Attendorn in alten Ansichten

Attendorn in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Hundt
Gemeente
:   Attendorn
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2490-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Attendorn in alten Ansichten'

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69. Hier, in den engen Gassen am Stadtgraben, spukte nach Aussagen alter Attendorner der 'Fahle Bock', ein Geist, der als Begleiter des Todes den nächsten Angehörigen erschien. Er wurde auch gesehen an anderer Stelle, so besonders am Spindelsburggraben. Wer weiß, ob nicht ein Nachfolger des 'Fahlen Bocks' gemeint ist, wenn von einem neuen Geist in der Stadt gesproehen wird. Wir erkennen die Häuser Wacker ('Reggen'), Brake ('Kollen'), Cramer ('Bengers') und im Hintergrund das Haus des Eduard Viegener, das heute allein noch besteht. Im Zuge der Sanierung wird aber auch dieses Gebäude bald abgebrochen. Aufnahme: Clemens Ortmann, um 1930.

70. Gleichermaßen wichtig für die Ackerbürger der Stadt wie für die Bauern des Umlandes war die Stadtmühle vor dem Wassertor, die schon in den ältesten Stadtansichten dargestellt ist. Da die Mühle vor den Toren der Stadt lag, hat sie in unruhigen Zeiten oft schwere Verwüstungen oder gar Zerstörung hinnehmen müssen. So wundert es nicht, daß in dem zuletzt existierenden Gebäude nach vielen Umbauten die historische Bausubstanz nur im Kern erhalten war. Gern mag sich mancher noch erinnern an das Rauschen des Mühlrades und die feuchte, frische Luft, die im Sommer angenehm kühlte. Vorbei und verweht! Die Abkühlung hat jetzt das hier erbaute Hallenbad übernommen. Aufnahme: um 1935.

71. Was die automatische Waschmaschine heute auf einen Knopfdruck hin erledigt, mußte früher in mühevoller Handarbeit geleistet werden. Die Wäsche wurde mehrere Tage eingeweicht, schmutzige Stellen dabei extra behandelt. Auf dem Waschbrett wurde gerubbelt, dann in großen Bottichen gekocht und gestampft. Das anfallende Kochwasser wurde zum Putzen aufbewahrt. Konnte man die Wäsche wegen des Wetters nicht zur Stadtbleiche fahren (Bild), wo sie gespült und gebleicht wurde, mußte sie mit 'Bläue' behandelt werden. Und damit man beim Bücken nicht zuviel Bein sehen konnte, wurde vorher der Rock schicklich und züchtig in die Kniekehlen gedrückt. Aufnahme: um 1935.

72. Nach der Auflösung des Attendorner Franziskanerkonvents im Jahre 1821 gelangte auch der ehemalige Gemüsegarten der Patres in den Besitz der Stadt. Auf das inzwischen zum 'Klosterplatz' umgestaltete Gelände pflanzte man, wie vielerorten in Deutschland, nach dem Kriege 1870/71 sogenannte 'Kaisereichen', die als stetes Symbol an die Reichsgründung erinnern sollten. Zum 700jährigen Stadtjubiläum 1922 wurde auf dem Platz ein Kriegerehrenmal errichtet, das 1945 zerstört wurde. Die Gedenkstatte wurde hernach auf den katholischen Friedhofverlegt. Aufnahme: um 1930.

73. Obwohl es im 19. Jahrhundert spöttisch hieß, 'der einzige Christ im Städtlein sei der Jude Moses', verweisen zahlreiche alte Feldkreuze und Andachtsstationen auf die Frömmigkeit der Bevölkerung. Neben dem Wallfahrtsweg nach Waldenburg sind die Stationen der Feldprozession am bekanntesten. Hier sehen wir die Kapelle am 'Heiderbaum' im Bild, Nachdem der sich ausdehnende Steinbruch 'Auf der Heide' auch das Kapellehen zu erfassen drohte, wurde es kurz vor dem Zweiten Weltkrieg um etwa hundert Schritte versetzt. Diese Maßnahme wurde nach Einstellung des Steinbruchbetriebes in den fünfziger Jahren stark kritisiert. Aufnahme: etwa 1930.

