Bad Breisig in alten Ansichten

Bad Breisig in alten Ansichten

Auteur
:   Heino Möhring
Gemeente
:   Bad Breisig
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3389-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Breisig in alten Ansichten'

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Links: Es zeigt das Ahnenwappen der Äbtissin zu Essen und außen die vier Teile des Stiftwappens: zwei gekreuzte Schwerter mit Lorbeerkranz für das Stift selbst, zwei gekreuzte Jagdpfeile niit sechs Kugeln umstellt für das Ländchen Breisig, ein sechsspeichiges Rad mit Krone für Huckarde und ein Kreuz mit rechtem Schrägfluß für Rellinghausen.

Mitte: Das Wappen zeigt Vogel- und Fischgarn für das Jagd- und Fischfangrecht Breisigs (siehe auch die Pfeile). Die sechs Kreise stellen die früher zum Ländchen Breisig gehörenden Orte dar: Breisig, Oberbreisig, Gönnersdorf, Brohl, Nieder- und Oberlützingen. Der Halbkreis steht für die nördliche Hälfte von Rheineck (die südliche Hälfte gehörte zur Burg Rheineck).

Rechts: Anstelle von Fisch- und Vogelgarn sieht man im heutigen Stadtwappen das Symbol der Quellen links. Die Pfeile rechts davon haben sich erhalten, und die sie umgebenden Kreise stehen für die heute zur Verbandsgemeinde Bad Breisig gehörenden Ortschaften: Nieder- und Oberbreisig, Rheineck, Brohl-Lützing, Waldorfund Gönnersdorf.

EINLEITUNG

Nachdem man schon in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die vorteilhafte Lage Breisigs erkannt hatte und mit Beginn unseres Jahrhunderts die hier vorkommenden Thermalquellen zu nutzen verstand, begann man auch reizvolle Ansichten des Ortes festzuhalten und zur Förderung des Fremdenverkehrs einzusetzen.

Die in diesem Band vorgestellten Bilder sind nicht nur eine Zusammenstellung derartiger Ansichtskarten, sondern zeigen auch einige Aufnahmen, die von privater Seite aus gemacht wurden, Sie verdeutlichen den gerade in diesem Zeitabschnitt für Breisig wichtigen Aufstieg vom Provinzstädtchen zum Luft- und Badekurort.

Die Fotos wurden im Laufe der Jahre vom Autor gesammelt und sind hier erstmalig in einem Band zusammengestellt. Die exakte Datierung mancher Aufnahmen erwies sich nicht immer leicht, doch kann man davon ausgehen, daß bis auf wenige Ausnahmen die Entstehung der Fotos in den Zeitraurn zwischen Jahrhundertwende und etwa 1930 fällt.

Bei dem folgenden kurzen historischen Abriß und den jeweiligen Kommentaren zu den einzelnen Aufnahmen wurde über diversen heimatkundlichen Veröffentlichungen und Lokalen Zeitungsberichten in erster Linie auf folgende Literatur zurückgegriffen:

J. Esser: Geschichtliches über Niederbreisig am Rhein und die Burg Rheineck, 1906.

JosefBreitbach: Vom alten Breisig, 1950.

Leo Stausberg: Ländchen Breisig und Fürstentum Essen, 1963.

Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz: Kreis Ahrweiler bearb. von J. Gerhardt, H. Neu, E. Renard und A. Verbeek, Düsseldorf 1938.

Wie viele rheinische Namen kommt auch der Name Brei-

sigs aus dem Keltischen, und man kann annehmen, daß der Ort schon 1000 vor Christus als keltische Siedlung bestanden hat. Zur Zeit der Herrschaft Roms am Rhein war Brisiacum, denn so nannten die Römer den Ort, eine kleine militärische Anlage an der linksrheinischen Heerstraße zwischen Andernach und Remagen.

Viele Gräberfunde aus fränkischer Zeit beweisen die Bedeutung Breisigs nach und auch schon während und nach der unruhigen Epoche der germanischen Völkerwanderung. Eine jahrhundertelange Geschichte verbindet den Ort mit dem kaiserlich freiweltlichen Stift zu Essen. Nicht genau geklärt ist, ob die Verbindung mit Essen auf eine Schenkung des lothringischen Königs Zwentibold im Jahre 898 zurückzuführen ist, oder ob das Ländchen Breisig 1045 vom Pfalzgrafen Otto von Aachen an das Damenstift übergeben wurde. Fest steht, daß trotz der vielen Wirren im Laufe der Geschichte, wie die Auswirkungen des spanischen Erbfolgekriegs, Glaubenskämpfe, Auseinandersetzungen mit Frankreich und die immer wieder geltend gemachten Besitzansprüche des Hauses Jülich, die Herrschaft des Essener Stifts bis zum Einrücken der französischen Revolutionstruppen 1794 andauerte und erst 1803 offiziell aufgehoben wurde.

Danach gehörte Breisig wie das gesamte linke Rheinufer zu Frankreich und kam im Jahre 1815 infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses an Preußen, Aufblühende Rheinromantik, Industrialisierung und politische Erfolge Preußens brachten auch dem Rheinland, der damaligen Rheinprovinz, großen Aufschwung.

