Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Bad Düben in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Klaus Schmeil
Gemeente
:   Bad Düben
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5405-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Düben in alten Ansichten Band 1'

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69. Nach der Eröffnung des Landschaftsmuseums der Dübener Heide in der Burg Düben halfen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dübens mit Arbeitseinsätzen bei der Gestaltung des Burggartens tatkräftig mit. Aus einern verwilderten Garten schufen sie unter anderern eine Freilichtbühne mit über 600 Sitzplätzen. Obwohl schon fast die Hälfte der Feuerwehrleute verstorben ist, wird der Betrachter des Bildes noch viele erkennen. Kniend von links sind es: Klaus Bräutigam, Helmut Knote , Fritz Lehrnann, Werner Bräutigam, Horst Littrnann, Werner Eckardt, Kar! Schmidt und Karl Roßberg. Stehend sind von links zu sehen: Werner Herz, Otro Krahnefeld, Albert Leitschuh, Heinz Schaaf, Otto Grieser, Hilbert Schneider, Werner Krauscn, Hermann Große, Bruno Große., Hans Werner Frings, Willi Parr, Rudi Heide, Walter Schaaf, Fritz Preiberg. Willi Bille , Albert Liltrnann, Max Uhlig, Otto Wolter. Alfons Liß, Willy Winkier mit Tochter Annegret, Walter Bräutigam, Richard Gäbler und Hans Wannewitz.

70. Die 'Dübener Verkehrsgesellschaft GmbH' kaufte 1937 diesen Omnibus als Flaggschiff für die 'Ornnibusflotte ' Dübens. Es war einer von nur drei dieser Art in Deutschland hergestellten 'Sattelschlepper'. Ursprünglich hatte der Bus eine lOSer Kruppmaschine. Wegen Ersatzteilmangel mußte sie nach dem Krieg durch einen 120er H6-Motor ersetzt werden. Insgesamt besaß der Bus 60 Sitz- und 40 Stehplätze , doch es sind als Spitze einmal 115 Personen befördert worden. Hauptsächlich diente er zur Bewältigung des Berufsverkehrs von und nach Bitterfeld/Wolfen, aber auch für Ausflugs- und Sonderfahrten wurde er eingesetzt. Seine Fahrer waren Hans Riedel-Herbert Schmidt-Kurt Scheffel und Heinz Flachse!. Im Dezember 1958 mußte er wegen 'Altersschwäche aus dem Verkehr genommen werden.

71. Im Jahr 1958 feierte der Männergesangverein Düben sein llOjähriges Bestehen. Der Männergcsang hat eine lange Tradition auch in Bad Düben, die es wieder aufzunehmen gilt, hat doch Bad Düben nun fast das Dreifache an Einwohnern im Vergleich zu früher. Hier sieht man den Chor in voller Aktion unter der Leitung des bewährten Chorleiters Wemel' Läsker. Die Sänger sind von rechts die Herren: Rinke. Bille , Spinka, Krahnefeld, Peschel, Reuter, Wendt, Lchrnann, Eckardt, Müller , Schwitzing, Keil, Bröse , Wemel' Scheeren. Swoboda und Tegt. Der erste von links ist nicht bekannt. Durch Krankheit des Herrn Läsker und durch Bevormundung maßgeblicher Stellen bedingt, löste sich der Chor wenige Jahre später auf.

72. Aus Gruna-Hohenprießnitz kam 1933 in die vier neuerbauten Holzbaracken in der Schmiedeberger Straße eine Abteilung Freiwilliger Arbeitsdienst ins Quartier. Auf diesem Bild sieht man in der linken unteren Bildecke das Eingangstor mit einem Schilderhäuschen und Wachtposten davor. 1934 wurden von den Freiwilligen z.B. beim Bau der Häuser der 'FrontkärnpferSicdlung - heute Waldsiedlung - die Keller ausgeschachtet. Der Name dieser Siedlung entstand. weil Mitglieder dieses Bundes von dem Leipziger Mitglied Hans Heinrich Bode die Bauplätze gescheukt bekamen. Da sich 600 rrr' als zu klein erwiesen, erhielt jeder noch 400 rrr' hinzu. Es handelt sich rechts und links der Straße um je zehn Parzellen und fünf Doppelhäuser. Danach sind die Freiwilligen vorwiegend im Straßen- und Entwässerungsbau eingesetzt worden. Nach 1945 dienten die Holzbaracken zum Teil als Wohnungen, als Sonderschule , als städtisches Wannenbad und als Lebensmittelladen. Darm mußten sie in den siebziger Jahren den Wohnblöcken zwischen dem Garagenkomplex Schmiedeberger Straße , Postweg. Kraftverkehr , 90er Block - weichen.

