Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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59. Bahnhof Aumühle 1910. Auf Drängen von Emil Specht und wegen des regen Hamburger Ausflugsverkehrs in den Sachsenwald entschließt sich die Königlich-Preußische Eisenbahndirektion zu dieser großzügigen Anlage mit zwei Mittelbahnsteigen und vier Gleisen. Außer den beiden sichtbaren treppen führt hinten noch eine dritte von der Bahnhofsbrücke zum vorderen Bahnsteig hinab. Der Bahneinschnitt wird stark erweitert. Der Bahnhof erhält elektrische Beleuchtung durch das Spechtsche Elektrizitätswerk. Im Bildhintergrund links sehen wir das neue Postamt.

60. Menschenmenge auf den Bahnsteigen um 1925.Hinter dem Bahnsteigdach wartet ein Vorortszug nach Hamburg. Von Friedrichsruh dampft ein weiterer Zug heran. In diesen Jahren erhalten Aumühle und Friedrichsruh einen verbilligten Vorortstarif von und nach Hamburg, günstig auch für den Ausflugsverkehr. So fahren werktags mindestens zwei Dutzend Dampfzüge nach und von Hamburg, sonntags sogar ein Dutzend mehr. Sie benötigen 40-45 Minuten Fahrtzeit. Ab 1969 wird es die elektrische S-Bahn in einer halben Stunde schaffen, doch der Ausflugsverkehr ebbt zu dieser Zeit wegen der Motorisierung stark ab, vor allem sonntags.

61. Postbeamte vor der ehemaligen Postagentur um 1909. Sie befindet sich zu dieser Zeit im Reetdachhaus des Gemeindevorstehers an der Lindenstraße 9113, also auf einer alten Anbauernstelle. Rechts der Haustür sehen wir das Schild mit dem Kaiserlichen Reichsadler, links weist ein anderes auf die Öffentliche Fernsprechstelle hin, denn Telefon gibt es hier schon seit 1896. Über dem Briefkasten wird gernahnt, Aufschrift und Marke nicht zu vergessen. Die Postkarren sind nötig, denn die Landbriefträger bringen zu FuB die Post in die Nachbarorte Dassendorf, Hohenhorn, Kröppelshagen, Wohltorfund Ohe.

62. Kaiserliches Postamt Emil-Specht-Allee 22 nach 1910. Wir blieken die Allee entlang in Richtung BahnhofstraBe. Auf der Seitenfront des Postamtes wird die obige Inschrift mit einer dauerhaften Farbe alle späteren Farbanstriche jahrzehntelang überdauern, bis die Wand vor einigen Jahren abgeputzt wird. Der schwarz-weiß-rote Flaggenmast ist dagegen längst schon verschwunden. Emil Specht errichtet das Gebäude auf eigenem Grund und für eigene Rechnung und vermietet es an die Kaiserliche Post. 1911 eröffnet, besitzt der Baustil Ähnlichkeiten mit manchen Villen und dem Bahnhof. Oben auf dem Dach ist das Gerüst für die Telefonleitungen zu entdecken.

63. Luftbild von Friedrichsruh 1913. Von einem Zeppelin aus ist der Ort von Süden her zu überblikken. Am linken Bildrand sehen wir die Gruftkapelle (Bilder 74-75). Die Eisenbahnstrecke verläuft quer durch die Bildmitte. Links vom Bahnübergang (Bild 73) stehen das Postamt (Bild 70) und rechts der Bahnhof (Bilder 71-72). Hinter dem Bahnübergang leuchtet das Schloß aus den Baumgruppen hervor (Bilder 64 und 67-69). Jenseits des Schloßparks erscheinen in der linken oberen Bildecke die Gebäude am Schloßteich. Rechts des Schlosses fallen der hellverputzte Marstall und die Häuserreihe entlang der Rosenstraße mit ihrer Kurve auf.

Friedrichsrub.

64. Schloß vom Schloßteich gesehen um 1900. Die Schwarze Au ist hier schon vor Jahrhunderten zur Ausnutzung ihrer Wasserkraft für eine Papiermühle, ein Eisenhammerwerk und ein Brauhaus aufgestaut worden, so daß dieser Stauteich zeitweise 'Fabrikteich' heißt. Darin spiegelt sich das Schloß. Der schlichte Putzbau, um 1860 als Hotel und Restaurant errichtet, dient seit 1879 als Wohnsitz des Reichskanzlers. Vor der linken Hausecke erstreckt sich eine erhöhte Terrasse , ein Altan, von dem der Altreichskanzler nach seiner Entlassung 1890 viele Ansprachen an Abertausende von Zuhörern gerichtet hat.

65. Militärparade im Schloßpark am 26. Miirz 1895. Sieben Tage vor dem 80. Geburtstag des Altreichskanzlers findet sie unter der Leitung des Kaisers statt. Kaiser Wilhelm Il. zu Pferde trägt die weiße Paradeuniform der Halberstädter Kürassiere, deren Regimentschef Fürst Bismarck ist. Vor der Kutsche stehen der Fürst und der zwölfjährige Kronprinz Friedrich Wilhelm. Mit Standarten und Fahnen unter dem Schmettern der Musikkorps werden sogleich eine Eskadron Kürassiere, eine Kompanie Infanterie aus Hamburg und eine Schwadron hellblauer Wandsbeker Husaren vorüberparadieren, mindestens fünfhundert Soldaten. Sechs Feldkanonen aus Altona schießen unterdessen mit dem entsprechenden Pulverqualm Salut.

66. Ehemalige Oberförsterei um ]890. Am 'Fabrikteich' hat von 1812 bis gegen 1870 eine Tuchfabrik mit Walkmühle und Webstühlen bestanden. Ihr Besitzer errichtet das Fachwerkgiebelhaus als Wohnhaus. Nach der kaiserlichen Schenkung des Sachsenwaldes an ihn 1871 erwirbt Fürst Bismarck das Haus als zeitweisen Wohnsitz, wenn er nicht zum Landaufenthalt seine Besitzung Varzin in Hinterpommern wählt. Von 1877 bis 1897 amtiert hier der Bismarcksche Oberförster Lange, der mit seinem Hund im Vordergrund steht. Die alte Oberförsterei wird um 1910 einem Neubau weichen. Nur das Fachwerkhaus rechts auf dem Bild ist noch erhalten.

67. Schloßturm an der Portalseite um 1930. Ursprünglich zeigt die Portalseite des Schlosses ebenso schlichte Putzwände wie die Parkseite. Doch in den achtziger Jahren entsteht ein Anbau. Auf Wunsch der Fürstin von Bismarck bleibt ihr von ihren Zimmerfenstern der Ausblick auf den Sonnenuntergang erhalten. Als gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, am 29. April 1945 nachmittags, englische Jagdbomber das Schloß angreifen, bleibt der Anbau teilweise erhalten und kann noch für einige Jahre als Notunterkunft benutzt werden. Ab 1951 erfolgt ein Neubau des Schlosses.

68. Schloßportal mit japanischer Vase um 1900. Bald nach dem Tod des Altreichskanzlers 1898 entsteht vor der schlichten Haustür ein Vorbau. Das Bismarcksche Wappen ziert dort das Giebeldreieck. Dieses wird 1982 wieder in den Anbau an den Nachkriegsbau eingefügt werden. Die bronzene japanische Rauchopfervase bildet ein Geschenk der Deutschen Japans zum 80. Geburtstag des Altreichskanzlers am 1. April 1895. Mit einer Höhe von drei Metern wiegt sie acht Zentner. Beim Anklopfen erklingt ein glockenhafter Ton. Vasen dieser Art sollen vor vielen japanischen Tempeln stehen.

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