Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

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Bad Düben a. M.

9. Diese Aufnahme zeigt den Burginnenhof mit dem Eingang zum Museum. In den beiden Etagen des Haupthauses sind siebzehn Dauer- und vier Sonderausstellungsräume zugänglich. In ihnen werden hauptsächlich Besonderheiten und alte Berufe der Dübener Heide dargestellt, was auch im Namen 'Landschaftsmuseum der Dübener Heide' zum Ausdruck gebracht wird. Als Besonderheiten sind eine 150 Jahre alte Drogerie-Ladeneinrichtung und im Burggarten die letzte Schiffmühle Deutschlands zu besichtigen. Weiterhin sind Hinweise und Darstellungen zu drei besonderen geschichtlichen Ereignissen in diesem Gebiet zu sehen. Sie ranken sich um Hans Kohlhase, Gustav Adolf von Schweden, Blücher und Napoleon und werden an anderer Stelle näher beschrieben.

10. In den dreißiger Jahren wurde dieses Bild vorn Oberstleutnant a.D. und Maler Walter Corsep in Erfurt gemalt. Über zwanzig Gemälde dieser Art fertigte er aus dem Gedächtnis und mit Unterstützung des Dübener Lehrers Ernst Fritzsche an und schenkte sie der Stadt beziehungsweise Schule in Düben. Neunzehn dieser Bilder sind im Museum zum Teil ausgestellt oder aufbewahrt. Auf diesem Bild hat er noch die hölzerne Muldebrücke und den an der Südseite des Kirchenschiffes gegenüber der Schule befindlichen Kirchturm dargestellt. Außer den Bildern schenkte er 1917 der Schule 1 000 Mark, damit von den Zinsen jährlich der beste Schulabgänger mit einer Taschenuhr ausgezeichnet werden konnte. 1927 karn eine goldene Halskette, eine Stiftung der Lehrerin Frau Friedländer, für das beste Mädchen hinzu. Beide Preise wurden letztmalig 1944 vergeben.

11. Von Leipzig kornmend, waren das die ersten Eindrücke von Düben. Zuerst sah man aus mehreren Kilometern Entfernung den hohen Kirchturm. Danach wurde der wuchtige Burgturm zwischen den Bäumen deutlicher sichtbar. und dann war man schon an der Muldebrücke. Diese Brücke mit den beiden Halbbogen ist 1876177 erbaut worden. Sie wurde in der Mitte durch einen etwa 2 m starken Pfeiler aus Sandstein getragen. Auch auf den Widerlagern sieht man rechts und links Sandsteingewände, die auf der Brücke in eiserne Ziergeländer übergehen. Diese sich harmonisch in die Landschaft einbindende Brücke wurde am 21. April 1945, gegen 22.30 Uhr , vor den heranrückenden amerikanischen Truppen von der Wehrmacht in die Luft gesprengt. Am 24. April 1945 vormittags kletterte dann Dr. Westhoff mit einer weißen Fahne auf den Trümmern über die Mulde und übergab damit Düben den Amerikanern.

12. Diese errichteten sofort zwei Pontonbrücken vor der zerstörten Brücke, eine für Fußgänger und eine für Fahrzeuge. Als dann die Mulde nach zehn Tagen die Grenze zwischen der Roten Armee und den Amerikanern bildete - die Pontonbrücken waren wieder abgebaut worden - hielt eine Personen- und Wagenfähre notdürftig die Verbindung von Ufer zu Ufer aufrecht. Bereits im Spätsommer konnte unter Leitung des Dübener Bauingenieurs Horst Stahnisch diese hölzerne Behelfsbrücke errichtet werden. Jeder ihrer Pfeiler bestand aus zehn mächtigen, 50 bis 60 cm starken Kiefernstämmen aus der Heide. Sie wurden stromaufwärts durch Eisbrecher geschützt. Im Frühjahr 1947 erwiesen sie sich jedoch als zu schwach. Eisschollen mit über 50 cm Stärke und Hochwasser durch Schneeschmelze zerbrachen die von der Stadt aus gesehenen drei ersten Pfeiler nach und nach wie Streichhölzer. Nach der Reparatur stand die Brücke noch zwölf Jahre, bis sie durch die heutige freitragende ersetzt werden konnte. Die Männer im Vordergrund sägen gerade Eisstücke zum Kühlen des Bieres im Eiskeller der Riebeckbrauerei-Niederlassung in der Gartenstraße 11 aus dem Eis der Mulde.

13. So kam man früher, nachdem man die Brücke passiert hatte, zu den ersten Häusern der Leipziger Straße von Düben. Rechts, wo heute der Parkplatz ist, standen die Gebäude der Fell- und Wollhandlung Hermann Schmidt. Sie wurden ein Opfer des vom 20. April 1945 erfolgten amerikanischen Artilleriefeuers, weil der Kompaniechef und Ritterkreuzträger Wanka damals Deutschland noch in Düben zu retten glaubte. Hinter dem Gebäude links werden heute noch Pkw 'Wartburg' repariert. Das Haus geradezu war die Gaststätte 'Muldenaue ' von Emil Kuhwede, später Max Kühne, und ist heute der 'Jugendtreff' .

