Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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39. Einen Bliek in Richtung Stürzenberg gestattet uns dieses Bild, ebenfalls aus dem Kirchturmfenster. Wir haben auf unserer Wanderung durch Alt-Attendom etwa die halbe Strecke hinter uns gebracht. Die bis jetzt gezeigten Bilder sind teilweise um die Jahrhundertwende oder kurz danach aufgenommen, also gründerzeitlich, Im zweiten Teil wollen wir vor allem Aufnahmen kennenlernen, die in den zwanziger Jahren oder um 1930 entstanden sind. Sie alle sollen helfen, ein Bild des Attendorn in Erinnerung zu rufen, das Heimat unserer Väter und Großväter war. Aufnahme: etwa 1915.

Attendorn Alte Steinbriicke im Biggetal

40. Eine zweckorientierte modeme Betonkonstruktion ersetzte am 20. April 1956 die alte 'Hinterste Brücke' über die Bigge. Sie war dem gestiegenen Verkehrsaufkommen nicht mehr gewachsen, ihre Belastbarkeit war begrenzt, ihre Breite reichte nicht aus. Leider erst nach dem Abbruch entdeckte man in Attendorn eine heimliche Liebe zur alten Brücke. Hätte sie nicht als Nur-Fußgängerbrücke neben einer neuen bestehen bleiben können? Eine Biggefurt, über der später die Brücke errichtet wurde, führte die vorgeschichtliche 'Heidenstraße' durch den Fluß und begünstigte das Entstehen einer Siedlung gerade an dieser Stelle im BiggetaL Unser Bild zeigt die Brücke mit vorgelagerten Eisbrechern, Karte: J.G.F., etwa 1920.

41. Ein heute nur schwer vorstellbares Winterpanorama bietet dieses Bild, wo wir vom Scheitel der Biggebrücke zur Stadt schauen. Oft hört man sagen: 'Es gibt keinen richtigen Winter mehr. Ja, Jrüher.;.', und fragt sich, wie das kommt. Das sogenannte Mikroklima hat sich in unseren Stadten durch Industrie, Heizung und warme Abgase geändert, so daß der Schnee kaum noch am Boden ankommt oder gar liegenbleibt; Streusalz und reger Verkehr tun ein übriges. Nicht also die Natur, sondern der Mensch selbst verhindert hier den 'richtigen Winter'. Aufnahme: Ludwig Rottmann, etwa 1920.

42. Die Hospitalkirche ist nicht in einem Zug erbaut, wie bauhistorische Untersuchungen bei der Restaurierung von 1953 bis 1957 gezeigt haben. Die ursprüngliche Hospitalkapelle wurde 1697 um den jetzigen Chor und die Sakristei erweitert. 1726 erfolgte eine Ausweitung nach Westen zur Straßenseite hin - die Baunaht beginnt vor dem zweiten Fenster. Diese Erweiterung machte den Abbruch einer an der Straße gelegenen Marienkapelle erforderlich. Noch 1838 wurde die Hospitalkirche (Patronin: die heilige Barbara) als Wallfahrtskirche bezeichnet! Aufnahme: Willy Flächsner, Frankfurt/Main, um 1925.

Attendorn

Hospitalkirche. Inneres

43. Ein Bliek in den Innenraum vor der Zerstörung der Hospitalkirche. Eine barocke Kanzel des Attendorner Bildhauers Peter Sasse wurde schon 1901 abgebrochen. Von ihr sind weder Aussehen noch Aufenthalt bekannt. Besondere Beachtung verdient die Stuckbalkendecke, die wir in ähnlicher Form auf den Schlössern Schnellenberg und Adolfsburg und in Haus Ahausen wiederfinden. Die hier gezeigte Ausstattung der Kirche ging größtenteils in den Kriegswirren zugrunde, so daß aus Beständen der Pfarrkirche eine neue Einrichtung abgezweigt werden mußte. Aufnahme: Willy Flächsner, Frankfurt/Main, um 1925.

44. Hier wird besonders deutlich, daß diese Straße mit Recht 'Breite Straße' heißt. Mehrere Stadtbrände waren in der nahen 'Vergessenen Straße' ausgebrochen - vielleicht wollte man so eine Schutzschneise schaffen. Um die vielen Familien gleichen Namens zu unterscheiden, gab man den Häusern, in denen sie wohnten, einen gesonderten Namen. Es konnte der des Erbauers sein, ein Vorname, ein Gewerbe, das dort ausgeübt wurde, irgendeine Eigenschaft des Bewohners oder ein zufälliger Spitzname. So finden wir auf dem Bild die Häuser 'Pauls', 'Kuakes' oder 'Dürtchens', 'Franken', 'Watermüllers' und 'Knalles', Aufnahme: Ludwig Rottmann, 2. Januar 1925.

45. Mit diesem Bild wollen wir an einem Beispiel aufzeigen, wie geschichtsträchtig oft ein altes Häuschen sein kann, ein Häuschen, das vielleicht schon vor Erscheinen dieses Textes abgerissen wird. In diesem Haus wohnte im 17. Jahrhundert - vorher gibt es keine Unterlagen - eine Familie Nagel, genannt Hülter. Über Christoph Bensheim kam das Haus dann an Franz Vigener, der 1811 die letzte Bensheim heiratete. Nach seinem frühen Tode gingen Frau und Haus an den Wollweber und späteren Amtsdiener Franz Viegener, genannt Hülter. Das Bild deutet es an, daß der Name Hülter noch eine ganze Weile bestehen kann und wohl auch in Zukunft die 'Hülters' von den 'Gilleses', 'Rosen' und 'Dierkes' (Viegener), aber auch von den Vigeners unterscheiden wird. Aufnahme: etwa 1920.

46. In bewegter Zeit entstand dieses Bild, das einen Umzug zum ersten Mai zeigt. Sicherlich nicht zufällig fand diese politische Machtdemonstration in Attendorn statt. Hier gewann die Arbeiterbewegung in der ersten Zeit der neuen Republik einen großen Einfluß. An der Ecke sehen wir die Häuser Cabolet und Müller, daneben das ehemals Fräulein Sophie Haberkamp gehörende 'Büchten' Haus, jetzt im Besitz der Familie Schröder. Der 'Berliner Hof wurde von Gastwirt Franz Huperz betrieben. Dann folgen die Häuser Keespe (später Beul) und Roll, 'Nurbusch', und Königs Schmiede, Hausname 'Müllen'. Aufnahme: 1. Mai 1919.

47. Im Winter 1928/29 kam zu dem üblichen Tauwetter mit anschließender Überschwemmung der Stadt eine neue Variante. Ein plötzlicher Kälteeinbruch ließ das Wasser auf der Straße gefrieren, so daß das Eis mühselig losgehackt werden mußte. Auf der rechten Seite folgt auf das neu errichtete Haus Stumpf das Haus Hoberg, Hausname 'Metzes', Hier wohnte im 18. Jahrhundert die Künstlerfamilie Metz. Joh. Bemhard und Joh. Nepomuk Metz arbeiteten als Stukkateure vor allem auch im kurfürstlichen Schloß zu Münster. Sie lieferten ausgezeichnete Arbeiten und konnten sogar einen eigenen Stil ausprägen, der bei Fachleuten als 'Kunstrichtung Metz' bekannt ist. Aufnahme: Ludwig Rottman, 1928/29.

48. Ein sommerliches Hochwasser bereitete den Kindern am Niedersten Tor großes Vergnügen. In Attendorn holte man sich halt das Wasser in die Stadt, um den weiten Weg zum Bad zu sparen. Doch wenden wir uns den Häusern zu: Am Bildrand rechts das Haus des Anton Sommer, 'Hummerichs', dann die Bäckerei Reuber, im Volksmund 'Café-Bück-Dich', dahinter verdeckt das Haus von Ernst Müller. Es schließen an die Häuser von Emi! Wurm, Hausname 'Büchten' oder 'Hillen' und Franz Franke. Dieser grenzt an Anton Müller in 'Butzemanns' Haus. An der Ecke zur Glockengasse: das Haus des Franz Graf. Aufnahme: Ludwig Rottmann, um 1920.

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