Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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59. Betrachtet man auf einer Katasterkarte die Besitzparzellen der Innenstadt, so erkennt man, daß große Teile der Verkehrsf1ächen in Privatbesitz sind. Eine Vorstellung vermittelt auch dieses Bild. Erst mit dem planmäßigen Bauen in neuerer Zeit wurde eine einheitliche Flucht geschaffen. Die alten Häuser aber ragten weiter in die Straße hinein, wie es auch heute noch gelegentlich zu beobachten ist. Hier in der Ennester Straße gelang es, die Straße weitgehend für den Verkehr freizumachen. Sie ist nicht zuletzt deshalb eine attraktive Geschäftsstraße geworden. Aufnahme: etwa 1930.

60. Ein typisches Straßenbild aus dem alten Attendorn zeigt uns eine Herde Kühe, die dem häuslichen Stall zustrebt - sicherlich nicht, ohne Spuren zu hinterlassen. Fast jede Familie der Stadt hielt als Nebenerwerb zwei bis drei Kühe, einige Schweine, gelegentlich Ziegen und Schafe, fast immer Federvieh. Hinzu kamen noch reine Bauernfamilien, die auch Zugpferde und Zugochsen hielten. Der letzte Betrieb dieser Art, in der Brunnengasse gelegen, wurde erst in den sechziger Jahren aufgegeben. Mancher ehemalige Kuhstall dient heute als Garage oder Wohnzimmer. Aufnahme: Ludwig Rottmann, 1933.

61. Als Attendorn aus dem eigentlichen Stadtbereich hinauswuchs, wurde als eine der ersten Ausfallstraßen der Grafweg bebaut. Auch um 1925 war das übliche Transportmittel noch Pferd und Wagen. Kleinere Transporte wurden per 'Bollerwagen' durchgeführt. Das einzige Auto, das Anfang der zwanziger Jahre in Attendorn zu sehen war, das Postauto von und nach Grevenbrück, wurde noch als Vorbote einer fremden Zeit angestaunt, sowie wohl heute Pferd und Wagen Verwunderung bei den Kindern und Schmunzeln bei den Älteren hervorrufen. Aufnahme: um 1930.

62. Der Schüldemhof! Hier soll nach lokaler Überlieferung eine erste Ansiedlung bestanden haben, aus der später die Stadt hervorgegangen ist. So befand sich hier auch der Hof, der nach dem Willen des Erzbischofs Anno 1072 dem Abt von Grafschaft lehnspflichtig wurde. Erst im letzten Jahrhundert konnte diese Hörigkeit von der Stadt abgelöst werden. Der repräsentative 'Burghof", links im Bild, erwies sich bei seinem Abbruch 1968 als eines der ältesten Gebäude der Stadt. Rechts die Häuser Kühn, Vikarie St. Barbara, Keimer (jetzt Hoberg) und Frey, Hausname 'Klüsen', Aufnahme: etwa 1930.

63. Einen wenig schönen Eindruck vermittelt dieser Bliek in die Gasse zwischen dem Haus des Schuhmachers Zeppenfeld und dem 'alten Kloster', rechts. Tatsächlich ist dieses Haus für eine Übergangszeit einmal Kloster gewesen; denn 1898 errichteten die Franziskaner, die sich wieder in Attendorn niederlassen wollten, hier ihr vorläufiges Quartier. Seit 1887 hatte das ehemalige Wohnhaus als Konvikt für die nicht aus der Diözese Paderborn stammenden Schüler des Gymnasiums gedient. Nach dem Bau des Franziskanerklosters am Remmenstein verlor es seine Funktion, 1974 wurde das inzwischen unansehnliche Gebäude abgerissen. Aufnahme: um 1925.

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64. So sah es an der Kreuzung Niederste-/Ennester Straße 1925 aus. Der Friseur Julius Höffer hatte 'Gogreven' Haus von Fräulein Maria Hesse gekauft und bot 'Seifen - Parfümerien und Toilettartikel' an. In 'Drögen' Haus betrieb Ferdinand Schneidersmann, genannt 'Stinkwammes', eine Wirtschaft, die auch vom Kirchplatz aus zugänglich war. Seit fast einhundertfünfzig Jahren in Familienbesitz war das Haus von Albert und Karl Ursell, die ein Textilgeschäft betrieben. Heute bietet sich ein anderes Bild. Das Haus Höffer wurde um eine Etage aufgestockt, die Häuser Schmidt und Harnischmacher wurden Mitte der dreißiger Jahre neu errichtet. Karte: Th. Frey, Attendom, um 1925.

65. Diese Aufnahme vermittelt uns ein eindrucksvolles Bild der Niedersten Straße: barock der Turm der Pfarrkirche hinten, im Biedermeier die schragen Häuschen und im Vordergrund der Stil der Gründerzeit. Mit dem Bildstock rechts hat es eine eigene Bewandtnis. Nach dem Schleifen der Stadtbefestigungen um 1810 fanden die bis dahin in Mauernischen der Stadttore eingelassenen Heiligenfiguren eine neue Heimat. Noch heute ist an dieser Stelle, wie auch im Wassertor, ein Bildstock zu finden. Karte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund, etwa 1920.

66. Als erster Bote wird in Attendorn am 29. Juli 1685 Wilhelm Lütteke genannt, 1717 Matthias Hoberg als Postbote. Als 1742 das Postwesen in Westfalen reformiert wurde, erhielt Attendorn direkte Boten nach Köln, Siegen und Arnsberg. Um 1820 richtete man ein 'Postwärteramt' ein. 1918 erwarb die Reichspost Haus und Garten des Sanitätsrats Dr. Plange, Münster, an der Niedersten Straße und errichtete dort das heutige Postamt. Die 1898 im Hause Vigener, Niederste Straße (jetzt: Co-op) eingerichtete Dienststelle wurde aufgegeben, Vorher war die Postexpedition im Hause Heim an der Kölner Straße untergebracht (Bild 10). Aufnahme: wohll925.

67. Während früher, wie allerorten, die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser durch Brunnen und offene Gewässer erfolgte, wurde 1885 mit der ersten Wasserleitung ein wichtiger Fortschritt in der Hygiene erzielt. Allerdings war auch dieses erste Leitungswasser nicht frei von verschiedenen Kleinlebewesen. Welche Schwierigkeiten trotz Ausbau des Leitungsnetzes immer wieder entstanden, zeigt dieses Bild. Gerade die Belieferung der höher gelegenen Stadtteile, die damals im Entstehen begriffen waren, erwies sich als schwierig. So konnte man gelegentlich das Wasser nicht den Berg hinaufpumpen, sondern mußte es karren. Aufnahme: Ludwig Rottmann, 1929.

68. Vorwiegend lokale Szenen glossieren die Attendorner Karnevalisten in ihren Umzügen, Hier verläßt ein Zug das Kölner Tor in Richtung Schützenhalle. Viel Arbeit gilt es zu erledigen, bis ein Zug 'steht' und durch die Straßen der Stadt ziehen kann. Vereine und Wagenbauergruppen planen und erstellen im Rahmen des Karnevalsvereins ihre Wagen und Fußgruppen. Herolde, Garden und Musikkapellen müssen ihren Auftritt vorbereiten. Prinz und Kinderprinz, die Hauptpersonen des Geschehens, gilt es zu bestellen. Beim Elferrat laufen die Fäden zusammen, hier wird organisiert und koordiniert. Diese 'Vollkarnevalisten' kommen so erst nach dem großen. Kehraus zum richtigen Feiern. Aufnahme:

Ludwig Rottmann, um 1930.

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