Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

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49. An der Ostflanke des Parkes, gegenüber dem ehernaligen Haus II an der Gustav-Adolf-Straße, steht etwas eingerückt am Rande einer kleinen Wiese das Kriegerdenkmal für die 1914-1918 gefallenen Dübener. Es wurde im Auftrag der Stadt von der Firma Werner Freitag aus fränkischem Muschelkalk angefertigt und am 3. Dezember 1933 feierlich eingeweiht. Wegen der herrschenden großen Kälte mußte die Feier gekürzt abgehalten werden. An drei Seiten des Denkmals sind Tafeln mit den Namen der Gefallenen angebracht. Darüber steht die Schrift: 'Sie starben für uns' und darunter die beiden Jahreszahlen 1914-1918 (die Buchstaben mußten 1950 entfernt werden!). An der Rückseite ist in gleicher Höhe zu lesen: 'Den tapferen Kriegern der Stadt Düben ald Mulde.' Den Abschluß nach oben bildet ein ausgestreekter Soldat. über den sich eine FrauengestaIt beugt. Bei der Sturmkatastrophe 1963 fiel ein Baum auf das Denkmal und schlug den Frauenkörper herunter, der seitdem fehlt. Nach der Einweihung wurde es allgemein als eines der schönsten Kriegerdenkmäler angesehen. Eine Verpflichtung, es recht bald wieder in diesen Zustand zu versetzen!

50. Rechts vom Kriegerdenkmal, etwas weiter vorn an der Straße, steht noch ein Stein als Denkmal, der 'Bismarck-Stem". Er wurde der Stadt von dem Leipziger Bürger F.O. Eckardt geschenkt und am 1. April 1897 eingeweiht. Die beiden Eichen, die den Stein rechts und links säumen, wurden dazu extra aus dem Sachscnwald herbeigeholt. Das Bildnis und die Inschrifttafeln, da aus Buntmetall, fehlen seit Ende der vierziger Jahre. Die Inschrift lautete: 'Fürst alto von Bismarck - Erster Kanzier des deutschen Reiches - Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt! - Reichstagssitzung vom 6. Februar 1886 VIV 1897.'

An dieser Stelle Iand am 15. eptembcr 1631 die persönliche Begcgnung der verbündetcn protcstaut.ischen Fürsten, des Königs Gu tav Adolf von eh weden und des Kurfürsten Jonann (:eorl! VOn achsen, stalt. Die verbündcten Armeen, etwa 38000 )f:lllU, rückten von hier au' zu ihrcm tijegc bei Isrcltcnïetd vor,

51. Hier sind links der Straße an der Friedhofsecke der 'Gustav-Adolf-Stein' und rechts der Straße die Gaststätte 'Die Sonne' abgebildet. Ein Vorgänger dieses Steines wurde bereits 1898 gesetzt. Da er aber aus Sandstein war, stark verwitterte und damit unansehnlich wurde, ist er 1934 durch einen Findling ersetzt und die Friedhofsecke neu gestaltet worden. Über dem Stein rechts wurden das schwedische und links das kursächsische Wappen angebracht. Das Grundstück gegenüber, die Gaststätte 'Die Sonne', kaufte 1908 Gottlieb Klepel aus Söllichau von der Familie Albert Mundt. Nach seinem Tode 1934 übernahm der Oberkellner des 'Schwarzen Adler'. Robert Schreiber , die Gaststätte und führte sie bis zum Februar 1960. Auch er hatte im Sommer im Vorgarten ein kleines 'Gartenlokal'. Das Auto vor dem Haus trägt die Bezeichnung 'Opel P 4'.

52. Der Dübener Lehrer Ernst Fritzsche und der Oberstleutnant a. D. und Maler Walter Corsep in Erfurt waren die Initiatoren dafür, daß am 10. September 1941 an der Straßenecke Gustav-Adolf-Straße-Windmühlenweg ein Blücherstein errichtet wurde. Die Einweihung des Steines mit Plakette, Namen und Schrifttafel (Hauptquartier der Schlesischen Armee - vor der Völkerschlacht bei Leipzig, Düben 6. bis 9. Oktober 1813) konnte aber erst am 24. Juni 1956 erfolgen. Sie wurde, wie man auf dem Bild sehen kann, vom Gründer des Landschaftsmuseums der Dübener Heide, Herrn Willy WinkIer, vorgenommen.

53. Zurück zum Beginn unseres Jahrhunderts. Anläßlich der 50jährigen Wiederkehr der Fahnenweihe des Allgemeinen Turnvereins Düben gab die Buchhandlung B. Hühnel - Inh. C. Fensch in Düben, Markt 2 - diese mehrteilige Festkarte heraus. Der Poststempel dieser echt gelaufenen Karte trägt die Zeitangabe: 26.5.13 5-6 V, d.h. daß diese Karte montags am 26. Mai 1913 früh zwischen 5 und 6 Uhr gestempelt wurde. In der oberen Hälfte ist wieder ein Bliek über die Muldebrücke zur Burg und zum Kirchturm. Links unten steht eine Männerriege an einem Barren, und rechts unten sieht man das Schützenhaus in alter Pracht. Zwischen diesen beiden Details stehen ein Fahnenträger und ein Turner (in kurzer schwarzer Hose) mit einer Jubiläums-50. Es ist einer der damals erfolgreichsten Dübener Geräteturner , Otto Schmeil. Er steht auch in der Riege als dritter von links. Er wurdc 1936 zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr gewählt und ist beim Hochwassereinsatz der Wehr bei der Neumühle am Schwarzbach am 10. Februar 1941 tödlich verunglückt.

