Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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49. Konfirmanden 1922. Sie dürften etwa dem Jahrgang 1908 angehören und stehen mit Pastor Giesecke vor dem Portal der Bismarckschen Gruftkapelle in Friedrichsruh. Pastor Giesecke amtiert als erster ürtspastor von 1910 bis 1946. Vordem gehört Aurnühle-Billenkarnp zum Kirchspiel Brurrstorf. In der Schule finden gelegentlich Gottesdienste statt. Ab 1910 kann die Gruftkapelle dazu benutzt werden und erspart einen 12 Kilometer langen Kirchweg. Er beginnt mit dem Katerstieg, führt an Friedrichsruh vorbei durch den Sachsenwald, über die Königsallee hinweg quer durch den Saupark, zur Försterei und Kirche Brunstorf.

50. Einweihung des Gefallenenehrenmals am 15. Juni 1924. An dieser Feier auf dem Waldfriedhof nehmen Krieger- und Gesangvereine mit ihren Bannern, daneben weißgekleidete Turner, Pastor Giesecke im Talar und andere Honoratioren teil. Das Ehrenmal gilt dem Ersten Weltkrieg und wird 1957, um auch der Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken, stark umgestaltet. Der Waldfriedhof entsteht 1910 am Rande des Sachsenwaldes auf Bismarckschem Gelände und umfaßt zunächst zwei Hektar Fläche. 1950 wird seine Fläche verdoppelt und 1985 nochmals verdoppelt werden.

51. Bismarck-Geddchtniskirche während der Bauzeit 1930. Wir sehen sie vom Waldfriedhof aus, noch vor der Glockeneinholung im März 1930. Ihre Einweihung erfolgt am 30. Juli dieses Jahres und wird schon vom Rundfunk übertragen. Ihr Baustil als Backstein-Rundkirche gilt als bemerkenswertes Baudenkmal ihrer Zeit. Die Höhe über dem Kegeldach und dem laternenähnlichen Glockenturm, bis zur Spitze des blinkenden Aluminiumkreuzes beträgt 29 Meter. Die lichte Weite des Innenraums mißt 18 Meter und dessen Höhe 8 Meter. 1966 wird die Kirche im Inneren stark verändert. Die frühere, holzgeschnitzte Altarwand steht heute hinter einem Vorhang im Gemeindesaal.

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52. Dorfschule Alte Schulstraße 2 um 1906. Erwartungsvoll blieken die Schulkinder in die Kamera, die Mädchen in die üblichen Kittelschürzen gekleidet. Doch stellt die Kinderschar noch nicht einmal die Hälfte aller 130 Schulkinder dar. Der Kreisarzt hat sie auf ihren Gesundheitszustand untersucht und die Schulstuben nebst der Lehrerwohnungen gründlich besichtigt. So meldet es die Schulchronik des Lehrers Lüdemann, der von 1888 bis 1929 hier amtiert. Anläßlich der Silberhochzeit des Kaiserpaares 1906 erhält die Schule kaiserliche Familienbilder und jedes Kind von der Gemeinde eine Gedenkschrift geschenkt.

53. Ältestes Schulbild um 1885. Wenige Jahre vor seiner Pensionierung sitzt Lehrer Willers inmitten seiner Schülerschar. Seine Amtszeit währt von 1865 bis 1888. Seit 1878 sind der Turnunterricht und für Mädchen auch der Handarbeitsunterricht eingeführt worden. Seit den Anbauten von 1873 und 1891 besteht das Schulhaus nicht mehr allein aus Backsteinfachwerk und besitzt vor allem ein massives Ziegeldach, vorher nämlich ein Reetdach. Das Fachwerk könnte von 1785 stammen. Es steht 1846 dem Bahnbau im Wege, wird auf Rollen gesetzt und an die jetzige Stelle gebracht, wo es für Wohnzwecke umgebaut noch steht.