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14. Zur Zeit der Jahrhundertwende ein Bliek über den Marktplatz zum Rathaus. Nach dem letzten großen Stadtbrand wurde es unter erheblichen finanziellen Schwierigkeiten 1723 in dieser Form wieder eingeweiht. Damals waren mit dem Rathaus 56 Häuser und 18 Scheunen abgebrannt. Mit den im Rathaus befindlichen Urkunden wurde auch das schöne Schlagwerk der Rathausuhr vernichtet. So oft die volle Stunde schlug, stießen zwei vergoldete Ziegenböcke mit ihren Köpfen zusammen. An der linken Giebelseite des Rathauses sieht man als Anbau die 'Alte Wache' noch verhältnismäßig gut. Hier war der Eingang zur Dübener Gefängniszelle. Über dem Rathauseingang kann man 'Sparkasse lesen, d.h. daß die Sparkasse von ihrer Gründung 1864 bis 1939 im linken Flügel des Rathauses ihr Domizil hatte. Im rechten Flügel, wo heute der Sitzungssaal der Stadtverwaltung ist, war bis nach dem Zweiten Weltkrieg die Gaststätte 'Ratskeller' eingerichtet.

15. Am Sedantag 1888, dem 2. September, wurde zum Gedenken der gefallenen Dübener in den Kriegen 1864-1866 und 18701871 auf dem Marktplatz ein Kriegerdenkmal feierlich eingeweiht. Es war eine verkleinerte Nachbildung der Siegessäule im Berliner Tiergarten. Den Abschluß der Säule bildete jedoch ein vergoldeter Adler mit ausgebreiteten Schwingen und nicht wie in Berlin die Viktoria. Am unteren viereckigen Teil waren Tafeln mit den Namen der Gefallenen angebracht. Im April 1945 wurde die obere Hälfte der Säule durch das bereits erwähnte amerikanische Artilleriefeuer zerstört. Danach har man den Stumpf mit Brettern verkleidet. Dieser ist dann 1954 ganz entfernt und zwei Jahre später an dieser Stelle der heutige Brunnen installiert worden. Die Häuser im Hintergrund sind rechts Markt 15, die Apotheke , und Markt 16, Frau Dr. Wiesner.

Düben a. d. M.

Markl-Slra Oe

16. Vom Schuhgeschäft Holke-Bewersdorf ein Bliek in die Marktstraße. Links an dem Gebäude Markt 1 sieht man den Rest eines Reklameschildes. Darauf ist das Ende des Namens des damaligen Besitzers OHo Simon zu lesen. Ab 1936 war es das Textilgeschäft alto Schmeil. das 1953 die Konsumgenossenschaft Eilenburg übernahm. Im Hintergrund sieht man die Drogerie Schultze und ganz rechts das Rathaus noch mit der vollen Ecke zur Kirchstraße. Hier war früher der Rasier-. Frisier- und Haarschneidesalon von Ernst Kämmerer. Links von der Haustür war ehedern das Geschäft vom Friseur Max Müllcr. der später als Dentist in der BaderstraBe wohnte. Anfang der dreiBiger Jahre wurde die Ecke wegen des zunehmenden Verkehrs zurückgesetzt, wie es das Bild zeigt.

17. Die Rückseite des Rathauses, deshalb die 'Alte Post' genannt, weil hier seit Ende des 18. Jahrhunderts das Postamt war. Außerdem gab es bis Ende des 19. Jahrhunderts für den Personenverkehr zwei Posthaltereien in Düben. Die Posthalterei Schukkelt, Paradeplatz 4, stellte 1893 und die Posthalterei Göttert, Paradeplatz 18, 1895 den Betrieb ein. Das Postamt zog 1895 in das 1892 erbaute Haus Torgauer Straße 25. Obwohl die Hausecke von der Alten Post eingerückt wurde, stellt sie heute immer noch ein Hindernis für große Fahrzeuge dar. Die Spitze auf dem Rathausturm ist dureh die Sturmkatastrophe am 28. Juni 1963 geknickt. Beim Bliek rechts in die Kirchstraße ist das Haus Nr. JO - Oswald Jahn, Fleischermeister , heute das Geschäft vom Uhrmachermeister Bodo Sehaffert - zu sehen.

18. Auf dem Marktplatz wurde 1912 die Fahne der Schützengesellschaft von 1911 geweiht. Diese Fahnenweihe fand unter Teilnahme der Privilegierten Schützengilde Düben, zahlreicher Schützenvereine aus der Umgebung und unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Während man rechts das Rathaus nur ahnen kann, sieht man von rechts im Hintergrund das Haus Markt 13 (Frisiersalon Lossack-Karrasch-Dudda), Markt 14 (Dr. Oltrnanns-Dr. Prikowski-Bauamt) und zur Hälfte Markt 15, die Apotheke. Letztere bekam 1702 ihre Privilegien zugesprochen, und nach dem Stadtbrand 1716 wurde aus ehemals zwei Häusern ein Haus gebaut. Über dem Eingang zur Apotheke ist ein schwarzer AdIer zu erkennen. Er schaut nach rechts und hat eine goldene Krone auf', also handelt es sich hier um eine Adler-Apotheke.

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