Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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19. Billenkamper Dorfstraße (Große Straße) um 1910. Der Fotograf steht etwa vor dem gerade erwähnten Reetdachhaus Große Straße 12 und blickt südwärts die Straße entlang. Zunächst fällt ihm eine damalige Neuerung auf, eine von den wenigen Dutzend Straßenlaternen. Der Aumühle-Billenkamper Nachtwächter putzt ihre Glaskuppeln, reinigt die Brenner, füllt sie mit Petroleum, zündet und löscht die Flammen. Auf dem Bürgersteig hinter der Lampe leuchten auch die weißen Jakken der beiden Friseure vor dem Haus 9, in dem immer noch ein Friseurgeschäft besteht. Im Nachbarhaus arbeitet ein Malereibetrieb damals, und so reihen sich weitere Gewerbe an der Straße entlang.

ZO. Ehemalige Tischlerei Bergstraße 17 um 1900. Auf dem Bild 9 mit dem Fernblick über Billenkamp erscheint am damaligen Ende der Bleicherstraße eine reetgedeckte Kate. Sie wird erst 1938 abgebrochen. Ihr zugehöriges Anbauernland reicht bis zur Bergstraße. In Folge einer Einheirat in die alte Anbauernfamilie wird 1877 eine Bau-, Möbel- und Sargtischlerei gegründet und diese 1893 an die Bergstraße verlegt. Dieses Neuanbauernhaus mit Werkstatt erhält bereits das Aussehen eines kleinen Landhauses im Schweizervillenstil. Villa und Werkstattgebäude stehen umgebaut nochheute.

21. Der Zeppelin ûber der Bergstraße 1928. Der Aufnahmeort liegt nahe der scharfen Ecke zur Großen Straße. Kinder laufen zusammen, denn majestätisch zieht LZ 127 'Graf Zeppelin' über Aumühle-Billenkarnp dahin. Das tiefe Brummen seiner vier Motoren mit je tausend Pferdestärken ist zu erahnen. Das Luftschiff ist 245 m lang, 41 m hoch (der Bismarckturm nur 27 m) und faßt in seinen GaszeIlen 200 000 Kubikmeter Wasserstoffgas. Wahrscheinlich ist LZ 127 von Friedrichshafen am Bodensee gestartet, dem Ausgangspunkt der deutschen Luftschiffahrt. LZ 127 unternimmt Fahrten ins Nordpolargebiet und rund um die Welt. Im Liniendienst wird es nach Südamerika eingesetzt.

22. Dorfschaft Aumühle 1893. Während mehrere Kinder im Nachbargarten das Geschehen beobachten, blieken wir über den Zaun des Grundstückes Bergstraße 6 zur Lindenstraße, dem einen Teil der Aumühler Dorfstraße. Dort sieht der helle Giebel des Landhauses Lindenstraße 5 noch heute genau so aus. Das Reetdachhaus dahinter, Lindenstraße 9/13, beherbergt zeitweise auch die Post (Bild 61) und wird erst 1965 abgebrochen. Weiter hinten stellt die hellgestrichene Villa Vogelsang den Vorläufer der Villa Lindenstraße 31 dar. Rechts von ihr wird das Türmchen des Forsthofes sichtbar (Bilder4 und 31).

23. Reetdachhaus Lindenstraße 35a um 1930. Auf dem vorigen Bild wird das Haus von der Villa Vogelsang verdeckt. Es steht im Knick der alten Dorfstraße, die früher direkt als Mühlenweg zur AuMühle führt, was trotz der Bahn noch erkermbar ist. Das Haus gehört ebenfalls zu den alten Aumühler Anbauern. Später liegt es direkt neben der Villa des Gründers der Villenkolonie, Emil Specht. Dieser kauft es 1893 als Gärtner- und Kutscherwohnung, Pferdestall und zum Unterstellen seiner Wagen zum Wegereinigen, Straßensprengen und Kohlentransport zu seinem Elektrizitätsund Wasserwerk Bergstraße 9.