54. Schulbild 1932. Aus den Jahrgängen um 1918 bis um 1926 werden sich wahrscheinlich noch manche festlich gekleidete Mädchen und Jungen wiedererkennen. Ganz rechts stehen die Lehrer Weide, der schon 1933 plötzlich verstirbt, und Richardt. Die Blumenkränze und -sträuße lassen verrnuten, daß das Bild beim Vogelschießen aufgenommen worden ist. Doch sollte es nicht täuschen: In diesen Jahren der Weltwirtschaftskrise besuchen 110 Kinder die Schule. Die drei Schulklassen müssen in zwei Räumen und somit auch nachmittags unterrichtet werden. Wegen der Sparrnaßnahmen kommt eine dritte Lehrkraft nur zeitweise hinzu.

55. Eisenbahnbrücke über die Bille ]893. Damals wird sie noch als Viadukt bezeichnet. Rechts am Bahndamm hoekt eine hellgekleidete Kinderschar . Durch die drei Brückenbögen blickt man die Bille aufwärts in den Sachsenwald. Die Streckenführung der Berlin-Hamburger Eisenbahn durch das Billetal und den Sachsenwald erweist sich als günstig für Gefälle und Steigung der Strecke. Siebenmal wird die Bille überquert und auch nahe der Au-Mühle ein Viadukt aus roten Backsteinen aufgemauert. Löwenköpfe schmücken die Bogenpfeiler. Mitte Dezember 1846 fährt der erste durchgehende Zug von Berlin nach Hamburg. Auch heute noch dient der Viadukt dem Verkehr, durch Beton entsprechend verstärkt.

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56. Ehemalige Bahnhofsbrücke 1906. Der Bahneinschnitt macht eine Brücke nötig. Sie führt fast an gleicher Stelle wie die heutige Bahnhofstraße über die Gleise. Einige Petroleumlampen beleuchten sie. Gerade will eine Mutter mit Kinderwagen die hölzerne Brücke befahren. Hoffentlich findet sie einen Kavalier, der ihr die Treppen zum Bahnsteig jenseits hinunterhilft. Dort warten bereits einige Reisende auf den Zug nach Hamburg. Der Haltepunkt Aumühle ist 1884 zur Entlastung des Bahnhofes Friedrichsruh eingerichtet worden. Der Ausflugsverkehr hat dort stark zugenommen, nicht zuletzt durch die vielen Schaulustigen, die sich einen Bliek auf den Reichskanzler erhoffen.

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57. Bliek von der ehemaligen Bahnhofsbrücke um 1904. Von Friedrichsruh dampft ein Zug heran, von den Aumühler Bahnbeamten auf dem Bahnsteig erwartet. Selbst Kaiser Wilhelm 11. ist am 26. März 1895 um 12 Uhr mittags mit seinem weinrot- und cremefarbenen Hofzug hier angekommen, um dann hoch zu Roß an der Spitze seiner Truppen zu einer Parade in den Friedrichsruher Schloßpark zu reiten. Lebhafte Hurrarufe des am Weg harrenden. zahlreichen Publikums haben ihn begleitet. Da aber ein Haltepunkt wie Aumühle zwar zwei Bahnsteige, aber keine Weichen besitzt, muß der Hofzug rückwärts nach Friedrichsruh zurückgeschoben werden.

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58. Ehemaliges Bahnhofsgebäude 1904. Dieses Holzgebäude hat neben dem Bahneinschnitt am Rande des heutigen Park-and-Ride-Platzes nahe der Bahnhofsbrücke gestanden. Es stammt wahrscheinlich aus dem Friedrichsruher Schloßpark, vorher dort als Musikpavillon benutzt. Nun enthält es den Dienstraum mit der Bahnhofskasse und den Zugrneidedienst mit dem Läutewerk daneben, eine offene Veranda und einen geschlossenen Warteraum für die Fahrgäste. Nach dem Bau des jetzigen Bahnhofes wird der Holzbau abgebrochen und nach Neugraben an der Strecke Harburg-Buxtehude transportiert. Dort dient er bis zum Bau der elektrischen S-Bahn nach Hamburg-Neugraben um 1980 als Bahnhofswirtschaft.

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