Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Die älteste Gaststätte Bad Dübens, der 'Goldene Löwe", ist eng mit der Burg verbunden. Der Gebäudekomplex gehörte früher als Sankt-Laurentius-Kloster zur Burg. Hier konnten Reisende Rast einlegen. sich stärken und auch übernachten. Als Burgkirche St. Wenzeslaus kam es 1066 endgültig zum Bisturn Meißen und wurde mit 15 Pfarreien eine der drei Hauptkirchen der Probstei Wurzen. Der Löwe geht auf das Wappentier der Markgrafschaft Meißen zurück. Im 12. und 13. Jahrhundert sind rnehrere Burggrafen 'de Dybin' (Düben) am Meißner Hof erwähnt, und 1396 erwirbt die Markgräfin Elisabeth von Meißen 'unser altes Huß und Stetchin czu Dyben'. Die Jahreszahl 1617 an der Vorderfront des Hauses weist auf die wahrscheinlich letzte größere Erneuerung des Gebäudes hin. Von 1886 an war die Familie Busse Besitzer des 'Goldenen Löwen'. und ab 1977 gehört es der Profilwalzmasehinen GmhH in der Gerberstraße ,

6russ oom Schützenhaus Düben a. M.

40. Neben dem 'Preußischen Hof, 'Bürgergarten' und 'Kronprinz war das 'Schützenhaus' eine Gaststätte mit einem großen Saal. Außerdem besaß es einen schönen Garten, von dem man einen herrlichen Bliek in die typische Auenlandschaft der Mulde hatte. Auf dieser mehrteiligen Karte sieht man auf den beiden oberen Bildehen diesen Garten von links und von rechts. Rechts unten ist eine Nische an der Kegelbahn und links unten ein Bliek auf den Abhang zum Muldetal sichtbar. Der Kreis in der Mitte zeigt die Vorderseite des Schützenhauses. Hier hielt die Privilegierte Schützengilde von Düben ihre Versammlungen und vor allem ihre Schießübungen ab. Der Schützenstand befand sich an der Südseite des Schützenhauses und war 50 m lang mit Richtung auf die westwärts liegenden Schäferwiesen. Die lier Schützengesellschaft dagegen hatte sich zu Beginn der dreißiger Jahre dort, wo heute das ausgebadete Moor gelagert wird, parallel zur Betonstraße unterhalb des Kurhauses im Park, einen lOO-m-Stand geschaffen. U nter der Losung 'Nie wieder ein Gewehr in die Hand!' wurde dieser Schießstand nach 1945 geschleift.

41. In dem in den Jahren 1846-1848 angelegten Kurpark vergab die Stadt 1860 eine 'Schankgerechtigkeit", wobei der Ausschank bis zum Ende des Jahrhunderts in einer 'Bretterbude ' erfolgt sein soll. Erst 1908 wurde das 'Kurhaus' als Gaststätte mit einem kleinen Saal errichtet. Gleichzeitig baute man einen Pavillon, der an der linken Bildkante zu erkennen ist. Hier fanden die Musiker des Kurorchesters für die sonntäglichen Kurkonzerte Platz. Die Zuhörer, Kurgäste und Dubener. hatten zwischen Pavillon und Kurhaus Sitzmöglichkeiten. Für meine Generation sind die Konzerte nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Leitung des Bad Dübener Kapellmeisters Otto Goitzsch, 1990 verstorben. unvergeßlich.

42. Diese Karte, am 20. August 1901 vom Diaconus Besser an den Hauptmann Walter Corsep in Erfurt gerichtet, zeigt den 'Corsep-Platz im Kurpark. Es ist der unter Nr. 41 beschriebene Konzertgarten, hier noch mit festen hölzernen Bänken und Tischen. Außerdem sieht man an dem Geländeabsatz drei Männerbüsten aufgestellt. Sie stellen die drei letzten deutschen Kaiser und Preußens Könige dar: Wilhelm I.. 1871-1888. Friedrich Hl., März 1888-Juni 1888, und Wilhelm Il., 1888-1918 (1941 in den Niederlanden verstorben).

Eisen-Moorbad Düben a. M.

43. Hier ist das 1914/15 erbaute 'Eisenmoorbad Düben' kurz nach der Einweihung abgebildet. Bereits seit 1890 verabreichte Herr Löbcke, ein von Bad Schmiedeberg nach dem Alaunwerk umgezogener Buchdrucker , Kefirkuren und bot sein Haus Urlaubern an. Um die Jahrhundertwende wird aus dem ehemaligen Bergwerksschloß das 'Kaiser-Wilhelm-Bad' (Nr. 74), In Düben finden sich 1913 Bürger zusammen und gründen die 'Dübener Moorbadgesellschaft'. Durch Sammlungen und Spenden waren nach einem Jahr über 70 000 Mark aufgebracht worden, und man konnte mil dem Bau eines Moorbades beginnen, Die feierliche Einweihung fand bereits am 10. Mai des folgenden Jahres statt. 32 Jahre später, 1947, wurde der Ort Düben von einer Bäderkommission besichtigt. Entsprechend ihrem Gutachten und ihren Empfehlungen verlieh der damalige Innenminister der Provinz Sachsen-Anhalt, Robert Siewert, der Stadt Düben am 4. März 1948 das Recht, rnit diesem Tag das Wort Bad dem Ortsnamen voranzustellen.

