Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Bad Driburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Ursula Wichert-Pollmann
Gemeente
:   Bad Driburg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1566-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Bad Driburg in alten Ansichten Band 1'

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:Bad Dri urg

Partie am Kesselbach mit Bliek auf Kirché]

9. Hier im Stadtkern war die Stadt recht dicht bebaut. Es waren zwei Reihen Häuser mit den Rückseiten aneinandergebaut. Diesen Anblick hatte man 1910, wenn man auf der im vorigen Bild noch erkermbaren Abzweigung der Pyrmonter Straße etwa fünfzig Meter nach Norden ging. Das erste Haus rechts ist an das Haus Schettel angebaut, es war das Haus David, das kurz darauf abbrannte. Hier baute die Firma Humborg ihre Autohalle, die heute schon wieder abgebrochen ist; im zweiten Giebelhaus war das Colonial-Eisenwarenlager von Franz Becker, das dritte war an das Haus Jakobs angebaut, In der Bildmitte steht die Samenhandlung, Kunst- und Handelsgärtnerei Franz Tegethoff.

10. Wir stehen etwa an der gleichen Stelle wie bei der vorigen Ansicht, schauen aber nicht nach Süden, sondern nach Norden. Das festlich beflaggte Haus in der Bildmitte ist das ehemalige Haus Ferdinand Lausen, heute Schuhgeschäft Lachenicht. Das Haus dahinter ist vormals Haus Meier, jetzt Frisörsalon Werkmeister. Vorne rechts ist das Haus Humborg angeschnittem, das schon 1828 im Besitz dieser Familie war. Diese drei Ziegelbauten sind nach dem großen Brand der Stadt 1876 aus Zweckmäßigkeitsgründen gebaut worden; das Fachwerk war den Driburgern zu feuergefährlich, Außerdem wurden die Ziegelbauten gerade modern, und vom Modernen hat man in Driburg von jeher viel gehalten! (Zustand um 1920.)

11. Primiz im Hause Klaholt an der oberen Langen Straße, etwa 1920. Im Vordergrund das festlich beflaggte Bauernhaus Klaholt mit dem jungen Priester und allen Driburgern, die sich an diesem Ehrentag beteiligt fühlten. Hinter dem Haus Klaholt die Apotheke, dahinter die Metzgerei Robert Heinemann. Der Bauernhof Klaholt ist heute in die Nordfeldmark ausgesiedelt, heute befindet sich hier die Stadtschänke. Im Gebäude der ehemaligen Apotheke ist heute das Gardinen- und Teppichgeschäft Dorau.

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BAD DRIBURG.

Langestra5e.

12. Der Fotograf dieser Aufnahme stand direkt vor der Kirche und nahm die Lange Straße nach Westen auf. Links ist angeschnitten Haus Faber 'Katzhofs' oder 'Kusch'; im Vordergrund steht der Gasthof 'Zum Braunen Hirschen', Besitzer war von 1764 bis 1968 die Familie Zengerling 'Hessen'. Friedrich Wilhelm Weber widmete dem Urgroßvater des letzten Franz Zengerling das Gedicht 'Vor der Himmelstür'. Das dritte Haus von links war Haus Hartweg und Blume, dann das heutige Haus Rehermann, dann Huneke 'Korbmachers', dann Metzgerei Robert Heinernann, dann die Apotheke, dahinter Hiumekes-Klaholt und schließlich Eiers 'Ussels'. Inzwischen hatte auch die Elektrizität Einzug gehalten, wie man an der Freileitung im Vordergrund erkennen kann.

13. Es war ein großer Tag für den Gasthof 'Zum Braunen Hirschen', als am 14. September 1924 die Friedrich-Wilhelm-Weber-Gedenktafel enthüllt wurde. Neben den Driburger Honoratioren war die Tochter des Dichters, Elisabeth Weber, und Professor Schwering, der Weber-Biograph aus Münster, anwesend. Frau Elisabeth Weber steht mit breitrandigem Hut und schwarzem Kostüm direkt unter dem Kranz im Vordergrund, neben ihr rechts das Ehepaar Schwering, dann Domänenrat Borgmann (mit Spitzbart) und Lehrer Willy Lippert. Im Hintergrund rechts neben der Fahne Bernhard Brinkmöller, heute Altbürgermeister von Bad Driburg, im Hintergrund zwischen den Herren Borgmann und Lippert Wilhelm Heinemann, im Hintergrund unter dem Kranz Heinrich Billerbeck. Links hinter Elisabeth Weber: Apotheker Hermanns.

