Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Nehlsen
Gemeente
:   Aumühle-Friedrichsruh
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5306-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Aumühle-Friedrichsruh in alten Ansichten'

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69. Vor dem Schloßportal um 1900. Nach dem Tod des Altreichskanzlers 1898 erbt sein älterer Sohn, Fürst Herbert, den Gutsbezirk Schwarzenbek mit dem Sachsenwald und Friedrichsruh. Auf dem Bild steht er in der Mitte , auf seinen Jägerstock gestützt. Vor der Portaltür sehen wir die Fürstin Herbert und weiter links Gräfin und Graf von Rantzau, also Schwiegertochter, Tochter und Schwiegersohn des Altreichskanzlers, Die anderen Herren sind, nach Kleidung und Bewaffnung zu urteilen, Bismarcksche Jagdgäste. Fürst Herbert von Bismarck, von 1886 bis 1890 Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, wird seinen Vater nur bis 1904 überleben.

70. Kaiserliches Postamt Friedrichsruh um 1880. Es wird am heutigen Schloßweg in unmittelbarer Nähe des Schlosses, am Ende der Schloßmauer, errichtet. Auch der Bahnhof liegt in der Nähe. Beide gewährleisten dem Reichskanzler eine schnelle Verbindung mit der Reichshauptstadt Berlin durch Telegramme, Briefpost und Schnellzüge. Zum Geburtstag des Altreichskanzlers 1895 verstärkt man das Personal durch englisch- und französischsprechende Telegraphenbeamte: 9 815 Telegramme kommen an und 1 660 gehen ab, beide zusammen mit über 450 000 Wörtern. Außerdem werden 996 Einschreibbriefe, rund 450 000 Briefe und Postkarten und 1 244 Pakete befördert.

71. Bahnhof Friedrichsrun um 1880. Eine Menschenmenge benutzt die Gelegenheit, sich auf den Gleisen fotografieren zu lassen, in ihrer Mitte die Bahnbeamten und vornean der Bahnhofsvorsteher. Friedrichsruh gehört zu den Bahnhöfen der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft, die im spätklassizistischen Baustil errichtet worden sind und zwar zur Inbetriebnahme der Bahn 1846 oder bald darauf. Schon 1855 wird das Gebäude in einer Topographie von Holstein-Lauenburg erwähnt. Um 1880 erhält es ein Vordach. Zu dieser Zeit kann der Reichskanzler für sich und seine Gäste die Berlin-Hamburger Schnellzüge anhalten lassen, die sonst durchfahren.

72. Bahnhof Friedrichsruh um 1930. Wir sehen ihn von der Straßenseite aus. Die Bahnsteiguhr zeigt gerade fünf Minuten nach zwölf. Wieder haben sich Bahnbeamte, Ausflügler und ein Kellner der Bahnhofswirtschaft versammelt. Die Hansfront unten zieren Landschaftsbilder und links hinter der Pergola eine für die Wanderer wichtige Karte des Sachsenwaldes. Am Trinkwasserbrunnen mit seiner Backsteinumrahmung können sich alle laben. Sonst weist eine Aufschrift auf den idyllischen Garten der Bahnhofswirtschaft hin. Diese wird noch bis Ende der siebziger Jahre bestehen, als aus dem Bahnhof ein Haltepunkt wird, und das Gebäude zu verfallen beginnt.

73. Bahnübergang mit Menschenmenge 1913. Der 'Bund der Landwirte' besucht sicherlich mit einem Sonderzug die Bismarcksche Gruftkapelle, denn auch hinter der Bahn ziehen Scharen heran. Strohhüte und sommerliche Damenkleidung verraten die Jahreszeit. Das Bild erinnert auch an den 80. Geburtstag des Altreichskanzlers, als rund vierzig Sonderzüge über 40 000 Besucher nach Friedrichsruh befördern. Die Friedrichsruher Bahnschranken sind noch heute gut bekannt. Rechts steht das ehemalige Wärterhäuschen mit dem Läutewerk. Vom Schloßbereich werden nur das Pförtnerhaus und ein Teil der Mauer sichtbar.

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74. Nordseite der Gruftkapelle 1899. Da noch allerlei Bauholz umherliegt, steht der Bau kurz vor seiner Vollendung. Den Bauplatz hat der Altreichskanzler bestimmt: Durch die Nähe der Bahn will er mit dem Leben verbunden bleiben. Bald nach seinem Tod am 30. Juli 1898 wird begonnen. Der Banstil soll sich an das Grabmal Theoderichs des Großen in Ravenna anlehnen. Aber der Architekt stammt aus Hannover und hat wahrscheinlich für den achteckigen Turm die ebenfalls achteckige Ulrichskapelle neben der Kaiserpfalz in Goslar am Harz als Muster genommen. Diese Pfalz ist um 1880 im Sinne der Anknüpfung des Wilhelminischen Kaiserreiches an das alte Deutsche Kaiserreich restauriert worden.

75. Portalseite der Gruftkapelle 1915. In diesem Jahre wird Bismarcks 100. Geburtstag gedacht. Seine Beisetzung hat in Anwesenheit Kaiser Wilheims Il. am 16. März 1899 stattgefunden. Auf dem Marmorsarkophag stehen dennoch die Worte: 'Ein treuer deutscher Diener Kaiser Wilheims 1.' In einem Sarkophag daneben ruht Fürstin Johanna von Bismarck, bereits 1894 auf dem Bismarckgut Varzin in Hinterpommern verstorben. 1904 hat auch Fürst Herbert von Bismarck in der Kapelle seine letzte Ruhestätte gefunden. Auf dem Bild zeigen die vielen Rundbögen den neuromanischen Stil, der auch die Kaiserpfalz in Goslar prägt.

76. Hirschgruppe um 1900. Sie symbolisiert den Kampf des Reichskanzlers mit seinen Gegnern, dargestellt durch zwei Wolfsrüden. Über einem Granitsockel und einer Gußeisenplatte, die felsigen Waldboden darstellt, ragt der bronzene Achtzehnender in anderthalbfacher Lebensgröße dreieinhalb Meter hoch auf. Die Inschrift 'Dem Fürsten Bismarck das dankbare Anhalt 1. April 1895' weist wieder auf den 80. Geburtstag hin. Für 20 000 Goldmark haben Bismarckverehrer das Werk in der anhaltinischen Kunstgießerei Mägdesprung im Ostharz herstellen lassen. Der Fürst soll beim Anblick gesagt haben: 'Ich hoffe aber, so bös' wie dieser Hirsch sehe ich in Wirklichkeit nicht aus.'

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