Bad Düben a. M. - Familienbad

54. Unterhalb von Ottos Weißgerberei, einer 1872 gegründeten Glacélederfabrik, wurde mit Beginn unseres Jahrhunderts die Mulde als Freibad genutzt. Den Kirchturm im Hintergrund rechts kann man als Orientierungshilfe ansehen. Neben drei Urnkleidekabinen hatte man noch einen Fahnenmast gesetzt, der eine schwarz-weiß-rote Fahne trägt, und zwei Treppen führen zum Wasser hinunter. Als Begrenzung ist der Steg irn Vordergrund anzusehen, der sicher auch schwimmenden Unrat abfangen sollte. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dann ausschließlich das gegenüberliegende Ufer genutzt, denn das erste Freibad in Bad Düben ist erst 1966 im Ortsteil Hammermühle eröffnet worden.

55. Zu Beginn unseres Jahrhunderts zählte Düben etwa 3500 Einwohner. Davon waren über 100 Tischler , über 70 Korbmacher, über 40 Schuhrnacher. über 30 Schneider, 15 Bäcker und 28 Gastwirte verzeichnet. Außer diesen gab es weitere Berufe wie Sattler, Seiler und Schrniede, ein richtiges Handwerkerstädtchen. Die Korbmacher fertigten hauptsächlich im Akkord Geschoßkörbe zum Transport von Granaten für die Artillerie. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges änderte sich die Situation. Die Korbmacher wurden Soldaten und nun mußten Rentner , vorwiegend aber Frauen und Kinder ab 14 Jahre diese Arbeit übernehmen. Auf diesem Bild sind die Töchter des Gärtnermeisters Otto Grob, Gartenstraße 12 (später Julius Schneider und danach alto Thieme). mit den dort beschäftigten Frauen beim Flechten von Geschoßkörben fotografiert.

56. Am 16. Januar 1920 gründeten 23 Mitglieder des Allgemeinen Turnvereins zu Düben eine Gesellschaft , die den Namen 'Dramatische Abteilung des Allgemeinen Turnvereins zu Düben a.d. Mulde erhielt. Ein Gründungsmitglied von damals. Herr Otto Irrner, lebt heute mit 88 Jahren noch im Neuhof. Hier eine Gruppenaufnahme nach einer Theateraufführung im Hof/Garten des 'Schützenhauses'. In der oberen Reihe ist der dritte von rechts Herr Arthur Stoppe , der Wirt. Der Leiter der Gruppe, Richard Gäbler. verfaßte, teilweise gemeinsarn mit Willy Winkier, die Drehbücher. Doch auch Klassiker kamen zur Aufführung. Dabei wurden die Kostüme von den Mitgliedern selbst geschneidert, die Kulissen selbst angefertigt und, wenn notwendig. auch die Rollenbücher vervielfältigt. Nach einern Zerwürfnis mit dem Sehützenhauswirt zog der Verein in den 'Preußischen Hof' um. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Pause hatte die Gruppe Mitte der fünfziger Jahre ihre letzten Höhepunkte. Mit den selbstgeschriebenen Stücken 'Eines Menschen Recht' und 'Die Hexe von Duben' , im Burghof mit natürlicher Kulisse aufgeführt, riefen sie wahre Begeisterungsstürme unter den Zuschauern hervor. Das fiel wie andere Vereine auch der kornrnunistischen Zwangskultivierung zum Opfer.

57. Großes Park- und Heimatfest 1925 in Düben. Zum Umzug bereit sind auch die Mitglieder des Radfahrvereins 'Frisch Auf und des 'Dübener Radfahrclubs von 1896'. Letzterer hatte eine Jugendabteilung, die auf diesem Bild Aufstellung genommen hat. Auf ihren Schildern tragen sie die Losung: 'Der Deutschen Jugend gilt unsere Arbeit!' Links davon sind drei Männer in historischen Kostümen mit den entsprechenden Rädern zu sehen. Diese sind heute noch im Bad Dübener Museum vorhanden. Zum Standort 'Otto Pallas": die Tore sind die Hintereingänge der Häuser Altstädter Straße 1 und 2. Hier vereinigen sich Ncustraße und Salzgasse und führen zwischen Glasermeister Karl Sonntag und Christian Seidel zum Paradeplatz.

58. Auf diesem Bild haben die Radfahrer inzwischen den Paradcplatz erreicht. Von der Jugendabteilung sieht man nur noch das Ende ihrer Losung. Die Männerabteilung ist mit Leinen verbunden und zieht damit die große fahrbare, rnit Blumen und Blättern geschmückte Krone. Danach folgen die Frauen. Im Hintergrund ist der Eingang in die Grünstraße zu sehcn, und vor dem Tor des Grundstücks Torgauer Straße I (Wolle-Stärtzcl) ist halb verdeckt eine Kutsche (Pferdedroschke) auszumachen.

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