24. Bliek auf die Dorfschaft Aumühle 1893. Das Bäumchen vorne wächst an der Börnsener Straße gegenüber der Bergstraße. Unser Bliek geht über das Feld hinweg in Richtung Sachsenwaldstraße, dem anderen Teil der Aumühler Dorfstraße. Das Reetdachhaus links, Sachsenwaldstraße 9111, wird 1921 abbrennen (Bild 27), das andere an der Sachsenwaldstraße 4 schon 1904. Es verdeckt das noch vorhandene Reetdachhaus Sachsenwaldstraße 6 (Bilder 29 und 48). Hinter dem Straßenknick liegt auf der Anhöhe eine Gruppe Landhäuser, die alle noch vorhanden sind: Sachsenwaldstraße 19 und 21 und Waldstraße 2-6. Weiter führt der sandige Weg in den Sachsenwald hinein.

25. Gabelung Lindenstraße/Sachsenwaldstraße/Börnsener Straße um 1910. Die Dora-Specht-AIlee wird links durch das Ende des Rinnsteins angedeutet. Rechts zeigt der Wegweiser mit preußisch-schwarzweißem Pfahl nach Börnsen. Auch die Straßenlampe beweist die Verkehrsbedeutung dieser Stelle. Zwei Mädchen in weißen Kittelschürzen kommen wohl gerade aus dem Kaufhaus, das sich 1903 in der Mitte der Dorfstraße, jetzt Sachsenwaldstraße 1, angesiedelt hat. Entlang dieser Straße sind rechts die Villa Sachsenwaldstraße 2 und hinter der Biegung das Reetdachhaus Sachsenwaldstraße 6 zu erkennen.

26. Villa Sachsenwaldstraße 2 um 1913. Auf dem vorigen Bild wird nur die Seitenfront des Hauses sichtbar. Es ist 1898 fertiggestellt worden, Bauherr ein Architekt, der später technischer Berater der Gemeinde Reinbek und des Amtes Friedrichsruh werden wird. In der Baubeschreibung legt er wert auf den Hinweis, daß man bei den Wänden Kalkmörtel mit Zementzusatz verwendet. Die Dacheindeckung erfolgt mit Falzziegeln aus dem Bismarckschen Friedrichsruher Tonwerk (jetzt Tonteich). Die massive Bauweise lockern äußerlich Holzverkleidungen an den Giebeln, Fachwerke und Fensterläden auf.

27. Ehemaliges Reetdachhaus Sachsenwaldstraße 9/11 um 1919. Die stattliche Großkate steht auf einer Anbauernstelle, die sich bereits 1777 in den Akten des Amtes Schwarzenbek findet. Durch Holzfuhren und Grundstücksverkäufe ist der Besitzer wohlhabend geworden. Doch 1921 brennt das Haus durch einen Schwelbrand ab, ausgelöst durch den Leuchtpistolenschuß eines Wachtmannes in den unsicheren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg. Durch diesen Brand und die schon begonnene Inflation zerrinnt der Wohlstand, doch 1927 kann die Familie zwei Neubauten auf der alten Katenstelle errichten.

28. Villa Sachsenwaldstraße 15 um 1910. Ein Hamburger Fabrikant läßt das Haus 1899 auf zwei alten AnbauernstelIen errichten. An der Häuserfront bemerkenswert sind die spitzen eisernen Dachzierate, die Rundbögen über den Erdgeschoßfenstern und der kräftige Erker, der das Treppenhaus enthält. Der Hauseingang liegt seitwärts. Das zugehörige Grundstück reicht bis zur heutigen Straße Im Winkel. Dort entstehen Hühnerhaus, Gewächshaus und Autogarage. Mit anderen Villen entlang der Linden- und Sachsenwaldstraße liegt auch diese nicht innerhalb der Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede, sondern in der Ortschaft Aumühle.

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