44. Am 2. Oktober 1924 wurde das Moorbad durch ein Großfeuer so stark geschädigt, daß man ein neues Badehaus errichten mußte. Die Wiedereröffnung konnte schon im Mai 1925 erfolgen. Der damalige Direktor und Kuranstaltsdirektor war Adolf Wild. Unter Direktor Richard Arnold wurde das Gebäude 1928/29 umgebaut, erweitert und die Inneneinrichtung modernisiert. Am 27. Oktober 1929 berichten die 'Leipziger Neuesten Nachrichten': 'Eine Karlsbader Studienkommission in Eisenmoorbad Düben! Die Herren der Kommission waren von den erstklassigen Einrichtungen badetechnischer und wohnlicher Art des Moorbades sichtlich überrascht und hielten keineswegs mit ihrer Anerkennung zurück.' Wünschen wir, daß es diesen Ruf nach der Privatisierung und erfolgtem Umbau auch als Hurrle GmbH wieder erreicht.

45. Zwischen dem großen Park auf der einen Seite und dem kleinen Park - Moorbad mil Grünanlagen bis zur Straße und dem ehemaligen Sportplatz dahinter - auf der anderen Seite verlief die von den Bad Dübenern geliebte 'Heirats-Allee' von West nach Ost oder umgedreht. Sie war eine gerade Verbindung von der Bitterfelder zur Gustav-Adolf-Straße und wurde von Linden gesäumt. Dieses Bild zeigt den Eingang vom Westen her. An der Weggabelung zum Rosentempel stand früher die römische Göttin Flora mit einem vollen Füllhorn symbolisch zur Begrüßung der Parkbesucher .

46. Von der Gustav-Adolf-Straße sah man so in die Heiratsallee hinein. Rechts beginnt der große Park, links erkennt man die Lindenbäume und dahinter die Wirtschaftsstraße zur Versorgung des Moorbades, das durch die Sträucher gerade noch zu erkennen ist. Auf dieser Allee haben die Mädchen und Jungen im Tumunterrîcht ihre Kräfte im 6O-m- bzw. IOD-rn-Lauf gemessen. Für die Älteren war es ein beliebter Treffpunkt zum Spazierengehen . Sehr zum Leidwesen der Bad Dübener Bevölkerung wurde sie dann 1968 durch den Bau eines Gasheizhauses unterbrochen und wird wohl nun für immer geteîlt bleiben.

47. Im Vordergrund ist wieder ein kleines Stück Heiratsallee. von der man auf kurzem Weg in den Park hinein zum 'Rosenternpel' gehen konnte. Auf einer kleinen Geländeerhebung steht dieser rnit acht hölzernen Säulen versehene Rundtempel. In seiner Mitte war eine stabile Rundbank aufgestellt, die zum Verweilen einlud. Die Wege ringsherum waren und sind mit Rosenrabatten eingefaßt. und gerade im Rosenmonat Juni lohnt sich ein Besuch. Leider werden die Rosenbestände immer wieder von Langtingern arg dezimiert. Wann wird das endlich aufhören?

D~ben a. d. Mulde Germauia im Stadtpark "

48. Die 'Germania', seit der Reichsgründung 1871 das besondere Sinnbild Deutschlands, als Denkmal im Dübener Kurpark. Sie wurde 1896 anläßlich des 50jährigen Bestehens des Parkes der Stadt Düben von den auswärts lebenden Dübenern geschenkt. Der Sitz ihrer Landsmannschaft war Berlin, und deshalb wählten sie die von dem berühmten Berliner Bildhauer Prof. Gustav Eberlein geschaffene 'Gerrnania' aus. Durch den Artilleriebeschuß 1945 erlitt sie Splitterschäden. Aus Unkenntnis dem Militarismus zugeordnet, nahm man ihr damals das gesenkte Schwert aus der Hand. So steht sie heute noch. Zwischen der Germania und dem Kurhaus stand am Rand der Festwiese ähnlich der Flora die griechische Göttin Terpsichore, die Göttin des Gesanges und des Tanzes. Im Hintergrund links erkennt man einen Obelisk. Es ist das 'Hartig- und RaschDenkmal'. 1887 wurde es anläßlich des 40jährigen Bestehens des Parkes den beiden Gründern, dem Forstinspektor K.Th. Fritz Hartig und dem Gerichtsassessor J. Albert Rasch, von den dankbaren Bürgern Dübens gestiftet. Sie hatten 1846 mit einem 'Circulair' die Bevölkerung gebeten, durch Spenden aller Art das Reitfeld der Zietenhusaren in einen schönen Park umzuwandeln. So entstand in Düben einer der ersten Bürgerparks Deutschlands.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek