Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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29. Reetdachhaus Sachsenwaldstraße 6 um 1922. Von der Börnsener Straße her sehen wir über die Feldmark hinweg auf die Rückseite des Hauses, Landwirtschaft wird hier noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg betrieben. 1955 kauft die Gemeinde das Gelände auf, um die Bebauung an der neuen Straße Weidenstieg anzulegen. An der Straßenseite des gut erhaltenen Hauses verrät eine Balkeninschrift über dem Dielentor als Erbauer die Anbauern: 'Frans Jochim Kobs. Anna Maria Kobsen. Den 9. Julis 1791. GOTT HERR segne dieses Haus, die hier gehen ein und aus.'

30. EmU Specht, Gründer der Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede. Geboren 1846 in Friedrichsruh, wo sein Vater das Restaurant und Hotel 'Frascati' bewirtschaft, aus dem später das Bismarckschloß hervorgeht. Emil Specht erwirbt als Restaurateur und Kaufmann 1884 das aussiehtsreiche Patent, gemahlenen Kaffee in gepreßten Tafeln für Massenverpflegung, wie bei der Armee und Marine, herzustellen. Einige Jahre später lehnen die Aumühle-Billenkamper Anbauern es ab, ihre Weide- und Holzrechte im Sachsenwald durch Landabtretungen seitens der Bismarckschen Verwaltung ablösen zu lassen. Emil Specht kauft die Flächen auf und findet die Anbauern mit Bargeld ab.

31. Neubau der Villenstraße mit Villa Voigt, im Hintergrund der Sachsenwald 1893. Die beiden Herren stehen gegenüber der Einmündung der Hofriede- in die Bismarckallee. Ein Feldbahngleis zeigt die Neuanlage dieser Villenstraße, die bergab ins Auetal führt. Links reicht ein Tal mit hohem Baumbestand zur nahen Bille hinab (Bismarckallee 6-8). Von der Villa Voigt, dem gerade 1892 erbauten Forsthof. sehen wir das Türmchen an seiner Rückseite (Bilder 4 und 22). Rechts vor dem Forsthof fehlt noch die Villa Specht Bismarckallee 1 (Bild 35).

32. Neubau der Villenstraße mit Dorfschaft Aumühle und Villa Vogelsong 1893. Die Pfähle an der Straße sollen die anzupflanzenden Blutahornbäumchen stützen. Etwa vom heutigen Haus Bismarckallee 8 blickt der Fotograf die Lindenstraße in umgekehrter Richtung wie auf Bild 22 entlang:

Die Villa Vogelsang, massiv gebaut mit ihrem Schieferdach, wird schon 1910 einer Villa im Neubarockstil weichen (Lindenstraße 31). Weiterhin sehen wir das ehemalige Reetdachhaus Lindenstraße 9/13 (Bild 61) und die noch vorhandenen Landhäuser 5 und 3. Ganz hinten besitzt der helle Putzbau Sachsenwaldstraße 1 noch keinen Doppelgiebel (Bild 25).

33. Buchenpartie eines Villenplatzes 1893. Erwartungsvoll blieken mehrere Kinder auf uns. Sie stammen vielleicht aus den Familien künftiger Villenbesitzer. Die Aufnahme erfolgt im Tal zwischen Bille und Bismarckallee (6-8), das Emil Specht 1893 schon gehört. Seine Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede umfaßt nach 1902 die Straßen: Alte Hege, Bismarckallee, Dora- und EmilSpecht-Allee, Hofriedeallee, Oberförsterkoppel, Pfingstholzallee und Tannenweg. Teile der Grundstücke an der Bergstraße, Birkenstraße, Börnsener Straße, Lehmberg, Lindenstraße, Sleener Straße und Vor den Hegen gehören ebenfalls dazu.

34. Partie aus dem angrenzenden Teil des Sachsenwaldes 1893. Das Bild entsteht in der Senke mit der Waldwiese , die noch jetzt vom Fußweg zwischen den Enden der Bismarckallee und der Alten Hege durchquert wird. Der Bliek geht aufwärts in Richtung Alter Hege. Heute senken sich einige Grundstücke an der Duborgstraße zu dieser Wiese hinab, und die Alte Hege umrundet sie. Die Villengrundstücke bis zur Senke sind in der Form von Tortenstücken geplant gewesen. Ebenso sollte ein Hotel am Ende der Alte Hege, oberhalb des jetzigen Schützenhauses. gebaut werden.

35. Villa Specht Bismarckallee 1 nach 1894. Der Gründer der Villenkolonie hat sie für sich errichten lassen. Auf einer nicht sichtbaren Hausecke enthält die Windfahne auf dem Erkertürmchen das Datum 1894. Das Erscheinungsbild der Villa prägen die kugelbewehrten Dachspitzen, die turmähnlichen Schornsteine, das Fachwerk des Obergeschosses und im Sommer die Markisen. Der große Garten davor wächst heran. Links jenseits der Bismarckallee wirbt ein Schild an der Bahn für die Villenkolonie. Rechts wird das Reetdach des Hauses Lindenstraße 35a sichtbar, schon damals ein Zeuge vergangener Zeiten.

36. Villa Berner Bismarckallee 12 um 1900. Nahe der Bergstraße ist sie im Jahre 1895 erbaut worden. Über dem rotgrün gemusterten Ziegeldach ragen turmähnliche Schornsteine auf. Wasserspeier in Drachenform verlängern die Dachekken. Fachwerkgiebel, Fensterläden und Holzveranden entsprechen dem Bild eines Landhauses. Doch die Masten mit elektrischen Lampen und Porzellanglocken für die Leitungen weisen auf die Nähe des Spechtschen Elektrizitätswerkes Bergstraße 9 hin. Nach einer fachmännischen Restauration mit großem Aufwand wird jetzt die Villa wieder von einer bunten Sonnenuhr an der Bergstraßenseite geschmückt.

37. Villa 'Waldhaus' Bergstraße 6 nach 1897. In diesem Jahre ist das Haus auf Rechnung Emil Spechts errichtet und dann verkauft worden. Wahrscheinlich hat es zeitweise wie die gegenüberliegende 'Villa Maria', die Turmvilla Bergstraße 3, als Probewohnhaus für Kaufinteressenten gedient. Das Waldhaus erhält gleich eine Warmwasser-Zentralheizung. Seine äußere Bauweise zeigt den damals modern gewordenen Jugendstil: Die Oberteile sämtlicher Fenster bestehen aus bleigefaßtem Buntglas. Das sechseckige Erkertürmchen mit Fachwerk und Häubchen ziert noch immer das Haus, während seine Windfahne und das Buntglas der Fenster verschwunden sind.

38. Ehemalige Villa Leisewitz Hofriedeallee 6/8 um 1900. Das Aussehen dieser, 1899 errichteten Großvilla bestimmen ringsum Vordächer und Loggien. Ein Schieferdach aus bestem englischem Schiefer bedeekt unterschiedlich gestaltete Dachschrägen. Das Hausportal besteht aus Teakholz, seine Verglasung aus belgischem Spiegelglas erster Qualität. Die umfangreichen Baubedingungen fordern überall beste Materialsorten und sorgfältige, saubere Arbeit. Dazu gehören vollständig salpeterfreie Mauersteine und fettes durchaus trockenes Holz. So besteht der Parkettfußboden aus 10 Zentimeter breiten und 2,5 Zentimeter starken astfreien Eichenbrettern.

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