Augsburg in alten Ansichten

Augsburg in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. J. Mancal
Gemeente
:   Augsburg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2286-3
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Augsburg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

29. Blickfang der oberen Maximilianstraße ist vor allem das Münster St. Ulrich und Afra, deren 1187 in Anwesenheit von Kaiser Friedrich I. Barbarossa geweihter Vorläuferbau baufällig geworden war und ab 1467 durch ein neues Gotteshaus ersetzt werden sollte, das 1483 einstürzte. Am 13. Juli 1500 legte dann Kaiser Maximilian I. den Grundstein für den neuen Chor. Im Münster wurden Kaiser Ferdinand III. (1608-1656) am 31. Mai 1653 und Joseph I. (1678-1711), Sohn des Kaisers Leopold 1., arn 24. Januar 1690 zum römischen König gekrönt. Vor ihm ist im Schatten der Herkulesbrunnen zu erkennen. Rechts, neben Straßenbahn und Kutsche, befindet sich das Schaezlerpalais. Ganz rechts stand einst das Geburtshaus des berühmten Inkunabeldruckers Erhard Ratdold (um 1450-1528).

30. Bereits seit 1414 ist dieser optisch eindrucksvolle Platz Standort einer Brunnenanlage. Von 1596 an beschäftigte sich der Bildhauer Adriaen de Vries mit einem neuen Entwurf; den Guß führte wie beim Merkurbrunnen Wolfgang Neidhard aus. Am 16. August 1602 wurde der Herkulesbrunnen, stilistisch zwischen Manierismus und Frühbarock anzusiedeln, in Gegenwart des Bildhauers feierlich eröffnet. Auf der Brunnensäule ist Herkules dargestellt, wie er die Hydra mit der Keule schlägt; unter ihm befinden sich drei Najaden, und darunter drei Putten neben drei Tritonenbüsten. Anlaß der Errichtung dieses Brunnens war das 1 600jährige Jubiläum der Stadtgründung. Das schmiedeeiserne Gitter stammt aus der Entstehungszeit der Anlage. In späteren Jahren ist der Brunnen öfters erneuert worden; so wurde 1826 ein Brunnenpfeiler aus Gußeisen aufgestellt.

31. Westlich des Herkulesbrunnens befindet sich das Schaezlerpalais, zu dem 1765 anstelle eines spätgotischen Bürgerhauses, in dem Philippine Weiser geboren wurde, vom Münchner Architekten Karl Albert von Lespilliez (1723-1796) der Grundstein für einen repräsentativen Stadtpalast für den Bankier Benedikt Adam Freiherr Liebert von Liebenhofen gelegt wurde, Nach über zwei Jahren war das Bauwerk vollendet. In dem prachtvollen Festsaal des Rokoko tanzte 1770 Marie Antoinette bei einem Aufenthalt auf ihrer Reise nach Frankreich. Lieberts Schwiegersohn, Johann Lorenz Freiherr von Schaezler kam 1791 nach Augsburg und gründete unter anderem ein bedeutendes Bankhaus. Einer seiner Nachfahren, Wolfgang Freiherr von Schaezler, schenkte am 4. Oktober 1958 das Haus der Stadt und wurde Ehrenbürger.

32. In der Kapuzinergasse versteekt liegt die rückwärtige Teil des Hauses Maximilianstraße 58. Das barocke Vorderhans ist jüngeren Datums, die Abseite ist älteren Ursprungs und stammt aus der Zeit der Frührenaissance. Die Loggia war früher unverglast und ist eines der besten Beispiele für die Abseitenarchitektur in der alten Reichsstadt, Zu den frühen Besitzern gehörte Anfang des 17. Jahrhunderts der Großkaufmann Martin Zobel, Angehörige der Handelsfamilie Österreicher sowie ein Mitglied des Patriziergeschlechtes der Imhof.

33. Die älteste Bausubstanz des Domes, um den sich einst die Bischofsstadt ausdehnte, stammt aus dem 10. Jahrhundert. Bischof Heinrich ließ in den Jahren 1047-1063 das unter Bischof Embriko 1065 geweihte Langhaus errichten. Aus dieser Zeit stammt auch die wunderbare Bronzetüre. Etwas später, vermutlich Ende des 11. Jahrhunderts, wurden die romanischen Glasfenster geschaffen. Um 1200 waren die Giebel der Türme vollendet. Ab 1326 begann die gotische Umgestaltung; acht Jahre später war der Westchor vollendet, danach das Langhaus und die Seitenschiffe. 1356 legte Bischof Markwart von Randeek den Grundstein für den Neubau des Ostchores. Nachdem 1413 die Wölbung geschlossen war, wurde 1431 der Chor geweiht. Am 19. Januar 1690 wurde hier die Gemahlin des Kaisers Leopold 1., Eleonore, gekrönt. In den Jahren 1852-1863 versuchte man, im neugotischen Stil den Dom umzuändern.

f . ?

