Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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49. Ein Bliek in Richtung Tor, etwa in Höhe des Hauses Stipp, zeigt uns ein Sträßchen, das keinerlei Ähnlichkeit mit der Niedersten Straße von heute hat. Abgesehen von der Grafsehen Schuhhandlung im Vordergrund stehen hier nur Wohnhäuser. Betrachten wir die rechte Seite! Aus dem Häuschen des Josef Humberg, 'Salers', entstanden später die Häuser Stipp und Sch!üter. An der Ecke Hofestatt können wir den Neubau Keimer sehen. 'Dolwes' Haus der Familie Maiworm grenzt an Köpers Haus. Es folgt 'Bunte Hungers' der Familie PrentIer. An der Ecke zum Graben Éckmannshaus, davor 'Uhrnchens' Haus. Aufnahme: Ludwig Rottmann, um 1920.

50. Im ühl, dem flachen Wiesengelände westlich der Stadt, staute sich zur Tauwetterzeit das Wasser und überflutete die Talaue. Bei Wetterumschlag konnte sich hier eine riesige Eisf1äche bilden, eifrig genutzt von Jungen und Mädchen, auf Schlittschuhen Pirouetten und Paarlauf zu üben, Hier war auch der 'Hexenkurnp', ein Quellteich im Mittelpunkt der zahlreichen Rinnsale dieser Niederung. Erst mit dem Absinken des Grundwasserspiegels und dem Anschütten des Geländes in jüngster Zeit wurde es möglich, hier ein stadtnahes Industriegebiet zu errichten. Aufnahme: Ludwig Rottmann, Januar 1926.

51. Die 1907 fertig gewordene Badeanstalt am oberen Müh1engraben, sogar mit eigenem BademeisterEintritt zwanzig Pfennige -, fand großen Anklang bei der Attendorner Jugend, der Generation der heute etwa Sechzig- oder Siebzigjährigen (Bild). Neben dem Schwimmsport waren in Attendorn vor allem der Fußball, aber auch Turnen und Handball populär. 1900 erfolgte die Gründung des Turnvereins, etwa zur gleichen Zeit gewann der Fußball die ersten Freunde. 1904 wurde der AttendornerBallspiel-Club (ABC) als ein Vorläufer des heutigen SV 04 gegründet. Der Handballsport wurde nur wenige Jahre betrieben. Während dieser Zeit, 1928 bis 1934, spielte man allerdings in den höchsten Spielklassen. Karte: Leonar, etwa 1925.

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ATTEIYDORN. Kölnerstra8e

52. Diese Fotografie stellt die frühere Klosterkirche geschickt in den Mittelpunkt des Bildes und in den Fluchtpunkt der Perspektive. Nach Auflösung des Franziskanerklosters (1821) kam die 1656 erbaute Kirche in städtischen Besitz und diente später dem hier stationierten Landwehrbataillon als Zeughaus. Mit Errichtung des Gymnasiums wurde die Kirche dann als Turnhalle genutzt. Um 1900 übernahm sie der Franziskanerorden wieder. Nach Kriegsende deponierten die Besatzungsmächte Fundmunition in nächster Nähe; die Explosion der Munition forderte am 15. Juni 1945 ftinfunddreißig Menschenleben. Die Kirche war nach diesem Unglück nur noch Ruine und wurde später abgerissen. Karte: Cramers Kunstanstalt. Dortmund, etwa 1925.

53. Drei Attendorner Karnevalisten zeigt uns dieses Bild, das anläßlich eines Lumpenballes im Dingerkus'schen Saale an der Kö!ner Straße entstand. Wie überall in katholischen Gegenden kann auch bei uns der Karneval auf eine lange Tradition zurückblicken. So ist das Fastnachtsbrauchtum hier ursprünglich verwurzelt, ein Grund dafür, daß in Attendorn der Karneval noch von Begeisterung und persönlichem Engagement getragen wird. Der organisierte Karneval wurde durch den ersten Karnevalszug 1888 begründet. Die Karnevalsgesellschaft 'Immergrün' als Vorläufer der jetzigen Gesellschaft entstand 1902. Aufnahme: Ludwig Rottmann, um 1925.