Trotz der beiden Weltkriege mit Separatistenbewegung und Inflation, Besetzung durch die Franzosen und Nazidiktatur konnte Breisig sich seit dem Ende des letzten Jahrhunderts zu dem Kur- und Heilbad entwickeln wie es sich dem heutigen Besucher darbietet.

1. Bad Breisig, in der breiten Talsohle des Frankenbachs gelegen und nach Westen durch die zum Rheintal hin abfallenden Hänge der Eifel geschützt, bot um 1916, im zweiten Jahr des Ersten Weltkriegs, vomElzenberg aus gesehen dieses friedliche Bild. Damals steckte der Kur- und Badebetrieb noch in den Kinderschuhen und der Ort nannte sich schlicht Luftkurort Niederbreisig. Mit der Erbohrung der ersten Thermalquelle im Jahre 1914 wurde der Grundstein für die 1958 erfolgte Umbenennung in Bad Niederbreisig gelegt. Der heutige Name Bad Breisig existiert erst seit 1969, als man den Ort mit seinen Nachbargemeinden Oberbreisig und Rheineck wieder zusammenlegte und zur Stadt ernannte.

2. Diese um 1915 von Süden aus entstandene Aufnahme zeigt einen Ausschnitt des zum Rhein hin gelegenen Teils Niederbreisigs. Vor dem Panorama des rechten Rheinufers, wo in den Weinbergen oberhalb Hönningens das Schloß Arienfels liegt, erhält der Luftkurort einen eher parkähnlichen Charakter und bestätigt den heute mit Recht gern benutzten Vergleich mit der 'Grünen Lunge' von Bad Breisig.

3. Aus derselben Richtung, jedoch einige Jahre früher und mit dem Hauptaugenmerk auf den Ortskern gerichtet, ist dieses Bild entstanden. Die Ausdehnung Niederbreisigs beschränkte sich größtenteils noch auf das Gebiet zwischen Rheinufer und Bahnlinie. Vor dem Bahndamm lag das ehemalige 'Rheinecker Feld', dessen Fläche heute längst bebaut ist. Da, wo in der vorderen rechten Bildhälfte Gärten und Felder zu sehen sind, wurden später Park und Bäderhaus des Geyr-Sprudels angelegt.

4. Meist eine der schönsten Ansichten vieler Orte am Rhein bietet der Bliek vom Fluß her. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel hierfür ist die Fachwerkfront Niederbreisigs an-der Uferstraße, hier auf einer Aufnahme von 1905. Die Häuser zwischen Hotel Bender und dem alten Zollhaus stammen meist aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Anlegestelle der 1904 eingerichteten Motorfähre nach Hönningen lag damals noch unterhalb der Biergasse. Etwas weiter flußaufwärts, zur linken Bildhälfte hin, erstreekten sich die Parks, in denen einige Fabrikanten und Kaufleute ihre Villen hatten erbauen lassen. Deutlich sieht man im Hintergrund die Villa Oehme, das spätere Kurhaus, vor der Kulisse der Burg Rheineck.

5. Schon um 1915luden Ruhebänke am Rheinufer zum Verweilen ein. Handkarren und Pferdefuhrwerke bestimmten das Straßenbild. Zwar war der Baumbestand der 1893 hier angepflanzten Linden noch nicht so ausgewachsen, doch hat sich der Gesamteindruck dieses Bildes bis heute im großen Ganzen erhalten. Neben dem Gasthof 'Goldener Anker' mit Pensionsbetrieb, am rechten Bildrand, existierte damals auch schon das Hotel Bender . Die Seitenfront dieses Hauses trägt über einem Torbogen in der Biergasse neben einem alten Wappen mit den Initialen H.K. für Heinrich Keiffenheim und C.B. für Clara Berghausen die Jahreszahl1783, die kurioserweise, wie man heute noch sehen kann, aus 1683 umgeändert worden ist. Demzufolge stammt das Haus vom Ende des 17. Jahrhunderts.

6. Viele fremdenverkehrsfördernde Maßnahmen, wie der Ausbau der Uferstraße zur hier gezeigten Rheinpromenade, gehen wohl in erster Linie auf die zahlreichen Aktivitäten des Verkehrs- und Verschönerungsvereins zurück, einer Vereinigung Breisiger Bürger und Heimatfreunde, 1920 aus dem Zusammenschluß des schon 1877 gegründeten Verschönerungsvereins und des Verkehrsvereins von 1903 entstanden.

7. An der Ecke von Rheinuferstraße und Eulengasse steht das alte Zollhaus, dessen Erbauungsjahr in die Zeit um 1500 verlegt wird. Seine Existenz geht auf die Herrschaft Essens über das Breisiger Ländchen zurück, denn der Landesherrin wurde vom Kaiser als Hoheitsrecht auch die Erhebung eines Wegezolls zugestanden. Die schon schiefen Wände und zahlreichen Hochwassermarken an seiner Vorderfront bezeugen das hohe Alter dieses schönen Fachwerkbaus.

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8. Die Aufnahme zeigt das Rheinhotel im Jahre 1913, dessen erster Besitzer L. Niederée war. Es liegt am unteren Ende der heutigen Rheinstraße und wurde später noch um Parkplatz, Garagen und einem parallel zum Ufer verlaufenden Anbau mit weiträumiger Terrasse erweitert. Der alte Kalkofen, den man rechts davor erkennen kann, war zu diesem Zeitpunkt schon außer Betrieb.

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