73. Zwei Stadtteile gehören zu Bad Düben: irn Norden an der alten Wittenberger Straße und rechts und links der B 2 die 'Hammerrnühle ' und im Nordwesten zwischen Bitterfelder Straße und Mulde das 'Alaunwerk. Der Name Hammermühle wird 1315 erstmals als Bezeichnung für ein Hammerwerk erwähnt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg ist es als Mühle mit zwei Mahlgängen bis Ende des vergangenen Jahrhunderts bekannt. Das als Wohnhaus genutzte Mühlengebäude brannte 1964 völlig nieder, so daß heute nur der Bachzulauf den Standort der Mühle ahnen läßt. Auch die 500jährige 'Luthcrlinde, die nahe am Haus stand, wurde von dem Feuer geschädigt. Außer den Einfamilienhäusern sind in dem Ortsteil erwähnenswert das erstmals 1910 genannte Kurhaus 'Waldschloß", das 1914 erbaute Kindererholungsheim 'Paul-Kaiser-Stift", die 1927 eröffnete Jugendherbergc, das 1943 entstandene 'Waldkrankenhaus' - heute Fachkrankenhaus für Orthopadie - und das 1966 eröffnete Freibad Hammermühle.

74. Der Name 'Alaunwerk ' ist auf das ehemalige Alaunbergwerk in diesem Gebiet zurückzuführen. Seit über I ()(JO Jahren hatte man hier Alaun gewonnen. Ein Alaun-Siedetopf mil diesem Alter, am Roten Ufer gefunden, steht als geprüfter Nachweis im Alaunwerks-Zimmer im Bad Dübener Museum. 'Gott meine Hoffnung' hieß das 1560 errichtete Bergwerk, das bis 1883 betrieben wurde. Dieses Werk und das große Gradierwerk (60 m Lx 16 m B x 35 m H) sind 1901 durch Feuer zerstört worden. Diese Federzeichnung des Dübener Malers und Kunsterziehers Hermann Schiebcl zeigt das Herrenhaus (Alaunwerksschloß) in seinem ursprünglichen Aussehen. Später ist es dann durch Herrn Löbcke das 'Kaiser-Wilhelrn-Bad' geworden. Im Zweiten Weltkrieg kam, aus Wuppertal evakuiert. die Fachschule für Eisenwaren- und Haushaltswarenhändler hinein. Nach dem Krieg wurden im Rahmen der Gesellschaft für Sport und Teehuik Fahrlehrer ausgebildet, bis es 1956 ein Objekt der NVA wurde. In den siebziger Jahren riß man das Bergwerksschloß im Zuge baulicher Vcränderungcn ab.

75. Auf diesem Bild ist die letzte Schiffmühle Deutschlands - hier noch in Betrieb auf der Mulde am Alaunwerk mit ihrem letzten Schiffmüller Paul Griehl - dargestellt. Bergschiffmühle hieß sie deshalb, weil sie beim Alaunbergwerk auf der Mulde schwamm. Hinter Herrn Griehl sieht man Betonpfeiler, auf denen ein Gestänge gelagert war, das die Kraft des Schaufelrades auf einen Mahlgang im Mühlengebäude (rechts hinter den Bäumen kaum zu erkennen) übertrug. Nach dem Tod des Müllers haben heirnatliebende Bürger Bad Dübens, von Herrn WinkIer angeregt, die Mühle zerlegt, die Teile mit Traktoren auf Schnee und Eis in den Burggarten gezogen und wieder aufgebaut. Dort ist sie heute noch zu sehen.

76. Diese 150 Jahre alte Drogerie-Ladeneinrichtung ist bis 1984 von der letzten Eigentümerin, Frau Frieda Schultze , in Bad Düben im Haus Markt 17 betrieben worden. Krankheitshalber rnußte sie ihren Laden schließen und hat die Einrichtung mit Inhalt dem Museum geschenkt. Im Dezember 1984 starb sie mit 87 Jahren. Seit 1986 kann man diesen 'Tante-Emrna-Laden' als Ausstellungsstück im Landschaftsmuseum der Dübener Heide in der Burg Düben bewundern.

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