54. Die verfallene Schnellenberger Vorburg wurde der romantischen Kulisse wegen als Freilichtbühne genutzt. Auf dem Plateau vor dem heutigen Hoteleingang führte Mitte der zwanziger Jahre eine Laienspielschar das Ritterschauspiel 'Der Waldenburger' auf. Es handelte sich um eine Neubearbeitung des 'Letzten Ritters von Waldenburg' von Hermann Forck. Um diese Zeit existierten in Attendorn mehrere Theaterspielgruppen, die mit viel Engagement und Fleiß teilweise überdurchschnittliche Leistungen boten. Aufnahme: 2. August 1925.

Attendorn. Hospital Schnellenberg

55. 1748 baute die Familie von Fürstenberg am Schnellenberger Weg ein Hospital, zu dessen Bau die von Fürstenbergsche Armenstiftung verwendet wurde, Ursprünglich auch in diesem Sinne genutzt, beherbergte es nach dem Brand von 1783 für zweiJahrzehnte den Franziskanerkonvent. Später wurde es zu Wohnungen eingerichtet und vermietet; von 1865 bis 1890 war hier eine Tabakfabrikation untergebracht.

Unser Bild: Die frühere Kapelle, noch durch das Türmchen bezeugt, machte ungefähr ein Drittel der dritten und vierten Etage aus. Als letztes wurde ihre äußere Eingangstür 1899 zu einem Fenster umgestaltet. Karte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund, um 1925.

56. Eine Schlittenfahrt den Ennester Weg hinunter bereitete großes Vergnügen. Gelang es, die Kurve am Tor zu meistern, fuhr man bis zur Niedersten Straße durch. Gefährlich konnte es nur werden, wenn plötzlich ein Pferdefuhrwerk auftauchte. Passanten hingegen hatten sich selbst in Sicherheit zu bringen. Neben dem Turm der Pfarrkirche das Türmchen der 1899 gebauten St. Engelbertschule. Seitdem dort in den Hungerjahren des Ersten Weltkrieges Lebensmittel unter die Bevölkerung verteilt wurden, hieß die Schule nur noch 'Speckschule', Die Schulbildung des 'nichtstudierten' Attendorners war folgerichtig die 'Speckschulreife'. Aufnahme: etwa 1920.

57. Wo heute die innerstädtische Entlastungsstraße am 'Zollstock' das Hallenbad berührt, entstand vor fünfzig Jahren dieses Bild. Im Hintergrund eines der wichtigsten Gebäude der Stadt: das 1908 in Betrieb genommene Elektrizitätswerk. Mit der elektrischen Straßenbeleuchtung in Attendorn wurde der 'Lüchten-August' (August Becker, Breite Straße) seiner Pflicht enthoben. Bisher hatte er jeden Abend und jeden Morgen die kläglichen achtundvierzig Petroleumlampen der Stadt warten müssen. Fortlaufend erfolgte dann die Elektrifizierung der gewerblichen Betriebe und der Haushalte. Allerdings spendeten die ersten Glühbirnen kaum mehr Licht als die Petroleumlampen es getan hatten. Aufnahme: Ludwig Rottmann, etwa 1920.

58. Vor allem behördlichen Verfügungen und Brandschutzbestimmungen war es zu verdanken, daß Feuersbrünste im Attendorn des 19. Jahrhunderts schon nicht mehr auftraten. Doch auch Einzelbrände richteten noch immer großen Schaden an. Obwohl mit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1882/85 und Abriß des letzten Strohdachs in Attendorn ('Bonnifaz' Haus am Spindelsburggraben) dem Feuer der Kampf angesagt war, mußte die Feuerwehr sich besonders bei größeren Bränden darnit begnügen, ein Übergreifen des Feuers zu verhindern. An wirkungsvolle Brandbekämpfung war noch nicht zu denken. Hier, beim Brand des Hauses Roll in der Ennester Straße, war neben der mechanischen Drehleiter von 1902 bereits die 1925 angeschaffte Motorspritze im Einsatz. Aufnahme: 21. Mai 1929.

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