74. Ein wichtiger Schritt vorwärts gelang in den dreißiger Jahren mit der Kanalisation eines großen Teiles der Stadt. Unser Bild zeigt die Arbeiten in der Wasserstraße, rechts Café Hundt ('Zur Rose'). Nachdem es gelungen war, Arbeitskräfte aus dem Ruhrgebiet im Zuge staatlicher Sondermaßnahmen auch für Attendorn zu bekommen, wurde seit 1934 der unhygienische Zustand der oberirdischen Abflüsse durch die Gosse abgestellt. Besonders in den Sommermonaten war es hierbei zu erheblichen Belästigungen gekommen. Noch heute sind unter den Küchenfenstem alter Häuser die inzwischen stillgelegten Abflußrohre zu erkennen. Aufnahme: Ludwig Rottmann, 1935/36.

75. Wie das Modell eines Architekten wirkt die Stadt aus der Luft gesehen. Noch bestimmt der organisch gewachsene Siedlungskern in den mittelalterlichen Grenzen das Bild Attendorns. Aber allmählich wurde das Biggetal für die expandierende Stadt zu eng. Ab 1921 entstand das Außenviertel Kampstraße, sechs Jahre später begann die Besiedlung des Rappelsberges. Seither besteht Attendorn nicht mehr allein aus der historischen Altstadt, die wir in der Vergangenheit als Alt-Attendom kennengelernt haben. Wünschen wir dem größeren Attendorn, der Stadt in der wir leben, eine gute Zukunft. Aufnahme: Luftbild, um 1930.

Die Abbildungen nach Stichworten Ahausen 18

Attendorn (Stadtansicht) 1,38, 39, 75 Badeanstalt 51

Bahnhof 2

Bieketurmstraße 45, 69

Biggebrücke 40, 41

Bleiche 71

Breite Straße 44

Ennester Straße 24, 46, 47, 58, 59 Ennester Weg 35, 56

Ewig 19

Finnentroper Straße 12, 29 Glockengasse 14

Graben 20, 24, 25, 46 Grafweg 61

Gruppen und Personen 5, 9, 25, 53, 54 Heiderbaum 73

Höllengasse 15

Hospital am Wassertor 4, 42, 43 Karneval53, 68

Kirchplatz Titelbild, 28 Klostergasse 8, 63

Klosterplatz 8, 72

Kölner Landstraße 50

Kölner Straße 10, 11,52,68 Kölner Tor 11, 60 Listertalsperre 33

Marktplatz 36, 37

Mooskamp 67

Mühle(-ngraben) 16, 17,51,70

Niederste Straße 7,14,28,48,49,64,65,66 Ohl50

Pastoratsplatz Titelbild Sackhof26 Schernperstraße 21 Schnellenberg 22, 23, 54

Schnellenberger Hospital55 Schüldernhof 62 Schützenfest 11, 36 Stürzenberg 12, 13,34 Tangel6,28

Truchseßgasse Titelbild Waldenburg 30, 31, 32 Walzwerk 3

Wasserstraße 26, 27, 74 Wassertor 3, 41, 42,71 Zollstock 2, 57

Bildquellennachweis

Stephan Brake 25

Evangelische Kirchengemeinde Attendom 8 Klaus Filmer Titel, 31

Karl-Otto Frey 23, 40, 52, 55, 65 Otto Graf 51,53,54

OUo Hellner 42, 43, 51, 67 Christoph Hoberg 72 Klaus-Walter Hoberg 24 Otto Höffer, jun. 13, 33, 62 Carl-J osef Isphording 6, 7

Ludwig Korte 16, 30, 46, 59, 60, 63

Kreisarchiv Olpe (über Landesdenkmalamt Münster) 5 Grete Leifgen 22, 48, 49

Georg Ortmann 69

Emil Peiffer 1

Alfred Roll 29

OUo Schulte 3, 9, 14, 15, 17,18,19,20,21,32,35,36,37, 38,39,41,47,56,57,58,64,68,73

Stadt Attendorn 27, 44, 50,74

Josef Stipp 66

Herbert Teipel 28, 34, 61, 70

Verein für Orts- und Heimatkunde 2, 4, 10, 11, 12, 26, 45, 71,75.

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