34. In der Nähe der Stiftskirche St. Stephan gelegen zählt das St. Gallus geweihte Kirchlein mit zu den ältesten christlichen Bethäusern, das auf einer noch älteren Anlage errichtet wurde, wie die Ausgrabungsergebnisse von 1958 und 1961 beweisen. Mitte des 11. Jahrhunderts hat Papst Leo IX. diese Kapelle bei einem seiner Aufenthalte in Augsburg geweiht. 1589 wurde das Bauwerk erneuert. Das hinter der Kirche gelegene Haus Lit. E 129 stammte aus dem 16. Jahrhundert und war, als letztes seiner Art, mit einem Schopfwalmdach versehen.

35. Dominierend überragt der Turm der ehemaligen Stiftskirche der um 1160 hier ansässigen Augustinerchorherrn die rechts von ihr gelegene kleinere protestantische Kirche von Heiligen Kreuz. Die katholische Kirche, 1195 errichtet und schon bald danach durch ein Hostienwunder als Wallfahrtsort weithin bekannt, wurde ab 1492 bis 1508 durch eine spätgotische Hallenkirche ersetzt und in den Jahren 1716-1719 von J.J. Herkommer barockisiert. Beim Turm sind aus der Gründungszeit die unteren Teile erhalten; den Oberteil gestaltete 1677 der Baumeister Michael Thumb, In dieser Kirche und im Kloster waren Leopold Mozart und auch sein Sohn zu Gast. Die protestantische Kirche wurde anstelle der 1630 abgerissenen Ottmarskapelle von J.J. Krauß in den Jahren 1650-1653 erbaut.

36. Das in den Jahren 1544-1546 am ehemaligen Alten Heumarkt erbaute Renaissancehaus des Kaufmanns und kaiserlichen Rats Lienhard Boeck von Boeckenstein wurde wegen der Zahlungsunfähigkeit des Patriziers 1547/48 von dem Zunftbürgermeister und Kaufmann Jakob Herbrot, dem Führer der antikaiserlichen protestantischen Partei, für 10 000 Gulden erworben, Seit 1706 diente der Bau als evangelisches Armenkinderhaus. Bereits im 19. Jahrhundert wurde es für öffentliche Zwecke genutzt. Bis 1884 war hier die Gewerbehalle untergebracht. Nach dem Umbau wurde das schon 1854 eingerichtete stadtgeschichtliche Museum, das Maximilianmuseum, am 28. September 1909 wieder eröffnet. Vor dem Haus ließ 1857 König Ludwig J. ein Denkmal für Hans Jakob Fugger (1516-1575), dem 'Beförderer der Wissenschaften', errichten.

37. Mit zur ältesten Substanz des bürgerlichen Wohnbereichs zählte das ehemalige Bankhaus der Weiser in der Karolinenstraße. Haus und Kapelle St. Leonhard wurden 1241 von dem Patrizier Richard Ilsung auf dem Stein errichtet und 1422 von den Welsern gekauft; 1539/40 ließ es Bartholomäus V. Welser (1484-1561) umbauen und eröffnete hier sein Bankhaus. Die Familie Welset zählte zur damaligen Zeit neben der der Fugger zu den einflußreichsten Kapitalgebern der Höfe Europas. Diesem Umstand ist es zu verdanken, daß sie bis 1555 kolonisatorischen Einfluß auf Südamerika und Venezuela ausüben konnten. Mit den Staatsbankerotten verlor die Familie Weiser ihren Reichtum und wurde am 1. Juli 1614 vom Augsburger Rat für zahlungsunfähig erklärt. Matthäus Il. und Paul Weiser wurden in Schuldhaft genommen.

38. Von links ragt das Höchstetterhaus ins Bild, benannt nach einem der bis 1528/29 führenden Handelsgesellschaften. Es wurde 1506/07 von J. Zwitzel und Gregor Erhart (1465-1540) für Ambrosius Höchstetter den Ältere (1453-1534) gebaut. Die Fassadenbemalung fertigte Hans Burgkmair an. Besonders auffallend ist ein spätgotischer Erker, der 1963 an der Fuggerei angebracht wurde. Diese polygonalen Erker sind für das Augsburg besonders des 16. Jahrhunderts typisch. Im 'Stettenhaus' dahinter wohnte Paul von Stetten der Ältere (1705-1786), der hier 1730-1758 seine berühmte Geschichte der Reichsstadt Augsburg verfaßte, und sein Sohn Paul von Stetten der Jüngere (1731-1808), der letzte Pfleger der Reichsstadt. Im September 1902 verkauften deren Nachfahren das Haus an die Stadt, Am 18. November 1906 wurde hier das neueingerichtete Naturwissenschaftliche Museum eröffnet.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek