allem auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs. Karte: Verlag von Th. Westhelle, Derschlag, um 1910.

34. Obwohl dieses Bild sehr schlecht erhalten ist, möchten wir es wegen seiner Originalität hier vorstellen: Ein Ballon fliegt in niedriger Höhe über Attendom und sucht eine Möglichkeit niederzugehen. Als er endlich auf dem Stürzenberg notlandet, gelingt es nur mit Mühe, einen Absturz in den Steinbruch zu vermeiden. Die Attendorner Jugend, und nicht nur diese, hat ihre Sensation! Ludwig Rottmann hat die Szene festgehalten - wobei der Fotograf dem Ballon wohl fast die Schau stiehlt. Aufnahme: Ludwig Rottmann, etwa 1915.

35. Am 20. Juli 1914 meldet der Chronist im 'Ewiger Ohl' die Notlandung einer 'Flugmaschine'. Das hier gezeigte Bild entstand einige Jahre später. Wir erkennen eine Art Behelfsflugplatz am Ennester Weg, etwa dort, wo heute das Sportzentrum entsteht. Zum Ende des Ersten Weltkriegs überquerten zahlreiche Flugzeuge Attendorn aus Richtung Front (Südwest), um dann in Richtung Nordost weiter zu fliegen. Einige machten dabei hier Zwischenlandung. Wir sehen ein Flugzeug, das wegen Motorschadens nicht wieder aufsteigen konnte und für das sornit Polizeidiener Zacker zuständig wurde. Aufnahme: wohI1917/18.

36. Als überkommener Freudentanz der Attendorner Schützen galt früher der "Irillertanz'. Heute vermutet man einen mittelalterlichen Ursprung. So oder so läßt es keinen Schützenbruder kalt, wenn der Hauptmann das Kommando gibt: 'Raustreten zum Trillern!' Zu den Schlägen zweier Tarnbours, gespielt von Mitgliedern der Familie Prentler ('Trömmelchen-Prentler'), werden in einer Art Hüpfschritt verschlungene Figuren getanzt; dabei steigen Trommelschlag und Geschwindigkeit der Tänzer immer mehr an. Der 'Trillertanz' wird alle vier Jahre von den Schützen auf dem Marktplatz aufgeführt. Aufnahme: woh11914.

37. Eine ähnliche Bewandtnis hat es mit dem 'Bügeltanz', der heute nur noch zu besonderen Anlässen aufgeführt wird. Zuletzt wurde er zum Stadtjubi1äum 1972, davor im Jahre 1930 gezeigt. Dieser Tanz ist in ähnlicher Form auch an anderer Stelle überliefert und scheint seinen Ursprung in den Zunftbräuchen zu haben. Wie wir auf dem Bild erkennen, bedienen sich die Tänzer eines 'Bügels', und zwar aus einer gebogenen Hase1rute. Die tragende Rolle bei diesem Tanz spielt neben dem Vortänzer ein Hansel, der die Aufgabe hat, die Tänzer anzufeuern und die Zuschauer zu unterhalten. Aufnahme: 1930.

38. Schon lange vor Aufkommen der Luftfotografie gab es in Attendorn Möglichkeiten, die Stadt aus der Vogelperspektive kennenzulernen. Während die Aufnahmen J.H. Schönscheidts und H. Weecks von den Attendorn umgebenden Höhen aus entstanden, schauen wir hier vom Kirchturm hinunter auf den gänzlich unbebauten Rappelsberg, der heute die Mooskamp-Siedlung aufnimmt. Doch auch in der Stadt hat sich vieles gewandelt; einige der Häuser mögen selbst in der Erinnerung schon ausgelöscht sein. Der Fußweg zwischen dem Hause Schulte, Sackhof und Schneiders Schmiede wurde nach 1950 geschlossen. Aufnahme: etwa 1915.

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