Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

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19. Diese Aufnahme zeigt einen Bliek in die Mittelstraße - heute die Lutherstraße - mit der Kirche am Ende rechts. Die Häuserzeile rechts im Bild ist heute nicht rnehr vollständig vorhanden. Durch den Artilleriebeschuß im April 1945 wurden die Häuser von der Bäckerei Heine-Beckert bis zur Tischlerei Rennert mit Ausnahme des Grundstücks Steglich (KonsumHerrenkonfektion-Modeboutique R. Peter's) zerstört. Dagegen wurde das frühere Freigut (letzter Besitzer war Familie Kaufmann) Anfang der dreißiger Jahre wegen des immer stärker werdenden Verkehrs abgerissen. Dadurch konnte dann der Kreuzungsbereich am Hotel 'National' so großzügig gestaltet werden. Übrigens hieß das 'National' bis 1945 Hotel 'Schwarzer Adler'. 1939 wurde die Sparkasse in ihrem Gebäude eröffnet. Vor der Kirche steht die 1830 gebaute Mädchenschule. In ihrer Verlängerung wurde die Jungenschule erst zehn Jahre später eingeweiht.

20. Eine Nahaufnahme der Bad Dübener Nikolaikirche vom Nordwesten her gesehen. Ursprünglich stand der Turm an der Südseite in der Mitte des Kirchenschiffes (Bild Nr. 10). Nach dem Eingang durch den Turm in die Kirche hatte man den Altar direkt vor sich. Am 12. Juni 1809 stürzte der Turm ein und zerstörte auch das Kirchenschiff. Es geschah morgens zwischen 7 und 8 Uhr. Dabei wurden der Türrner, seine Frau und sein Kind und ein Musikschüler erschlagen. Ein zweiter Schüler überstand seine Verletzungen. Um einen erneuten Einsturz an gleicher Stelle zu vermeiden, errichtete man den neuen Turm an der Westseite , einer Schmalseite des Schiffes. Der Neubau erfolgte vom 10. Juni 1810 und dauerte bis zum 19. Dezember 1814.

21. Der neue Turm war wie sein Vorgänger kleiner als der heutige, sie reichten etwa bis zu dessen Dachtraufe. Um aber seiner Bedeutung gerecht zu werden, wurde 1887 die Haube heruntergenommen und dafür sind dann das Achteek und das steile Schieferdach aufgesetzt worden. In dem Oktaeder fand die Turmuhr ihren Platz. Auf diesem Bild ist das Innere der Kirche zu sehen. Bei der Renovierung 1906/07 wurde dem Berliner Kunstmaler Fey die Ausgestaltung übertragen.

22. Die beiden Pestjahre 1576/77 haben auch in Düben viele Opfer gefordert. Wie in anderen Orten wurden die Toten außerhalb der Stadt begraben. Dazu nutzte man in Düben das Gelände der 'Vogelstange, den Vogelfangplatz, nördlich der Stadt. In ihrem Auftrag wurde der Eingang zu diesem neuen Friedhof mit einem geschmackvollen dreiteiligen Renaissance-Sandsteinportal versehen. Der Volksmund weiß davon zu berichten, daß man die Herrschaften und Honoratioren durch das mittlere, die Bürger und Bauern durch das rechte und die Verbrecher und Selbstmörder durch das linke Tor getragen haben soll. Letztere wurden wieder zurückgetragen und auf dem Schindanger verscharrt. Die beiden Wappen stellen rechts das Dübener und links das kursächsische dar. Die Inschrift darüber ist in einem damals üblichen 'Bauernlatein' angeblich von Philipp Melanchthon verfaßt worden und besagt, daß die Lebenden des Todes eingedenk sein sollen.

23. Diese 'Gruß aus Düben ald Mulde'-Karte wurde 1901 per Bahnpost Eilenburg-Wittenberg nach Zerbst gesandt. Neben einer Rosenblüte mit Knospe sind auf drei Blättern drei verschiedene Details von Düben abgebildet. Links ist das Rathaus auf dem Marktplatz mit dem Kriegerdenkmal dargcstcllt, und rechts ist ein Ausschnitt aus dem Kurpark mit dem Germania- und dem Hartig- und Raseh-Denkmal zu sehen. Das dritte Bild zeigt eine Totalansicht Dübens. Von rechts nach links sieht man das Rathans. die Kirche, die Burg und das Alaunwerk mit der Muldebrücke und davor ein Stück der Mulde.