14. Wir sind nun an der Kirche vorbei und schauen von Osten nach Westen die Lange Straße hinauf (Zustand 1910). Die dichte Bebauung Giebel an Giebel fällt uns auf. Im Vordergrund rechts das Haus Franz Marx, heute Voss, dann der Komplex Heuel, früher Wüstenberg und Kammerthonius. Vor dem Haus Stenner, das sich wegen der Backsteinbauweise kaum abhebt, steht ein Glashändlerwagen; auch bei der Wirtschaft 'Zum Braunen Hirschen' ist ein Glashändler eingekehrt. Im Vordergrund rechts und links ist am Straßenrand die noch nicht verrohrte 'Küttelbeke', auch Kesselbach genannt, zu erkennen. Offenbar war hier einst eine Brücke über die Straße. In Erinnerung daran trug die ehemalige Buchhandlung Brinkrnöller (Haus Heinemann, erstes Haus links) die Bezeichnung 'Brückenbuchhandlung'. Heute ist dort die Kurbuchhandlung Messarins.

7Jriburg -- .cange Strasse

15. Jahrhunderte hindurch hatte die Stadtmauer die sichtbare Grenze des Ortes gebildet, aber bereits im vorigen Jahrhundert wuchs die Stadt über diesen Bereich hinaus, der etwa dem Verlauf der Schulstraße und der Südstraße folgte. Wir stehen vor dem heutigen Schuhhaus Wiedemeier und schauen nach Westen: Auf dieser Ansicht von 1910 ist links Stellmacher Bose (Reker) zu erkennen - Acker- und Gepäckwagen warten dort auf die Reparatur - danach der 'Hasenbauer' Heinemann. Nach dem Einschnitt der Dringenberger Straße kommt das alte Wernekingsche Haus, damals Pensionat Todt, heute Blumengeschäft Krause und Ledergeschäft Gocke; danach Uhrmacher Sievert (Tipptopp). Der kleine Berg hier heißt noch heute bei alten Driburgern 'Todts Berg'. Rechts der ehemalige Kindergarten des Josephinums (1895-1909), dann die 'Lingenschmiede' (heute Spiel-Leder-Tabakwaren König), die Baldur-Drogetie Hagemann und auf der Ecke zur Schulstraße Theod. Venn, später Girolstein, heute abgerissen.

16. Im Jahre 1929 zog dieser Festzug der Schützen durch die Stadt an der großen Lingenschmiede vorbei. Schützenkönig war Albert Stümpel, der hier von der 2. Kompanie, der sogenannten Mittelstandspartei geleitet wird. Die drei Offiziere tragen weiße Hosen: vorne Heim. Billerbeck, rechts Hubert Bülling, links Josef Rehermann. Hinter dem großen Schmiedegebäude das Wohnhaus Dr. Lünnemann, heute die Baldur-Drogerie Hagemann.

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17. Wenn man mit dem Rücken zu 'Kaiser's' über die Lange Straße nach Norden blickt, sieht man das Gelände des ehemaligen Josephinums, das als erster Gebäudekomplex dem 'Sanierungswillen' weichen mußte. Seit 1880 wurde das Josephinum als Krankenhaus und teilweise auch als Kurheim genutzt. Vorher stand dort das Hotel Kothe. 1912 zum Beispiel wurden hier 262 Patienten gepflegt, 104 Männer und 158 Frauen. Das Josephinum wurde geleitet von den Armen Dienstmägden Jesu Christi aus Dernbach. Die Schwestern und ihr Krankenhaus haben viel Segensreiches filr die Driburger gewirkt, sie waren hier außerordentlich beliebt. 1956/57 erhielt das Haus noch einen großen Anbau. 1961 begarmen die Planungen für einen Neubau auf der Weberhöhe. Heute steht hier die Spar- und Darlehnskasse und das Egge-Kaufhaus,

18. Im Jahre 1928 beging der St. Josefs-Gesellenverein sein fünfzigjähriges Bestehen. Aus diesem Anlaß wurde ein großer Festzug veranstaltet, an dem vor allem die Handwerksgesellen teilnahmen. Der voluminöse Festzug mit Festwagen und vielen Schaubildern zog durch die ganze Stadt, auch durch den Kurpark, Hier haben sich die Schreinergesellen dem Fotografen gestellt mit ihrem Transparent 'Von der Wiege bis zum Sarge muss der Mensch den Tischler haben'. Der St. Josefs-Verein war mit seinen 230 Mitgliedern schon 1913 einer der größten Driburger Vereine.

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