24. Diese 'Gruß aus ... '-Karte ist mit elf Einzelaufnahmen ausgestattet. Sie zeigen von oben nach unten folgende Einzelheiten Dübens: Kaiserliches Postamt, Muldebrücke , Rathaus und Kriegerdenkmal, Bahnhof', Paradeplatz, Kirchc, Totale, Germaniadenkmal, Mittelstraße, Bismarckstein und Marktplatz in westlicher Richtung.

25. Die fünfte Aufnahme von Bild Nr. 24 in Postkartengröße, jedoch zur Winterzeit aufgenommen. Sie zeigt die nördliche Häuserzeile des Paradeplatzes von links Nr. 1 bis Nr. 9. In der Mitte ist nach der ehemaligen Bäckerei Hörig und einer Toreinfahrt der Gasthof 'Zur Linde' erkennbar. Das zweite Haus von rechts war das Geschäft von Friseurmeister Heinz Buchmann, jetzt "TUl-Reisebüro'. Bis 1960 war der Paradeplatz nur mit einer Reihe Linden urngeben, dann wurde er in der heutigen Form gestaltet. Bemerkennswert sind die Weinstöcke an den Häusern.

26. Das Haus Paradeplatz Nr. 2 war bis 1835 eine Tuchweberei. Danach wurde es Gaststatte und Hotel 'Preußischer Hof, Inh. Bruno Bahn, wie man lesen kann. Diese Karte ist 1912 von Düben nach Torgau geschickt worden. Über dern Fenster rechts neben der Eingangstür kann man auf dem Schild entziffern: 'Automobil Omnibus Haltestelle'. Das bedeutet also , daß man hier in den Bus der 'Anders-Linie' einsreigen konrite. wenn man zum Beispiel nach Leipzig fahren wollte. Über dem rechten Eingang sieht man das Schild' Kino'. Hier fanden in den zwanziger Jahren die ersten Kinovorführungen für Düben statt.

27. In der Nacht vom 1. zum 2. Januar 1928 geschah das große Unglück. Vermutlich durch eine weggeworfene Zigarette in der Silvesternacht hatte sich ein Brand entwiekelt. dem das ganze Haus zum Opfer fiel. Obwohl die Feuerwehr schnell zur Stelle war, mußten die Feuerwehrleute tatenlos zusehen, wie das Haus niederbrannte. Es herrschte furchtbare Kälte - unter minus 20 Grad Celsius - und dadurch gefror das Wasser in der Spritze. Da die hinteren Gebäude nur schwach geschädigt wurden, konnte schon nach vierzehn Tagen wieder Mittagessen aus der Behelfsküche angeboten werden. Die Bauern aus der näheren Umgebung leisteten Soforthilfe und transportierten kostenlos den Brandschutt ab und die erforderlichen Baumaterialien heran.

28. Im Oktober des gleichen Jahres konnte nach angestrengter Arbeit der neue 'Preußische Hof als Hotel und Gaststätte wieder eröffnet werden. Wie auf dem Bild zu sehen ist, hat man jedoch noch eine Etage aufgesetzt. Parterre befand sich die Gaststube, an die sich ein Weinlokal anschloß. Durch dieses erreichte man den Saal im Hintergebäude, den man aber auch vom Hof aus betreten konnte. In der ersten Etage waren ausschließlich Hotelzimmer eingerichtet, während der ausgebaute Dachraum der Wohnung des Besitzers vorbehalten war. Bei schönem Wetter im Sommer wurde der Bürgersteig wie ein Gartenlokal genutzt. Eine große Markise spendete den nötigen Schatten. Kästen - mit Efeu bepflanzt und am Spalier 1,5 m hochgezogen - dienten als Raumteiler zwischen den Tischen.

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